Höhenland: Dorfgeschichte und Barnimlandschaft
Unterkünfte in Höhenland
Die Reiseplanung für Höhenland kann bei zwei Themen ansetzen: der Dorfgeschichte Wölsickendorfs und der Landschaft rund um Leuenberg. In Wölsickendorf begegnen Ihnen eine mittelalterliche Ersterwähnung, eine denkmalgeschützte Pfarrkirche und erhaltenswerte Bauensembles; bei Leuenberg prägen Hügelland, Binnenseen und Wälder die Umgebung. Welche dieser Seiten mehr Gewicht erhält, kann den Charakter Ihrer Urlaubstage mitbestimmen.
File:Dorfkirche Steinbeck (Höhenland) 2018 N.jpg
Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wölsickendorf: Geschichte im Ortsbild
Die Pfarrkirche in Wölsickendorf stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Sie ist aus regelmäßig behauenen Granitquadern errichtet und steht unter Denkmalschutz. Der Ort selbst wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt, damals unter den Namen „Welskendorp“ oder „Welsekendorff“. Die Zeitangaben lenken den Blick auf zwei unterschiedliche historische Fragen: wann die Kirche entstand und unter welchen Namen Wölsickendorf später schriftlich erscheint.
Nördlich und östlich des Angers bilden die Gutsanlage und die Feldsteingebäude erhaltenswerte Ensembles. Sie prägen das Dorfbild und schaffen am Dorfweiher einen zentralen Ort. Neben der Pfarrkirche tritt damit auch die Anordnung der Gutsanlage und der Feldsteingebäude als Teil des Ortsbildes hervor. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann hier einen einzelnen Sakralbau und ein Ensemble aus Guts- und Feldsteinarchitektur als unterschiedliche Formen des kulturellen Erbes betrachten.
Barnim, Gamengrund und Wanderwege
Für den Landschaftseindruck lohnt der Vergleich der beiden Orte. Wölsickendorf liegt auf der Hochfläche des Barnim und ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben. Westlich des Ortes durchzieht das Landschaftsschutzgebiet Gamengrund die Gemarkung. Leuenberg liegt ebenfalls auf dem Barnim-Plateau; dort prägen Hügelland, der tiefe Einschnitt des Gamengrunds mit seinen Binnenseen und ausgedehnte Wälder die Umgebung. So reicht der Blick von einer offenen, landwirtschaftlich geprägten Landschaft bis zu einem stärker gegliederten Wald- und Seenraum.
Im näheren Umfeld von Höhenland verläuft die 8. Etappe des 66-Seen-Wanderwegs zwischen Falkenberg und Leuenberg. Über weite Strecken führt sie unter Kiefern, Fichten und Laubbäumen; schmale Naturpfade und weiche Sandböden bestimmen ihren Wegcharakter. Damit setzt die Etappe einen anderen Schwerpunkt als die historischen Bauensembles in Wölsickendorf: Hier stehen Waldlandschaft und naturnahe Wege im Vordergrund. Wenn Sie Wandern in Ihre Reiseplanung einbeziehen, können Sie diese Unterschiede bei der Wahl Ihres Urlaubsschwerpunkts berücksichtigen.
Märkisch-Oderland als weiterer Reisehorizont
Im übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland ist das Brecht-Weigel-Haus in Buckow seit 1977 ein Museum. Das Literaturmuseum veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen; einzelne Angebote variieren. Wenn Sie ein bestimmtes Programm einplanen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
Auch die Wander- und Radwege in Märkisch-Oderland eröffnen eigene Themen. In der Märkischen Schweiz lassen sich der 17 km lange Natura Trail und die knapp 21 km lange zertifizierte Naturparkroute Märkische Schweiz erkunden. Die unterschiedlichen Streckenlängen bieten einen ersten Vergleich; die Wegbedingungen sollten Sie vor Ort prüfen. In Märkisch-Oderland sind außerdem Radtouren entlang des Oder-Neiße-Radwegs möglich. Die Hauptroute des Oderbruchbahn-Radwegs führt von Fürstenwalde/Spree oder alternativ von Müncheberg nach Wriezen. Sie verläuft durch die stille Landschaft des Oderbruchs und verbindet die Radreise zugleich mit den Anfängen des 20. Jahrhunderts und der Geschichte des Eisenbahnverkehrs.
Weitere Reiseziele entdecken:
Reichenberg, Georgenthal, Wriezen, Falkenberg, Vierlinden, Wulkow Bei Booßen, Küstriner Vorland, Bleyen-Genschmar
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.