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Temnitztal entdecken: Gutsparks, Dorfkirchen und Planetenmodell

Unterkünfte in Temnitztal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Temnitztal erschließt sich über Gutsparks, Dorfkirchen und ein Planetenmodell, das zu Fuß erkundet werden kann. Die Themen geben einem Aufenthalt unterschiedliche Akzente: Sie können Baugeschichte in den Ortsbildern entdecken oder sich dem Zusammenspiel von Weg und astronomischem Modell widmen. Auch für die Wahl einer Ferienwohnung lässt sich so der eigene Schwerpunkt bedenken.

File:Panorama Wildberg (Temnitztal) 2019 W.jpg File:Panorama Wildberg (Temnitztal) 2019 W.jpg Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Gutsparks und ein Weg entlang der Temnitz

Der Gutspark von Schloss Vichel wirkt bis heute fast wie ein Wald; ergänzt wurde er durch eine Obstbaumwiese. In Garz steht ein um 1700 entstandenes Herrenhaus, das im Süden von einem Gutspark flankiert wird. Ein 2022 beschriebener Fußweg führt von der Brücke im Gutspark Garz links entlang der Temnitz bis zum Vicheler Gutspark. Damit verbinden sich in den Ortsbildern Parklandschaft und Baugeschichte; der Weg selbst gibt einen konkreten Bezugspunkt für alle, die ihre Entdeckung zu Fuß gestalten möchten.

Das Planetenmodell Rohrlack–Vichel zu Fuß entdecken

Beim Planetenmodell Rohrlack–Vichel wird die Erde als Apfel auf einer Bahn zwischen den beiden Orten dargestellt; die Kirchen dienen als Wegmarken. Das Modell lässt sich zu Fuß erkunden. Seine Erdbahn ist in 365 Tagesschritte unterteilt, und an manchen Stellen in den Dörfern markieren Schautafeln diese mit fiktiven Daten. So kommen beim Erkunden Wegmarken und ein anschauliches Bild des Jahreslaufs zusammen. Wer sich für diese Idee interessiert, findet hier einen anderen Zugang zum Aufenthalt als bei der Beschäftigung mit den historischen Kirchenbauten.

Dorfkirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten

Die Kirche in Garz ist ein schlichter Saalbau mit südlichem Logenbau; sie wurde vermutlich 1727 unter Einbeziehung älterer Teile errichtet. In Kerzlin steht eine Backsteinkirche, die am 26. November 1913 eingeweiht wurde und eine Fachwerkkirche aus den Jahren 1723 bis 1728 ersetzte. Orgel und Glocken aus der alten Kirche wurden übernommen.

Die denkmalgeschützte Dorfkirche in Küdow ist ein mehrfach veränderter gotischer Feldsteinbau vom Ende des 13. Jahrhunderts. In Lüchfeld stammt die Fachwerkkirche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; ihr neugotischer Backsteinturm mit Spitzhelm wurde 1874 errichtet. Die heutige Kirche in Rohrlack entstand 1892 auf den Resten einer Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Zu ihren Merkmalen zählen Backsteinkanten und ein quadratischer Backsteinturm.

Die Kirche in Vichel wurde 1867 unter Mitwirkung von Ferdinand von Quast im Rundbogenstil der Berliner Schule errichtet. Der kreuzförmige Backsteinbau hat einen schmalen Westturm sowie Friese und Gesimse aus Sandstein. Die unterschiedlichen Materialien, Turmformen und Bauzeiten bieten mehrere konkrete Anhaltspunkte, um die Dorfkirchen nach ihren jeweiligen architektonischen Merkmalen zu unterscheiden.

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Historische Spuren in Garz, Rohrlack und Wildberg

In Wildberg sind bewaldete, hügelige Reste einer slawischen Burg aus dem 10. bis 13. Jahrhundert erhalten; Wildberg wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Vom mittelalterlichen befestigten Rittergut Garz ist ein Feldstein-Wohnturm aus dem 13. oder 14. Jahrhundert erhalten. Außerhalb von Rohrlack erinnern drei Betonteile mit der Aufschrift „Das Gericht“ an einen früheren Gerichts- beziehungsweise Richtplatz. Diese Hinweise erzählen von sehr unterschiedlichen Abschnitten der Ortsgeschichte: von einer frühen urkundlichen Erwähnung über mittelalterliche Anlagen bis zu einer Erinnerung, deren Hintergrund als Gericht oder Richtplatz beschrieben wird.

Der weitere Rahmen: Ostprignitz-Ruppin

Im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin gehören Weite und Stille, grüne Buchen- und Kiefernwälder, Wiesen, Alleen sowie zahlreiche Seen und Flüsse zum regionalen Landschaftsbild. Die Kyritz-Ruppiner Heide umfasst 12.000 Hektar auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und gehört seit 2021 zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Auch dieser Naturpark liegt teilweise auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und lädt zum Wandern und Radfahren ein. Damit lässt sich die Entscheidung für einen Aufenthalt in einen größeren regionalen Zusammenhang stellen, ohne die besonderen Park-, Kirchen- und Geschichtsthemen Temnitztals aus dem Blick zu verlieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Vielitzsee, Wittstock/Dosse, Fehrbellin, Langen, Lindow, Neuruppin, Kyritz, Heiligengrabe.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostprignitz-Ruppin.

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