Stockstadt am Rhein entdecken
Unterkünfte in Stockstadt am Rhein
In Stockstadt am Rhein reichen die Entdeckungsthemen von den Wegen im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue bis zur letzten erhaltenen Pferdekopfpumpe aus der Erdölförderzeit. Naturraum und Ortsgeschichte bieten unterschiedliche Schwerpunkte für die Urlaubsplanung – von Touren zu Fuß oder mit dem Rad bis zu Einblicken in die Geschichte des Hofguts Guntershausen.
Landschaft NSG2022 Kühkopf-Knoblochsaue (Rheinauen Stockstadt am Rhein) Schwedensäule (2)
Foto: World~in~my~eyecatch alias Sandy Meyer via Source, CC BY-SA 4.0
Kühkopf-Knoblochsaue: Auenlandschaft und Wege
Das fast 24 Quadratkilometer große Auenschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue umfasst die Rheininsel Kühkopf und den nördlich anschließenden Auenkomplex der Knoblochsaue. Die Rheininsel Kühkopf wurde 1952 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im übergeordneten Reiseziel Groß-Gerau liegt das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue im Westen des Kreises entlang des Rheins. Es ist Hessens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet und dient zahlreichen Brut- und Zugvögeln als Brut- und Rastplatz.
Im Naturschutzgebiet gibt es rund 60 Kilometer Wanderwege, die alle auch für Radfahrer geeignet sind. Die ungefähre Gesamtlänge vermittelt eine Vorstellung vom Umfang des Wegenetzes; für die Tourenplanung können Sie sich zunächst daran orientieren, ob Sie die Gegend lieber zu Fuß oder mit dem Rad erkunden möchten. Die örtlichen Wegbedingungen gehören dabei zur Planung.
Kirche, Industriedenkmal und lokale Geschichte
Die Evangelische Kirche in Stockstadt stammt aus dem Jahr 1607, und ihr markanter Turm prägt das Ortsbild. Zur Kirche gehört eine im 19. Jahrhundert erbaute Dreymann-Orgel mit einer Aeoline. Laut Beschreibung ist sie die einzige ihrer Art, die über dieses Register verfügt. Damit bietet die Kirche einen konkreten Anknüpfungspunkt für alle, die sich neben der Geschichte des Ortes auch für seine historischen Bauwerke und Instrumente interessieren.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte erinnert an die Erdölförderung: Am Bohrloch Stockstadt 38 auf dem Kühkopf steht die letzte erhaltene Pferdekopfpumpe aus dieser Zeit. Die Gemeinde beschreibt sie als Industriedenkmal. Zwei Herrensteine an den beiden Rheinufern erinnern an Landgraf Ludwig VIII., der am 10. März 1740 mit seinem Gefolge zu Fuß über den zugefrorenen Rhein schritt. Die Steine sind bis heute erhalten. Die Pferdekopfpumpe erinnert an die Erdölförderung, die Herrensteine an den historischen Rheinübergang von 1740.
Heimatmuseum Stockstadt am Rhein
Das Heimatmuseum befindet sich im ehemaligen Verwalterhaus des Hofguts Guntershausen auf dem Kühkopf. Seine Dauerausstellung behandelt die Geschichte des Hofguts, darunter den Besuch des russischen Zaren Nikolaus II. auf dem Kühkopf im Jahr 1903. Ein Nachbau einer Goldwaschbank veranschaulicht, wie früher im Rhein Gold gewaschen wurde. Weitere Themenbereiche widmen sich der Erdölförderung im Hessischen Ried und der Korbflechterei.
Ein eigener Raum im Heimatmuseum veranschaulicht die Notlandung des Luftschiffs LZ 4 von Graf Zeppelin im Jahr 1908 auf dem Rhein nahe dem Kühkopf, am Kornsand. Zusammen mit den Themen Erdölförderung und Goldwaschen öffnet das Museum damit mehrere Zugänge zur Geschichte der Region: Arbeit und Handwerk, das Hofgut und ein historisches Luftschiffereignis. Für die Urlaubsplanung lässt sich so ein Natur-Schwerpunkt mit einem Interesse an Orts- und Regionalgeschichte verbinden.
Naturwege und Spielplatz als weitere Schwerpunkte
Der Abenteuerspielplatz am Rheintor ist der größte Spielplatz Stockstadts und liegt direkt am Zugang zur Rheininsel Kühkopf. Die Ausstattung eines Spielplatzes kann sich ändern.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie den gewünschten Schwerpunkt mitdenken: Sollen die Wege im Schutzgebiet und Radtouren den Aufenthalt prägen, oder interessieren Sie sich stärker für Kirche und Museum? Stockstadt am Rhein bietet dafür konkrete Natur- und Geschichtsthemen, an denen sich die eigene Urlaubsplanung ausrichten lässt.
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