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Wessobrunn: Klostergeschichte, Kirchenkunst und alte Bäume

Unterkünfte in Wessobrunn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wessobrunn erschließt sich über sehr unterschiedliche Spuren seiner Geschichte: das ehemalige Benediktinerkloster, barocke und mittelalterliche Kunstwerke sowie alte Bäume und ein Wald mit vielen Eiben. Wer den Ort auswählt, kann den Aufenthalt deshalb auf Kultur, Natur oder beides ausrichten. Besonders anschaulich wird die Klostergeschichte an konkreten Orten und Werken, deren Entstehungszeiten mehrere Jahrhunderte umfassen.

File:Zellsee Wessobrunn 01.jpg File:Zellsee Wessobrunn 01.jpg Foto: Edelmauswaldgeist via Wikimedia Commons, CC0

Klostergeschichte und Einblicke vor Ort

Im alten Rathaus, dem früheren Schulhaus von Wessobrunn, befindet sich ein Informationszentrum für Besucher. Es stellt die Geschichte des Klosters und die Bedeutung der Wessobrunner Künstler vor. Eine andere Perspektive bieten Führungen durch den Prälatentrakt des Klosters: Dazu gehören die Besichtigung des Magdalenensaals und des Tassilosaals. Die erhaltenen Innenräume des Klosters weisen barocke Stuckaturen und Raumdekorationen auf. Wer sich für Gestaltung und Kunst interessiert, findet hier einen konkreten Anlass, Wessobrunn nicht nur über seine Klostergeschichte, sondern auch über seine Innenräume kennenzulernen.

Auch weitere Bauwerke und Kunstwerke lassen sich mit bestimmten Namen und Daten verbinden. In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist schuf Thassilo Zöpf die Stuckausstattung und die Altäre. Johann Baptist Baader fertigte dort die Fresken in den Jahren 1758 und 1759. In der Kirche befindet sich außerdem das spätromanische Wessobrunner Kreuz, das um 1250 von einem unbekannten Künstler geschaffen wurde.

Brunnenhalle, Kapelle und religiöse Erinnerungsorte

An den Drei Quellen steht eine offene, dreibögige Brunnenhalle, die 1735 nach Plänen von Joseph Schmuzer erbaut wurde. In der Halle befinden sich ein Gemälde zur Gründungslegende und eine Klosteransicht nach dem Idealplan von Johann Schmuzer. Die Drei Quellen fließen in Kreuzesform zusammen und wurden über viele Jahrhunderte hinweg verehrt. So treffen an diesem Ort eine bauliche Gestaltung, Bildmotive und eine lange religiöse Überlieferung aufeinander.

Die Kreuzbergkapelle erinnert an die 955 von den Ungarn ermordeten Mönche. Eine Steinplatte an der Ostseite ihres Turms erinnert an die Erbauungszeit der Kapelle im Jahr 1595; Matthäus Günther schuf 1771 das Deckenfresko. Eine andere Entstehungsgeschichte hat die Mariengrotte: Sie wurde 2009 aus Tuffsteinen der ehemaligen Klosterkirche erbaut und am 11. Oktober 2009 vom Augsburger Bischof geweiht. In ihr befindet sich eine Kopie der Statue „Mutter der Heiligen Hoffnung“, die um 1235 bis 1250 entstand.

Im Erdgeschoss des mittelalterlichen Glockenturms, der auch Römerturm oder „Grauer Herzog“ genannt wird, befindet sich ein Lapidarium. Zu sehen sind dort mittelalterliche Steinfragmente aus abgebrochenen Teilen des Klosters und der Klosterkirche. Das Lapidarium ist von April bis Oktober kostenlos bis zum Eingangsgitter zugänglich. Diese Begrenzung ist hilfreich, wenn Sie Ihren Besuch planen und zwischen geführten Einblicken, Kunstwerken und einem Ort mit ausdrücklich begrenztem Zugang unterscheiden möchten.

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Tassilolinde und Paterzeller Eibenwald

Zum Naturthema gehört die Tassilolinde, eine etwa 17 Meter hohe Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) mit einem Stammumfang von ungefähr 14 Metern. Ihr Alter wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt. Seit 1980 ist sie als Naturdenkmal geschützt; im Oktober 2023 wurde sie zum Nationalerbe-Baum ausgerufen.

Der Paterzeller Eibenwald ist ein naturnaher, gemischter und mehrschichtiger Wald mit vielen alten Eiben. In der zugehörigen Gemeinde führt der 1995 angelegte Eibenlehrpfad an den markantesten Stellen des Waldes vorbei. Damit stehen neben den historischen Bauwerken und Kunstwerken auch ein Wald und ein Lehrpfad als eigene Naturthemen zur Wahl. Familien, die unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen möchten, können bei der Planung entscheiden, ob Klostergeschichte, Kirchenkunst, alte Bäume oder der Wald den Schwerpunkt bilden sollen.

Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Wessobrunn kann diese Interessenwahl ein sinnvoller Ausgangspunkt sein: Sie können den Ort wegen seiner Kulturgeschichte wählen, wegen seiner Naturmerkmale oder wegen der Kombination beider Themen. Die beschriebenen Sehenswürdigkeiten unterscheiden sich dabei deutlich: von Stuck und Fresken über mittelalterliche Steinfragmente bis zur Tassilolinde und zum Eibenwald.

Weitere Orte zur Orientierung: Altenstadt, Raisting, Schongau, Polling, Bernbeuren, Penzberg, Wielenbach, Peißenberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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