Bad Schwalbach: Moorbahn, Brunnen und Kurgeschichte
Unterkünfte in Bad Schwalbach
Bad Schwalbach lässt sich über drei unterschiedliche Motive entdecken: Moor, Heilquellen und Kur- und Stadtgeschichte. Die Moorbahn führt bis zu den Moorgruben, der ausgeschilderte Brunnenweg bezieht Brunnen und Heilquellen ein. Ein Heilpflanzengarten, ein historischer Saalbau, ein Baudenkmal und ein Museum ergänzen diese Eindrücke. Wer eine Ferienwohnung in Bad Schwalbach sucht, kann den eigenen Aufenthalt danach ausrichten, ob Natur- und Brunnenorte oder Kulturgeschichte den größeren Raum einnehmen sollen.
Moorbahn und Moorgruben
Die Moorbahn steht in Bad Schwalbach seit 2001 wieder als touristische Attraktion zur Personenbeförderung zur Verfügung. Ihre etwa zehnminütige Fahrt beginnt am „Moorbadehaus“. Auf die Haltestelle „Golfhaus“ folgen „Schwalbenbrunnen“ und „Waldsee“; Endstation ist „Moorgruben“. Die Namen geben eine klare Folge von Start, Zwischenhalten und Ziel vor. Wer Bad Schwalbach über eine Fahrt kennenlernen möchte, hat damit eine konkrete Strecke vor Augen, statt den Ort nur über einzelne Besichtigungspunkte zu erfassen.
Hinter dem Waldsee liegen neun Moorgruben. Zwei davon sind durch rund 60 Meter Wege erschlossen und mit Stegen aus Douglasienholz zugänglich gemacht. Diese Angabe bezieht sich auf zwei der neun Gruben; gerade die Begrenzung macht den Unterschied zwischen der Gesamtzahl und den erschlossenen Bereichen deutlich. Die Moorgruben ergänzen die Fahrt der Moorbahn um einen konkreten Blick auf das Moorgebiet. Für die Auswahl der Urlaubsthemen ergibt sich damit eine Verbindung von Personenbeförderung und Wegen an den Gruben, ohne dass beides dieselbe Art des Erlebens wäre.
Brunnenweg und Heilpflanzengarten
Der ausgeschilderte Brunnenweg ist ein Rundwandervorschlag, der die wichtigen Brunnen Bad Schwalbachs einbezieht. Der gelb markierte Weg führt an den Heilquellen im Kurgebiet vorbei; rote Pfeile weisen zu den Brunnen im Stadtgebiet. Die unterschiedlichen Markierungen geben Orientierung für zwei benannte Bereiche des Wegvorschlags. Wer sich für Brunnen und Heilquellen interessiert, kann so den Blick auf das Kurgebiet und die Brunnen im Stadtgebiet richten. Der Brunnenweg setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die Fahrt der Moorbahn.
Ein weiteres Thema ist der Kneipp-Heilpflanzengarten: Auf 200 m² umfasst er zwölf Beete mit mehr als 150 Heilkräutern. Fläche, Beetanzahl und Kräutervielfalt zeichnen den Garten auf engem Maßstab aus, ohne dass die Pflanzen auf eine einzelne Sorte oder ein einziges Thema reduziert sind. Für Reisende, die sich für Heilpflanzen interessieren, ist diese konkrete Vielfalt ein eigener Anknüpfungspunkt. Zusammen mit dem Brunnenweg stehen damit zwei unterschiedliche Zugänge zu Bad Schwalbachs Heilquellen- und Pflanzenwelt im Raum.
Kur- und Stadtgeschichte
Der Alleesaal wurde 1820/21 im klassizistischen Stil als „Hotel de la Promenade“ errichtet. Auftraggeber war der private Hotelier Grebert. Name, Bauzeit, Stil und ursprüngliche Bezeichnung gehören zu seiner Geschichte und geben dem Saalbau einen anderen historischen Bezug als den religiösen und städtischen Erinnerungsorten des Orts. Wer sich für die Entwicklung der Kurgeschichte interessiert, kann den Alleesaal als konkreten Ausgangspunkt nehmen, statt Bad Schwalbach nur über seine Landschafts- und Moorangebote zu betrachten.
Die Martin-Luther-Kirche ist Bad Schwalbachs ältestes Baudenkmal. Über dem Choreingang steht die Jahreszahl 1471. Diese Zahl ist am Bauwerk verortet und ergänzt die Einordnung der Kirche als ältestes Baudenkmal des Ortes. Der Alleesaal mit seiner Bauzeit 1820/21 und die Kirche mit der Jahreszahl 1471 stehen so für verschiedene historische Bezüge, die sich bei einem kulturgeschichtlichen Interesse unterscheiden lassen.
Die Dauerausstellung des Kur-Stadt-Apothekenmuseums widmet sich der Kur- und Stadtgeschichte Bad Schwalbachs. Sie greift damit Themen auf, die auch beim Alleesaal und bei der Martin-Luther-Kirche eine Rolle spielen, setzt den Akzent aber auf die Geschichte von Kur und Stadt. Für die eigene Reiseplanung lässt sich dadurch ein kulturgeschichtlicher Schwerpunkt neben Moorbahn, Moorgruben, Brunnenweg und Heilpflanzengarten erwägen.
Weitere Orte entdecken
Weitere Ortsideen: Idstein, Waldems, Walluf, Schlangenbad, Geisenheim, Oestrich-Winkel, Niedernhausen, Taunusstein.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rheingau-Taunus-Kreis.