Schönwalde-Glien: Waldwege und Kultur entdecken
Unterkünfte in Schönwalde-Glien
Schönwalde-Glien erschließt sich über unterschiedliche Entdeckungen: einen Waldpfad mit Stationen, Radrouten und Kulturspuren von der Wagner-Orgel bis zum historischen Stägehaus. So lassen sich Bewegung und Geschichte als verschiedene Schwerpunkte eines Aufenthalts betrachten. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie überlegen, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein oder Kunst, Architektur und Technikgeschichte ins Programm nehmen möchten.
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Waldwichtelpfad in Schönwalde-Glien ist mehr als drei Kilometer lang und hat elf Stationen. Er lässt sich als Naturrunde, Trimm-dich-Pfad oder Entdeckungsreise nutzen – drei unterschiedliche Akzente für denselben Weg. Von der Waldschule Pausin aus werden Waldwanderungen für Erwachsene und Kinder organisiert. Wenn Sie eine solche Wanderung einplanen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine.
Auch beim Radfahren unterscheiden sich die Anknüpfungspunkte: Der Havelland-Radweg verläuft direkt am MAFZ-Erlebnispark Paaren entlang, der 23 Hektar umfasst. Die Radwanderroute „Dörferkranz um den Krämer Forst“ führt durch Schönwalde-Glien und verbindet unter anderem Ortsteile mit Oberkrämer. Die Radtour Krämer Forst wiederum startet und endet in Schönwalde. Damit reicht die Auswahl vom Radweg am Park über eine Verbindung nach Oberkrämer bis zu einer Tour mit Start und Ziel in Schönwalde. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routenverläufe.
Baugeschichte, Kunst und Technik
In der Kirche von Schönwalde-Dorf befindet sich eine sehr gut erhaltene Wagner-Orgel aus dem Jahr 1739. Das Stägehaus in Paaren im Glien erzählt von einer anderen Seite der Ortsgeschichte: Es ist das älteste Haus des Ortsteils, das nach dem großen Dorfbrand von 1678 errichtet wurde. Das Gebäude ist ein havelländisches Mittelganghaus aus Fachwerk und Lehmwänden. Dort lässt sich auch die havelländische Kunst des Buttermachens besichtigen; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Möglichkeit zur Besichtigung.
In Perwenitz zeigt die Kulturmühle moderne Kunst und Landschaftsmalerei. Das aktuelle Ausstellungsprogramm sollten Sie vor einem Besuch prüfen. Geschichte begegnet auch in der Umgebung des Ziegenkrugs: Er war eine Posthaltestelle an der durch den Wald führenden Straße, die als „Hamburger Poststraße“ bekannt ist. Nahe dem Ziegenkrug wurde 1803 nach genauer Vermessung eine Sandstein-Postmeilensäule errichtet. Zusammen geben diese Orte Einblicke in verschiedene Themen – vom regionalen Hausbau und Kunsthandwerk bis zur historischen Postverbindung.
Eine technische Perspektive ergänzt die Kulturorte: Die Schleuse Schönwalde verbindet im Havelkanal die unterschiedlichen Wasserspiegelhöhen der Oberen und Unteren Havel-Wasserstraße und umgeht dabei das Berliner Stadtgebiet. Das Schleusenbauwerk steht damit für eine andere Art von Entdeckung als Orgel, Haus oder Kunst: Hier prägt die Funktion einer Wasserstraße den Blick auf den Ort.
Auch im übergeordneten Havelland
Wer den Blick über Schönwalde-Glien hinaus auf das übergeordnete Reiseziel Havelland richtet, findet am Südufer des Gülper Sees einen rund 1,5 Kilometer langen Lehrpfad zur Vogelbeobachtung. Illustrierte Informationstafeln begleiten den Weg. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst versammeln sich am Gülper See bis zu 100.000 Gänse und Hunderte Kraniche; hinzu kommen zahlreiche Watvögel, Enten und Silberreiher. Diese saisonale Vogelwelt setzt einen anderen Schwerpunkt als die Waldwege und Kulturorte in Schönwalde-Glien.
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