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Kuhlen-Wendorf: Kirchen, Herrenhäuser und Wasserlandschaft

Unterkünfte in Kuhlen-Wendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchen und Herrenhäuser mit unterschiedlichen Bauformen

In Kuhlen-Wendorf treffen markante Dorfkirchen und historische Herrenhäuser auf den Mickowsee und einen Abschnitt der Warnow. Die Bauwerke erzählen von verschiedenen Jahrhunderten und Baustilen; die Landschaft ergänzt diese kulturelle Seite um ein geschütztes Gewässer. Für Ihre Reiseplanung ist deshalb eine einfache Frage hilfreich: Interessieren Sie sich besonders für Architektur und Ortsgeschichte, oder möchten Sie Ihren Blick stärker auf See und Flusslandschaft richten?

File:Schlosshotel Wendorf SEP2013.jpg File:Schlosshotel Wendorf SEP2013.jpg Foto: San Andreas via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Kirche von Müsselmow stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und ist ein gotischer Backsteinbau. Ihre Außenwände bestehen aus Backstein, der Unterbau des Turms aus Feldsteinen. Hinzu kommt der Fachwerkturm der Dorfkirche und Fragmente von Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert. An diesem Bau lassen sich mehrere Materialien und Zeitschichten unterscheiden: Backstein prägt die Kirche, Feldstein den Turmunterbau, Fachwerk den Turm und die Malereifragmente verweisen auf eine spätere historische Schicht. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, findet hier mehr als eine einzelne Stilbezeichnung.

Auch die Holzendorfer Kirche ist ein Backsteinbau, sie stammt jedoch aus dem 14. Jahrhundert. Gegenüber steht eine Linde mit einem Umfang von 7,5 Metern. Das zur Kirche gehörende Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1779. Kirche, Baum und Pfarrhaus liefern unterschiedliche Anhaltspunkte für einen Blick auf den Ort: das mittelalterliche Bauwerk, den auffallend umfangreichen Baum und ein Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert. So unterscheiden sich die einzelnen historischen Bezugspunkte, ohne dass sie auf dasselbe Jahrhundert zurückgehen.

In Zaschendorf steht eine Fachwerkkirche aus dem 17. Jahrhundert. Das dortige Herrenhaus wurde um 1820 erbaut, liegt erhöht und ist von einem Park umgeben. Seine Geschichte umfasst auch einen späteren Wandel: Das Herrenhaus verfiel zur Ruine und ist heute teilweise wieder aufgebaut und bewohnt. Für kulturgeschichtlich Interessierte bildet Zaschendorf damit einen eigenen Schwerpunkt neben den Kirchen in Müsselmow und Holzendorf.

Weitere Herrenhäuser setzen andere zeitliche und bauliche Akzente. Das Tessiner Herrenhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Herrenhaus Nutteln ist ein historischer, eingeschossiger Klinkerbau mit Türmchen aus dem späten 19. Jahrhundert am Mickowsee. Das Wendorfer Jagdschloss wurde von 1904 bis 1906 im Jugendstil, auch Historismus genannt, erbaut; heute ist es das Schlosshotel Wendorf. Die genannten Gebäude unterscheiden sich durch ihre Bauzeit und Gestalt: vom Herrenhaus des 18. Jahrhunderts über den eingeschossigen Klinkerbau bis zum Jagdschloss aus dem frühen 20. Jahrhundert.

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Mickowsee und Warnow

Der Mickowsee gehört zum Naturschutzgebiet Warnowseen. Auch ein Abschnitt der Warnow ist mit dem See verbunden: Er reicht von der Sohlgleite bei Zaschendorf-Müsselmow bis etwa 350 Meter vor die Mündung in den Mickowsee und ist 2,3 Kilometer lang. Die genaue Strecke und ihr Endpunkt machen deutlich, auf welchen Teil des Flusses sich diese Angabe bezieht. Für diesen aufgeführten Warnow-Abschnitt gilt ganzjährig ein Watangelverbot zum Schutz der Kleinen Flussmuschel. Das Verbot betrifft das Watangeln; es ist nicht als allgemeines Angelverbot für die gesamte Warnow oder den Mickowsee zu verstehen.

Damit stehen für die Reise zwei klar unterscheidbare Interessen im Raum: historische Bauwerke mit verschiedenen Materialien und Epochen sowie die geschützte Landschaft am Mickowsee und der beschriebene Flussabschnitt.

Weitere Ortsseiten: Dabel, Borkow, Sternberg, Kobrow, Mustin, Brüel, Blankenberg, Witzin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Sternberger Seenlandschaft.

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