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Sonnewalde: Schlosspark und Stadtgeschichte

Unterkünfte in Sonnewalde

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sonnewalde verbindet Schlossgeschichte mit einem grünen Ortsbild: Das Vorderschloss, der anschließende Schlosspark und erhaltene Teile der Befestigung geben der Stadt ihren besonderen historischen Akzent. Wer gern draußen unterwegs ist und sich zugleich für regionale Geschichte interessiert, findet hier beides als konkrete Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.

File:20150429105MDR Sonnewalde Schloß.jpg File:20150429105MDR Sonnewalde Schloß.jpg Foto: Jörg Blobelt via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Heimatmuseum und Schlosspark

Im Vorderschloss Sonnewalde vermittelt das Heimatmuseum Stadtgeschichte und Alltag des 20. Jahrhunderts in zwanzig Räumen. Der Schwerpunkt unterscheidet sich damit von Museen, die einzelne Ereignisse oder technische Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen: Hier geht es um die Geschichte der Stadt und das Leben in einem bestimmten Jahrhundert. Das Heimatmuseum ist nicht regelmäßig geöffnet; Besuche und Führungen sind auf Anfrage möglich. Fragen Sie vor der Planung nach einem passenden Termin.

Unmittelbar an das Vorderschloss schließt der Schlosspark an. Sein bemerkenswerter Baumbestand umfasst auch teils seltene Baumarten; zwischen den alten, malerischen Bäumen liegen Teiche, die aus dem ehemaligen Schlossgraben hervorgegangen sind. Bäume und Wasser prägen so gemeinsam den Charakter des Parks. Der Schlosspark ist jederzeit frei zugänglich. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob sich die örtlichen Bedingungen geändert haben.

Auch erhaltene Bauteile machen den historischen Ort anschaulich: Am Schloss Sonnewalde können Teile der Wehrmauer, des Wassergrabens und eines Verteidigungsturms erkundet werden. Im Schlosspark bildet die Freilichtbühne jährlich zu Pfingsten den Rahmen für das Kultur- und Heimatfest. Wenn Sie Ihren Aufenthalt darauf abstimmen möchten, erkundigen Sie sich nach den konkreten Festterminen.

Kultur und Industriekultur im Reiseziel Elbe-Elster

Im Reiseziel Elbe-Elster ergänzen weitere Museen die Sonnewalder Stadtgeschichte um andere Perspektiven. Vier bedeutende Museen im Landkreis bilden seit Januar 2015 einen gemeinsamen Museumsverbund. Das Museum Mühlberg 1547 widmet sich dem Treffen der Heere im Jahr 1547, das den Verlauf der Reformation prägte, und trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel. So lässt sich ein Interesse an der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Sonnewalde einem anderen historischen Schwerpunkt in Elbe-Elster gegenüberstellen.

Für Industriekultur stehen unter anderem die Brikettfabrik Louise in Domsdorf und das Kraftwerk Plessa. Louise ist die älteste erhaltene Brikettfabrik Europas; dort können Besucher funktionierende historische Technik erleben und Dampfmaschinen entdecken. Das Kraftwerk Plessa zählt zu den ältesten Braunkohlekraftwerken Europas und ist in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Bei einem Besuch sind authentische Kraftwerkstechnik aus den 1920er-Jahren und der geführte Rundgang „Weg der Kohle“ mögliche Schwerpunkte. Die Tour führt durch Außenbunker, Kesselhaus, Turbinentisch, Schaltwarte und Transformatorenbereich. Plessa liegt außerdem an der Radroute „Kohle-Wind und Wasser-Tour“.

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Natur, Radwege und regionale Entdeckungen

Auch Naturbeobachtungen und Bewegung gehören zu den Möglichkeiten im übergeordneten Reiseziel Elbe-Elster. Bei Ausflügen mit einem Ranger der Naturwacht können Besucher Vogelstimmen erkennen, seltene Pflanzen finden und Tiere beobachten. Das Besucherbergwerk F60 liegt im Landkreis Elbe-Elster südlich von Lichterfeld. Gäste können den unmittelbar benachbarten Bergheider See mit dem Fahrrad, per Segway oder bei einem Spaziergang am langen Strand erkunden. Für eine andere Radtour führt die Elsterradtour als Rundtour an alten Mühlen vorbei und mitten durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die 200 Kilometer lange „Kohle-, Wind- und Wasser-Tour“ wiederum macht die Geschichte der Energiegewinnung mit den Elementen erlebbar.

In Schlieben treffen Weinbau und historische Kulturlandschaft aufeinander. Am Südhang des Langen Berges wird seit 1992 wieder Wein angebaut; inzwischen wachsen dort mehr als 2.000 Rebstöcke der Sorten Müller-Thurgau und Bacchus. Bei einer Führung können Besucher den Schliebener Wein kennenlernen und verkosten. Zur Geschichte des Weinorts gehört auch die Kellerstraße mit mehr als 30 Weinkellern, die seit etwa 1540 in den Langen Berg gegraben wurden. Eine weitere regionale Möglichkeit ist die 65 Kilometer lange Apfelroute mit einer Führung im Pomologischen Garten von Döllingen; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Termine.

Für die Wahl des Suchorts macht es einen Unterschied, ob Sie vor allem Schlosspark und Heimatmuseum in Sonnewalde erleben oder weitere Ziele im Reiseziel Elbe-Elster einbeziehen möchten. Für das Museum Mühlberg 1547 sind die Buslinien 433/437 ab Riesa, 536 ab Falkenberg beziehungsweise Bad Liebenwerda–Koßdorf und 565 ab Bad Liebenwerda angegeben. Vom Busbahnhof Mühlberg sind es etwa 300 Meter beziehungsweise vier Gehminuten. Prüfen Sie Fahrpläne vor der Reise. Wenn mehrere regionale Ziele auf Ihrem Plan stehen, betrachten Sie ihre jeweilige Lage und Anbindung bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung gemeinsam mit den vorgesehenen Ausflügen.

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