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Zierenberg entdecken

Unterkünfte in Zierenberg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Zierenberg liegt im Tal der Warme im Naturpark Habichtswald und ist als Erholungsort staatlich anerkannt. Östlich der Kleinstadt erhebt sich der 578 Meter hohe Dörnberg, westlich der 601 Meter hohe Bärenberg. Kassel liegt etwa 20 Kilometer entfernt. Die Lage zwischen Tal und markanten Höhen gibt der Umgebung ihren besonderen Charakter: Hier können Sie Naturerlebnisse mit der Entdeckung historischer Bauwerke verbinden. Welche Ferienwohnung als Ausgangspunkt passt, hängt auch davon ab, ob Sie Ihre Tage eher für längere Wanderungen oder für kürzere Runden und Kultur einplanen möchten.

File:Zierenberg mit Brocken.jpg File:Zierenberg mit Brocken.jpg Foto: Jörg Braukmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wandern zwischen Basalt und Wald

Für eine längere Wanderung bietet sich die Habichtswaldsteig-Extratour Zierenberg H2 an. Der Rundweg ist 16,5 Kilometer lang; der Einstieg ist grundsätzlich an jedem Punkt möglich. Als Einstieg empfohlen wird die Infohütte am Wanderparkplatz Dörnberg, 34289 Zierenberg. So können Sie bei Ihrer Tagesplanung die volle Länge des Rundwegs berücksichtigen oder einen Einstiegspunkt wählen, der zu Ihrer Planung passt, ohne dass damit eine kürzere Streckenlänge zugesagt ist.

Die H2 führt zu den drei markanten Basaltfelsen der Helfensteine. Von dort reicht der Blick über Zierenberg in das Waldecker Land sowie bis zum Reinhardswald und nach Kassel. Außerdem führt der Rundweg an einem großflächigen Basaltgeröllfeld vorbei, das als die „Blauen Steine“ bezeichnet wird. Die Namen verweisen auf unterschiedliche Erscheinungsformen der Landschaft: hier die markanten Felsen, dort das ausgedehnte Geröllfeld. Für Ihre Wahl zwischen den Wanderwegen ist die Länge ein greifbarer Unterschied; über Dauer oder Schwierigkeit der H2 sagt sie allein nichts aus.

Eine kürzere Möglichkeit ist der Alpenpfad bei Zierenberg. Der leichte Rundweg ist 5 Kilometer lang; als Dauer sind etwa 1 Stunde und 30 Minuten angegeben. Er kommt ohne Steigungen aus und führt durch offene Buschlandschaft sowie durch schattige Fichten- und Kiefernbestände. Angelegt wurde er vor über 60 Jahren. Die Weglänge und die angegebene Dauer machen ihn zu einer klar umrissenen Alternative zur 16,5 Kilometer langen Extratour. Weite, abwechslungsreiche Blicke ins Umland gehören ebenfalls zu den beschriebenen Eigenschaften des Alpenpfads.

Gesteinslandschaft und Ausblicke

Das Naturschutzgebiet Dörnberg ist von Formationen aus Buntsandstein, Muschelkalk und Tertiär geprägt. Auf seinen flachgründigen, steinigen Böden haben sich botanisch bemerkenswerte Trockenrasengesellschaften entwickelt. Wer sich für die Landschaft interessiert, findet hier also mehr als eine Abfolge von Höhen und Aussichtspunkten: Auch die unterschiedlichen Gesteine und die daran gebundenen Pflanzengesellschaften gehören zum Charakter des Gebiets.

Oberhalb von Zierenberg steht auf dem 461 Meter hohen Großen Schreckenberg ein Aussichtsturm. Der mittelalterliche Wartturm wurde nach seinem Verfall 1911 wieder aufgebaut und 1991 saniert. Von seiner Aussichtsplattform reicht der Blick über Zierenberg im Warmetal. Mit den Ausblicken von den Helfensteinen eröffnet der Turm eine weitere Perspektive auf die Umgebung, ohne dass beide Aussichtspunkte als gemeinsame Route verstanden werden müssen.

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Fachwerk und Stadtkirche

Auch die Baugeschichte macht Zierenberg zu einem interessanten Ziel. Das historische Rathaus wurde 1450 von Meister Henrich Brant erbaut und gilt als ältestes noch erhaltenes Fachwerk-Rathaus Hessens. Das Steinhaus, auch Steinkammer, Steinscheune oder Steinwerk genannt, ist das älteste Haus Zierenbergs und wurde um 1300 erbaut. Rathaus und Steinhaus zeigen unterschiedliche Bauformen aus verschiedenen Jahrhunderten.

Der Bau der evangelischen Zierenberger Stadtkirche begann 1293 unter Landgraf Heinrich I. im gotischen Stil. Ihr Westturm ist 45 Meter hoch. Im Inneren befinden sich Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Sie wurden 1934 wieder freigelegt und anschließend von 1958 bis 1961 sowie von 1997 bis 2006 aufwendig restauriert. Bei einer buchbaren Kirchenführung erfahren Sie etwas über die Baugeschichte und die Malereien. Außerdem sind der Aufstieg auf den Turm und die Besichtigung der Türmerstube möglich; von dort reicht der Blick auf das Dörnbergmassiv und ins Warmetal.

Weitere Entdeckungen

Das im August 2009 eröffnete Naturparkzentrum Habichtswald befindet sich im ehemaligen Jugendhof. Zu seinen Themen gehören die naturräumlichen, geschichtlichen und geologischen Voraussetzungen des Naturparks sowie Freizeit- und Veranstaltungsangebote. So ergänzen Informationen über die Region die Eindrücke aus Landschaft und Ortsgeschichte.

Auch diese Orte können Sie entdecken: Reinhardshagen, Naumburg/ Hessen, Kassel, Trendelburg, Niestetal, Liebenau, Oberweser und Baunatal.

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