Hohenberg an der Eger: Burg, Porzellan und Wege an der Eger
Unterkünfte in Hohenberg An Der Eger
Hohenberg an der Eger verbindet Burgengeschichte, Porzellankultur und Wege durch die Landschaft an der Eger. Wer für den Urlaub eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus sucht, kann hier unterschiedliche Tage miteinander verbinden: historische Orte entdecken, am Fluss unterwegs sein, einen Themenweg wählen oder die regionale Porzellantradition kennenlernen.
Burg, Porzellan und besondere Ortsgeschichte
Die Burg Hohenberg an der Eger wurde zwischen 1170 und 1222 zum Schutz einer alten Handelsstraße erbaut. Diese führte von Osten über die Stadt Eger, das heutige Cheb, an Hohenberg vorbei. Damit erzählt die Burg nicht nur von mittelalterlicher Befestigung, sondern auch von der historischen Bedeutung des Ortes an einer Verbindung zwischen Regionen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Porzellanikon in Hohenberg an der Eger. Es befindet sich in der ehemaligen Villa von Carl Magnus Hutschenreuther und vermittelt die Geschichte der regionalen Porzellanindustrie. Beim Besuch des Werksverkaufs können Sie außerdem die Besonderheiten des Dibbern-Porzellans unmittelbar kennenlernen. Für Reisende, die Kultur und handwerkliche Traditionen schätzen, ergibt sich daraus ein eigener Ausflugsschwerpunkt neben den Wanderwegen.
Auch kleinere Bau- und Erinnerungsorte geben dem Aufenthalt ein unverwechselbares Gepräge. Das Confinhaus bei der Hohenberger Hammermühle ist eine ehemalige Quarantänestation aus dem späten 18. Jahrhundert. Sein Obergeschoss ist in Fachwerk ausgeführt, während das Satteldach später verändert wurde. An der Egerbrücke bei der Pfeiffermühle steht eine 2,40 Meter hohe Dudelsackpfeifer-Skulptur aus Muschelkalk. Sie wurde im November 1963 aufgestellt und erinnert an böhmische Musikanten, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert im Sommer nach Bayern zogen.
Wandern an der Eger und im Naturpark
Der Themen-Wanderweg „Kaiserweg“ beginnt in Hohenberg und verläuft entlang der Eger. Informationstafeln greifen Geologie, Natur und Kulturgeschichte des Egertals auf. Wer eine Rundtour mit wechselnden Landschaftseindrücken sucht, findet mit dem Rundwanderweg 1 eine andere Möglichkeit: Er folgt der Eger flussabwärts und führt über einen steilen Aufstieg durch den Naturpark Kocherrangen mit Talblicken zurück zum Burgplatz. Die Angabe zum steilen Aufstieg hilft Ihnen dabei, die Tour passend zu Ihrer Tagesplanung auszuwählen.
Der Rundwanderweg 7 führt am Wasserkraftwerk Hirschsprung vorbei und anschließend zu einer Brücke in Richtung Gut Blumenthal. Über diese Brücke geht es auf die andere Uferseite zurück; nach einer Abzweigung verläuft der Weg direkt am Ufer in das Wellerthal. So können Sie zwischen einer Tour mit deutlichem Anstieg und einem Weg mit Fluss- und Uferabschnitten wählen, ohne beide Erlebnisse in einen einheitlichen Schwierigkeitsgrad einzuordnen.
Zur Landschaft gehören auch die Carolinenquelle und die Egerauen. Die Carolinenquelle ist eine heilkräftige Mineralquelle auf der „Kuppelwiese“ im Naturpark „Kocherrangen“, nur wenige Meter von der Eger entfernt. Von einem Parkplatz führt eine Forststraße in die Egeraue hinunter; die Quelle ist von dort in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Vor Ort stehen weitere Schautafeln, darunter eine des Geoparks. Der Steinberg erhebt sich westlich der Stadt, ist 653 Meter hoch und liegt im Naturpark Fichtelgebirge. Der Heiligenberg ist als geschütztes Geotop von hohem geowissenschaftlichem Wert ausgewiesen. Die Eger schafft mit ihren unterschiedlichen Nährstoffgehalten artenreiche Lebensräume; die Auen sind durch Flussablagerungen nährstoffreich.
Kulturorte für unterschiedliche Reisetage
Die Kirche St. Elisabeth entwickelte sich aus einer kleinen Kapelle, die zur Burg gehörte und ursprünglich der Pfarrei Arzberg unterstand. Eine Kirchenvisitation erwähnte sie 1508 erstmals als „Kapelle der seligen Jungfrau bei der Burg Hohenberg“. Zur Innenausstattung gehören ein 1949 von Marianne Wendt geschaffener Altar, eine Kanzel und ein Taufstein aus rötlicher Terrakotta sowie ein 1952 von Albert Sterr geschnitztes Flügelretabel aus Eichenholz. Die Fatima-Kapelle wurde 2005 unter einer Eiche errichtet und im selben Jahr mit einer gestifteten Fatima-Madonna eingeweiht. Der Fatima-Gebetskreis trifft sich jeden Monat am 13. zu einer Andacht und betet den Rosenkranz.
Für Familien bietet der 2023 eröffnete Sakura-Aktivpark einen zusätzlichen Anlaufpunkt: Dort gibt es Spielgeräte für kleine Kinder und Fitnessstationen für Seniorinnen und Senioren. Besonders eindrucksvoll ist der Park während der Kirschblüte im April. Der „Milchhof“ beherbergt heute das Stadtarchiv und dient als Lernort für die Geschichte Hohenbergs.
Hohenberg als Ausgangspunkt für Ihre Unterkunftssuche
Welche Ferienwohnung oder welches Ferienhaus zu Ihrer Reise passt, hängt in Hohenberg an der Eger vor allem von Ihrem gewünschten Tagesrhythmus ab. Wenn Sie Burg, Kirche, Porzellanikon und historische Bauwerke verbinden möchten, liegt Ihr Schwerpunkt auf Kultur und Ortsgeschichte. Für aktive Tage bieten der Kaiserweg, die Rundwanderwege und die Ziele an der Eger konkrete Anregungen. Wer Naturbeobachtungen und geologische Besonderheiten sucht, kann Carolinenquelle, Steinberg, Heiligenberg und die Egerauen in die Planung aufnehmen.
Auch die Anreise lässt sich in die Entscheidung einbeziehen: Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn über die Haltestelle Schirnding sowie mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 erreichbar. Wanderer und Radfahrer, die seit dem 1. März 1996 den Grenzübergang bei der Hammermühle nach Tschechien nutzen, kommen vor der Überquerung der Egerbrücke am Confinhaus vorbei. So bietet der Ort historische Entdeckungen, Flusslandschaft und verschiedene Tourformen als Grundlage für eine individuell geplante Reise.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schirnding.