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Marienthal zwischen Wallfahrtskirche und Wanderwegen

Unterkünfte in Marienthal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Marienthal verbindet eindrucksvolle Kirchengeschichte mit Wanderwegen durch Taunuslandschaften, Weinberge, Wald und Wiesen.

Wallfahrtskirche und Klostergeschichte

Im Mittelpunkt steht die Wallfahrtskirche Marienthal. Sie entstand aus einer 1313 erbauten Kapelle, die 1326 zur Kirche erweitert und am 8. September 1330 durch Erzbischof Balduin von Trier geweiht wurde. Am Hauptportal fallen der Wimperg, die Kreuzblume und ein Tympanon aus dem frühen 14. Jahrhundert auf.

Besonders ausdrucksvoll ist das Gnadenbild von Marienthal. Das kleine Vesperbild zeigt Maria nach der Kreuzabnahme mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß und gilt als eines der frühesten Vesperbilder. Auch die Kreuzigungsgruppe mit den überlebensgroßen Figuren von Christus am Kreuz, Maria und Johannes gehört zu den bemerkenswerten Kunstwerken des Ortes. Sie gilt als mittelalterliches Werk, wahrscheinlich aus dem 15. oder 16. Jahrhundert.

Die Geschichte reicht über die Kirche hinaus. 1468 wurde im Kloster Marienthal die erste Klosterdruckerei der Welt eingerichtet. Hinter der Kirche und dem Pilgerplatz liegt außerdem der Kreuzweg, eine großzügig angelegte Anlage, die am 8. September 1859 eingeweiht wurde. Das Franziskusgärtchen neben dem Pilgerplatz wurde 1915 angelegt und 2012 neu gestaltet.

Wandern am Elsterbach und am Taunushang

Das Kloster Marienthal und die Wallfahrtskirche liegen am sonnigen Südhang des Taunus. Durch die Klosteranlage fließt der Elsterbach; dort bietet sich die Möglichkeit, die Umgebung in ruhiger Atmosphäre zu betrachten. Für die Reiseplanung lässt sich der kulturelle Besuch daher mit einer Wanderung verbinden, ohne dass jeder Urlaubstag denselben Schwerpunkt haben muss.

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Der Mühlenwanderweg folgt über 5,5 Kilometer dem Elsterbach vom Kloster Marienthal bis fast zu seiner Mündung in den Rhein. Ein etwa 12 Kilometer langer Mühlenwanderweg durch das Elsterbachtal führt von Winkel über Johannisberg bis zum Kloster Marienthal und passiert acht heute noch bestehende Mühlen. Der fünf Kilometer lange Mönchspfadweg beginnt am katholischen Gemeindezentrum in Marienthal. Wer eine historische Wegidee bevorzugt, kann sich am Mönchspfad orientieren: Er verband die Klöster Johannisberg und Eibingen über die Geisenheimer Gemarkung und wurde bereits 1356 urkundlich als von Mönchen genutzter Pfad erwähnt.

Welche Lage passt zu Ihrem Urlaub?

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt die Buslinie 185 vom Bahnhof Geisenheim in regelmäßigen Abständen nach Marienthal zur Haltestelle Rosengärtchen. Diese liegt etwa einen Kilometer vom Kloster entfernt. Von Geisenheim und Rüdesheim führen außerdem verschiedene Wanderwege mit einer Gehzeit von jeweils etwa einer Stunde nach Marienthal. So können Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft überlegen, ob Sie den Schwerpunkt auf die direkte Beschäftigung mit der Klostergeschichte oder auf längere Ausflüge durch die Landschaft legen möchten.

Eine weitere Möglichkeit für einen abwechslungsreichen Tag bietet der Lichtweg mit 14 Stationen, die von der Auferstehung bis zur Geistsendung reichen. Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Stephanshausen und Johannisberg ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Geisenheim.

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