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Rottendorf: Wasserschloss, Dorfmuseum und Wege

Unterkünfte in Rottendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Rottendorf verbindet historische Orte mit verschiedenen Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad zu entdecken. Das Wasserschloss mit Bürgergarten, ein kleines Dorfmuseum und mehrere ausgeschilderte Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für Ihre Reiseplanung können Sie überlegen, ob Sie vor allem Baugeschichte und Ausstellungen kennenlernen oder Zeit für Wander- und Radtouren einplanen möchten.

Wasserschloss und Bürgergarten

Das Wasserschloss mit Bürgergarten zählt zu den ältesten Gebäuden Rottendorfs und wurde vor 1500 errichtet. Die „Burck“, wie das ehemalige Wasserschloss bezeichnet wird, war ursprünglich mit einer Mauer befestigt und bis 1580 von einem Wassergraben umgeben. Am Eingang ist noch heute ein Wappenstein von Lamprecht von Bibra zu sehen. Wer historische Details gern am Ort entdeckt, findet hier sowohl die überlieferte Gestalt der Anlage als auch ein sichtbares Zeichen ihrer Geschichte.

Nach der Grundsteinlegung 2012 wurde das Wasserschloss renoviert und zu einer Bücherei mit Lesecafé sowie einem Mehrzwecksaal für gemeinschaftliche Veranstaltungen und Trauungen umgebaut. Zum Bürgergarten gehört ein Rundweg entlang der Einfriedungsmauer. Im Süden befindet sich ein Seerosenbecken; an der Nordseite des inneren Mauerrings stehen eine stationäre Bühne und ihr gegenüber Sitzränge für Theatervorstellungen. So prägen neben der Geschichte auch die konkrete Gestaltung des Gartens das Bild des Schlosses.

Auch das Rottendorfer Käppele bietet einen eigenen historischen Bezug. An seiner Stelle wurde 1625, mitten im Dreißigjährigen Krieg, ein kleines Kapellchen errichtet, das damals „Heiligen-Häuslein“ genannt wurde und etwa 15 Personen Platz bot. Das heutige Käppele wurde 1753 begonnen und 1754 auf den Titel der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht. Die beiden Zeitangaben erzählen von unterschiedlichen Bauphasen am selben Ort.

Dorfmuseum und bäuerlicher Alltag

Der Rottendorfer Kulturstall in der Hauptstraße 14 ist ein kleines Dorfmuseum zur bäuerlichen Arbeits- und Lebenswelt von 1800 bis 1950. Seine Ausstellung reicht von Viehhaltung und Hofwirtschaft über Bodenbearbeitung, Saat und Ernte bis zu Weinbau und Hauswirtschaft. Dazu kommen Geräte historischer Handwerksberufe: Büttner, Zimmermann, Wagner, Schreiner, Schuster und Frisör. Das macht den Kulturstall zu einer passenden Ergänzung, wenn Sie sich neben Gebäuden auch für frühere Tätigkeiten und das Alltagsleben interessieren.

Wanderwege mit unterschiedlichen Längen

Der Rundwanderweg „Kronstadter Boden“ erschließt den südlichen Teil der Gemarkung Rottendorf und ist etwa 12,9 Kilometer lang. Er beginnt und endet an der Straße „Am Marienheim“; dort und in der Nähe stehen Parkplätze zur Verfügung. Die Angabe zur Länge hilft Ihnen, diesen Weg von den kürzeren benannten Routen zu unterscheiden und Ihre Tagesplanung daran auszurichten.

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Der Rundwanderweg „Von Kirche zu Kirche“ ist etwa 6,2 Kilometer lang und an einem gelben Querbalken auf weißem Grund zu erkennen. Er führt zu drei Kirchen, wobei er an zwei Kirchen vorbeiführt, außerdem zu zwei Kapellen und zahlreichen Bildstöcken in Rottendorf. Der „Rothofwanderweg“ ist etwa 6,1 Kilometer lang und mit einem blauen Querbalken auf weißem Grund gekennzeichnet. Er erschließt Rothof, das als beliebtes Ausflugsziel der Rottendorfer Bürger gilt. Länge und Markierungsfarbe geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie zwischen diesen Wegen wählen.

Mit dem Rad unterwegs

Die Radwege in Rottendorf sind in das interkommunale Pedelec- und Radverkehrsnetz eingebunden. In der Gemarkung sind verschiedene Radwege ausgebaut und mit Kilometerangaben ausgeschildert; außerdem ist Rottendorf an den Maintal-Radweg angebunden. Genannte Verbindungen führen von Rottendorf nach Würzburg, nach Gerbrunn und zum Maintalwanderweg, über Biebelried nach Kitzingen, zum Mainfrankenpark sowie über Effeldorf nach Dettelbach. Für Ihren Radtag können Sie zwischen diesen Zielen wählen.

Eine weitere lokale Besonderheit ist das Rottendorfer Konzept der „Probierbäume“. Rote Banderolen an Obstbäumen sollten anzeigen, an welchen Bäumen im Herbst reife Früchte für den persönlichen Bedarf gepflückt werden konnten beziehungsweise dafür vorgesehen waren. Für Ihre Reiseplanung ist dabei vor allem der jahreszeitliche Bezug interessant: Die Idee knüpft an die Obsternte im Herbst an.

Wenn Sie weitere Orte in Ihre Suche einbeziehen möchten, finden Sie hier auch Röttingen, Helmstadt, Giebelstadt, Höchberg, Eibelstadt, Reichenberg, Hausen Bei Würzburg und Veitshöchheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Würzburg.

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