Marienfelde entdecken: Dorfkern, Natur und Geschichte
Unterkünfte in Marienfelde
Marienfelde verbindet einen ungewöhnlich gut erhaltenen historischen Dorfkern mit Landschaftsräumen und Orten, die Berliner Geschichte sichtbar machen. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann den Aufenthalt deshalb nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: auf Dorfkirche und ländliche Tradition, auf Naturbeobachtung oder auf die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.
Historischer Dorfkern mit besonderer Dorfkirche
Im Mittelpunkt des alten Dorfkerns steht die Dorfkirche Marienfelde. Sie gilt als älteste durchgängig erhaltene Dorfkirche im Stadtgebiet von Berlin und ist ein Baudenkmal, das auf 1229 datiert wird. Der Bau bewahrt eine spätromanische Dorfkirche mit frühgotischen Anbauten. In der Kirche finden regelmäßig Konzerte statt, sodass der Ort nicht nur wegen seiner Baugeschichte interessant ist.
Zum historischen Dorfkern gehört auch der Dorfanger Alt-Marienfelde, der heute zu den am besten erhaltenen Dorflagen von Berlin zählt. Ein anschauliches Stück ländlicher Geschichte ist der Bauernhof „Bauer Lehmann“. Das 1844 erbaute Wohnhaus ist weitgehend im Originalzustand erhalten; zu dem Hof gehören außerdem Stallungen für Pferde, Ziegen und Enten. Ein Eierautomat wird täglich mit frischen Eiern aus Freilandhaltung bestückt. Ebenfalls im Dorfkern liegt der 1830 errichtete Gasthof „Zur Grünen Linde“, eine bis heute betriebene ländliche Gastwirtschaft.
Feldmark, Freizeitpark und Wege durch die Landschaft
Die Marienfelder Feldmark ist der letzte Rest der früher im Bezirk weit verbreiteten Landwirtschaftsflächen. Heute ist sie als strukturreicher Lebensraum und Fortpflanzungsstätte für seltene Vogelarten ausgewiesen. Dazu zählen Neuntöter, Feldlerche und Haubenlerche. Der Freizeitpark Marienfelde ergänzt dieses Landschaftsbild mit Gewässern, Gehölzen und Wiesenflächen, die bedrohten Tieren, seltenen Vögeln und geschützten Pflanzen als Rückzugsgebiet dienen.
Im westlichen Teil des Freizeitparks gibt es einen etwa 1,5 Kilometer langen Naturerlebnispfad mit neun Informationsstationen. Die überschaubare Strecke lässt sich als eigener Naturbaustein in einen Ausflug einplanen, während der Teltower Dörferweg eine deutlich größere Perspektive eröffnet: Der 48 Kilometer lange Weg von Dorf zu Dorf verläuft über Zehlendorf, Lichterfelde, Marienfelde, Lichtenrade, Buckow, Rudow und Spindlersfeld in Köpenick.
Auch der Gutspark Marienfelde trägt zur historischen Landschaft von Marienfelde bei. Er wurde nach 1844 von Adolf Kiepert angelegt und nach 1865 noch vergrößert. Von April bis Oktober bietet die Naturwacht Berlin e.V. Führungen, Projekttage und Informationsveranstaltungen auf der Naturschutzstation Marienfelde, im angrenzenden Freizeitpark Marienfelde und in der Marienfelder Feldmark an.
Erinnerungsort zur deutsch-deutschen Geschichte
Das Notaufnahmelager Marienfelde wurde 1953 gegründet. Bis 1990 passierten 1,35 Millionen Menschen das Lager. Die Ausstellung in der Erinnerungsstätte dokumentiert auf rund 450 Quadratmetern die Geschichte der deutsch-deutschen Fluchtbewegung. Mehr als 900 Exponate behandeln Ursachen, Verlauf und Folgen dieser Bewegung.
Neben der ständigen Ausstellung bietet die Erinnerungsstätte regelmäßig Sonderausstellungen sowie ein vielfältiges Veranstaltungs- und Bildungsprogramm. Damit setzt Marienfelde einen klaren historischen Schwerpunkt, der sich gut mit der Erkundung des Dorfkerns und der Landschaft verbinden lässt. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Marienfelde können Sie daher überlegen, ob Sie eher die ruhige Dorfgeschichte, Naturbeobachtung oder die politische Vergangenheit des Ortes in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten.
Weitere Ziele derselben Übersicht
Für Ihre weitere Suche können Sie auch Velten, Friedenau, Buckow, Berlin-Prenzlauer Berg, Berlin-Neukölln, Altglienicke, Charlottenburg und Bohnsdorf aufrufen.
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