Großbeeren: Geschichte und Baukunst entdecken
Unterkünfte in Großbeeren
Großbeeren verbindet Erinnerungsorte mit einer markanten Architekturgeschichte. Der 32 Meter hohe Gedenkturm, die nach Plänen Karl Friedrich Schinkels errichtete Kirche und die stillgelegte Rieselanlage setzen unterschiedliche Akzente. Wenn Sie eine Reise planen, können Sie danach entscheiden, ob für Sie vor allem die Schlachtgeschichte, Baukunst oder ein Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte im Mittelpunkt stehen soll.
Erinnerungsorte und Bülow-Pyramide
Der Gedenkturm erinnert an die Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813. Er wurde 1913 zum 100. Jahrestag der Schlacht errichtet; das Museum im Erdgeschoss greift dieses Ereignis ebenfalls auf. Damit verbindet der Turm die Erinnerung an die Schlacht mit einem Museum im selben Gebäude. Von seiner Aussichtsplattform reicht der Blick bei gutem Wetter über 30 Kilometer weit ins Land. Die Höhe des Turms und die weite Sicht geben diesem Ort neben seiner historischen Bedeutung auch einen eigenen Aussichtsschwerpunkt.
Ein weiterer Erinnerungsort ist die Bülow-Pyramide auf dem Windmühlenhügel. Sie wurde 1906 errichtet und ist General von Bülow gewidmet. Beim Siegesfest Ende August findet jährlich der Bülow-Gedenklauf statt; Start und Ziel liegen an der Pyramide. Das Fest und der Lauf gehören damit zu einem wiederkehrenden lokalen Anlass, während die Pyramide selbst an eine einzelne historische Persönlichkeit erinnert. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet hier einen anderen Zugang als am Gedenkturm.
Die Schinkelkirche und ihre besondere Form
Die evangelische Schinkelkirche wurde von 1818 bis 1820 nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels im neugotischen Stil erbaut. König Friedrich Wilhelm III. wurde die Kirche als Dank für den Sieg in der Schlacht bei Großbeeren geschenkt. So ist ihre Entstehung mit derselben Schlacht verbunden, an die auch der Gedenkturm erinnert, doch die Kirche setzt einen eigenen architektonischen Akzent.
Ihr Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes. Auch die Inneneinrichtung wurde nach Plänen Schinkels ausgeführt. Im Vergleich zu den charakteristischen Feldsteinkirchen der Nachbarorte zeichnet sich die Schinkelkirche durch ihr exotisches Äußeres aus. Für Ihre Auswahl der Reiseeindrücke bietet sich damit ein klarer Kontrast: Sie können den Erinnerungsorten rund um die Schlacht die besondere Gestaltung eines Kirchenbaus gegenüberstellen. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann die verschiedenen Formen und Funktionen der Orte zum Anlass für gemeinsame Fragen über Geschichte und Architektur nehmen, ohne die Reise auf ein einziges Thema festzulegen.
Ein Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte
Die stillgelegte Rieselanlage Großbeeren ist ein wichtiges Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte. Ihre wichtigsten Bestandteile stehen seit 1999 unter Denkmalschutz. Die Anlage liegt am Ende der Trebbiner Straße, etwa zehn Gehminuten vom Gedenkturm im Zentrum Großbeerens entfernt. Diese ungefähre Gehzeit gibt eine konkrete Orientierung zwischen den beiden genannten Orten. Der historische Schwerpunkt unterscheidet sich zugleich von Turm und Kirche: Die Rieselanlage lenkt den Blick auf ein Zeugnis der Stadtgeschichte Berlins, während der Gedenkturm und die Schinkelkirche unmittelbar mit der Schlacht bei Großbeeren verbunden sind.
Welche Ortsgeschichte interessiert Sie besonders?
Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung kann es helfen, zuerst den gewünschten Charakter Ihrer Reise festzulegen und Ihre Besuche daran auszurichten.
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