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Stadtallendorf: Moor, Wald und Geschichte entdecken

Unterkünfte in Stadtallendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Stadtallendorf verbindet Naturerlebnisse mit sehr unterschiedlichen Geschichten: Im Schweinsberger Moor leben seltene Vogelarten, im Herrenwald erinnern Spuren an ehemalige Sprengstoffwerke, und historische Bauwerke erzählen von wechselnden Zeiten. Für Ihre Reiseplanung eröffnet das verschiedene Schwerpunkte – vom Rundweg durch Wald und Sagenwelt bis zu Kirchen, Burg und Gedenkstätte.

File:Naturdenkmal Stadtallendorf 8.jpg File:Naturdenkmal Stadtallendorf 8.jpg Foto: Stefan Flöper via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Moorlandschaft und seltene Vögel

Das Schweinsberger Moor bedeckt 43,2 Hektar. Es wurde 1977 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und war damit das 100. Naturschutzgebiet Hessens. Bekassine und Rohrweihe gehören zu den seltenen Vogelarten, die dort leben und brüten. Die Verbindung aus klar benannter Flächengröße, Schutzgebiet und Vogelwelt macht das Moor zu einem besonderen Naturthema für einen Aufenthalt in Stadtallendorf. Wer sich vor allem für Landschaft und Tierwelt interessiert, kann diesen Schwerpunkt bei der Wahl des Reiseprogramms berücksichtigen.

Wanderwege mit unterschiedlichen Geschichten

Der Hatzbacher Sagenweg ist ein 8,8 Kilometer langer Rundweg mit nur geringen Höhenveränderungen. Seine zwölf Schauplätze greifen alte Hatzbacher Sagen auf; an jedem Ort informiert eine kleine Tafel über die jeweilige Geschichte. Ein Beschilderungssystem führt auch ohne Karte über den Weg. So verbindet die Runde Bewegung mit kurzen Erzählstationen, statt sich allein auf eine durchgehende Besichtigung auszurichten.

Eine andere historische Spur bietet der Forster Weg. Der Rundweg führt in den Herrenwald, wo zwischen den Bäumen Bunker und Relikte der ehemaligen Sprengstoffwerke liegen. Der Herrenwald ist als FFH-Gebiet ausgewiesen und dient dem Erhalt der biologischen Vielfalt als geschützter Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt. Natur und Industriegeschichte bilden hier zwei unterschiedliche Themen, die Sie bei der Planung eines Waldtages bedenken können.

Zum Forster Weg gehören auch Ziele mit religiösem Bezug: Holztafeln weisen Wandernde zum Wanderziel „Riesenstein“. Die Forstkapelle „Mariabild“ ist ein Ort, an dem seit vielen Jahren regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Die Mariengrotte Stadtallendorf liegt am oberen Ende eines langen Hohlwegs; dieser ist ein Teilstück des Forster Wegs von der Altstadt zur Forstkapelle im Herrenwald. Stadtallendorf ist außerdem Etappenort der Pilgerrouten Jakobsweg und Elisabethpfad.

Bauwerke und Erinnerungsorte

Die Barockkirche St. Katharina bringt einen konkreten historischen Zeitrahmen in den Ort: Ihr Neubau begann 1732, der erste Gottesdienst fand 1735 statt. In Niederklein weist die Wehrkirche St. Blasius und St. Elisabeth mehrere charakteristische Merkmale auf. Eine Pechnase am Kirchturm, Schießscharten und eine starke Mauer um den Kirchhof mit zugemauerten Toren lassen auf eine Wehrkirche schließen.

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Von der Burg Schweinsberg sind der Hexenturm, eine kleine Vorburg sowie die gesamte äußere und große Teile der inneren Zwingermauer erhalten. Zugleich gilt die Burg heute aufgrund ihres radikalen Umbaus eher als bedeutendes Beispiel für die Romantik und den beginnenden Historismus denn als spätmittelalterliche Burg. Diese Einordnung lenkt den Blick nicht nur auf erhaltene Mauern, sondern auch auf den späteren Charakter des Bauwerks.

Für die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte stehen das DIZ und die Gedenkstätte Münchmühle. Das DIZ bietet während der regulären Öffnungszeiten dienstags bis donnerstags von 9:30 bis 16:00 Uhr Führungen durch die Dauerausstellung über Zwangsarbeit und die NS-Rüstungsindustrie an. Außerhalb dieser Zeiten und Tage sind Führungen nach Anmeldung möglich. Stadtführungen bietet das DIZ ebenfalls nach Anmeldung für Gruppen ab vier Personen an. Die Gedenkstätte Münchmühle wurde 1988 an der Stelle des ehemaligen Lagers Münchmühle eingerichtet.

Eine Pause im Heinz-Lang-Park

Der Heinz-Lang-Park verbindet mehrere unterschiedliche Angebote: Veranstaltungsflächen, eine Skateplaza, Holzdecks am See, ein Boule-Feld und Toiletten gehören ebenso dazu wie ein besonderer Spielplatz. Das „Piratennest“ bietet unter anderem ein hölzernes Schiffswrack, hölzerne Palmen, eine Nestschaukel und weitere Spielgeräte. Für Familien, die einen Spielplatz als Teil ihres Aufenthalts einplanen möchten, machen diese konkreten Elemente den Park zu einer eigenen Ausflugsoption.

Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie sich daran orientieren, welche dieser Seiten Stadtallendorfs Sie besonders interessiert: die Vogelwelt des Moors, die Wege durch Sagen und Wald oder die Bau- und Erinnerungsgeschichte. Weitere Orte entdecken: Ebsdorfergrund, Neustadt, Cölbe, Steffenberg, Biedenkopf, Lohra, Bad Endbach und Gladenbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marburg-Biedenkopf.

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