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Ehringshausen: Wanderwege, Koppe und Hugenottengeschichte

Unterkünfte in Ehringshausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ehringshausen verbindet längere Wanderrouten, markante Geologie und Hugenottengeschichte. Für die Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: eine Wanderung mit konkreten Angaben zu Strecke und Gehzeit, Landschaft und Erdgeschichte oder Dorfgeschichte und Museumsbesuche. So lässt sich die Suche nach einer Ferienwohnung an den Erlebnissen ausrichten, die Ihre Tage vor Ort prägen sollen.

Backhaus und Kirche Niederlemp Backhaus und Kirche Niederlemp Foto: Philipp Trümper via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Wandern nach Strecke und Zeit wählen

Der Köhlerweg ist einer von 19 zertifizierten Prämienrundwegen. Seine 12,4 Kilometer sind bei mittlerer Kondition in etwa 3,5 Stunden zu bewältigen. Die Route führt über die Hänge von Kölschhausen zur Koppe, dem höchsten Punkt der Tour. Unterwegs liegen offene Bachtäler nördlich von Dreisbach und Hangwiesen mit Ausblicken. Strecke, geschätzte Gehzeit und Landschaft geben dem Weg ein eigenes Profil.

Eine längere Tour führt durch die Wälder der ehemals selbständigen Gemeinden Ehringshausen, Dillheim, Daubhausen und Greifenthal. Sie ist etwa 21 Kilometer lang, weist rund 180 Meter Höhenunterschied auf und hat eine angegebene Gehzeit von ungefähr sechs Stunden. Im Vergleich zum Köhlerweg bedeutet das eine längere Zeitplanung; die beiden Angaben helfen dabei, den Wandertag nach dem gewünschten Umfang auszurichten.

Zum Wanderangebot der Gemeinde gehören außerdem zwei unterschiedlich verlaufende Großwanderwege. Der 23 Kilometer lange Ehringshausen Großwanderweg links der Dill führt durch den nördlich der Dill gelegenen Waldbestand der Gemeinde. Er beginnt am Wasserhochbehälter in Katzenfurt, verläuft durch Dreisbach, Niederlemp und Breitenbach und kehrt über Kölschhausen nach Katzenfurt zurück. Der 11,8 Kilometer lange Ehringshausen Großwanderweg rechts der Dill startet in Daubhausen. Über Ehringshausen-Ichelhausen führt er durch den Ehringshäuser und Daubhäuser Wald und entlang der Hohen Straße nach Greifenthal-Steckenmesser. Der Rückweg nach Daubhausen verläuft über Greifenthal auf dem Historischen Hugenottenweg. Die Längen und beschriebenen Streckenverläufe bieten eine konkrete Grundlage, um zwischen den Routen zu wählen.

Koppe: Vulkan und Säulenstellung

Die Koppe ist ein 351 Meter hoher, erloschener Vulkan und die höchste Erhebung in der Gemarkung Kölschhausen. An ihrer Nordseite ist in einem alten Steinbruch auf etwa 15 Meter Höhe eine Säulenstellung aufgeschlossen. Die geologische Besonderheit ergänzt den Blick auf die Landschaft um eine Erdgeschichte, die sich in der Gesteinsformation zeigt. Historisch war die Koppe das erste Naturschutzgebiet im Kreis Wetzlar.

Hugenottengeschichte und Heimatmuseum

Greifenthal, ein Hugenottendorf, bewahrt einen besonderen historischen Bezug: In den Anfangsjahren seiner Gründung gab es dort keinen eigenen Friedhof. Die Toten wurden deshalb zum gemeinsamen Friedhof nach Daubhausen getragen. Der Historische Hugenotten Wanderweg beginnt im Ortsteil Greifenthal und bringt einen weiteren Anknüpfungspunkt für Gäste, die sich für diese Geschichte interessieren.

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Das Heimatmuseum Ehringshausen behandelt die Dorfgeschichte, alte Spielsachen sowie Leben und Wirken von Dr. Hermann Huttel. Seine Themen ergänzen die historischen Bezüge der Ortsteile um Alltags- und Ortsgeschichte. Zusammen mit den Wanderwegen und der Koppe ergeben sich verschiedene Schwerpunkte für die Planung: Natur und Bewegung, geologische Besonderheiten oder Geschichte im Ort.

Weitere Themen im Lahn-Dill-Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Lahn-Dill-Kreis finden sich weitere, eigenständige Kulturthemen. Das Lottehaus in Wetzlar erinnert an Goethes Begegnung mit Charlotte Buff und den Sommer 1772. Zwei Räume im ersten Stock beherbergen eine ständige Ausstellung zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte von Goethes erstem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. In Solms-Oberbiel ist das Besucherbergwerk Grube Fortuna der einzige hessische Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Auch die Villa Grün in Dillenburg setzt einen eigenen Schwerpunkt: Mehr als 20 Räume präsentieren Objekte und detailgetreue Situationen der industriellen und handwerklichen Fertigung im Dillgebiet; im Untergeschoss befindet sich zudem eine medienreiche Bergbau-Ausstellung.

Wenn Ehringshausens Wanderwege und Ortsgeschichte im Mittelpunkt stehen sollen, können Sie Ihre Ferienwohnungssuche an diesem Schwerpunkt ausrichten. Möchten Sie außerdem Kulturorte im übergeordneten Lahn-Dill-Kreis berücksichtigen, helfen die unterschiedlichen Themen bei der Auswahl Ihrer Reiseziele und der passenden Basis für Ihren Aufenthalt.

Weitere Reiseziele entdecken: Siegbach, Solms, Dillenburg, Bischoffen, Aßlar, Eschenburg, Schöffengrund, Driedorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lahn-Dill-Kreis.

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