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Huglfing: Landschaft, Steine und Kultur

Unterkünfte in Huglfing

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Huglfing verbindet die Landschaft des Pfaffenwinkels mit Spuren einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Zwischen sanften Moränenhügeln und weiten Wiesen liegt am südöstlichen Ortsrand ein besonderes Quellmoor; Pfarrkirche und Sebastianskapelle erzählen von unterschiedlichen Bau- und Umbauphasen. Wer mit der Familie unterwegs ist, kann den Stein-Erlebnisweg mit seinen Informationen und Spielstationen zum Thema Stein entdecken. Natur, Baugeschichte und ein thematischer Weg setzen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Urlaubstage.

Innenraum der Pfarrkirche St. Magnus in Huglfing Der Innenraum der Pfarrkirche St. Magnus in Huglfing. Foto: Ricardalovesmonuments via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Moorlandschaft und Geologie

Am südöstlichen Ortsrand tritt Quellwasser aus würmzeitlichen Schottern aus. In einer Senke bildeten sich dadurch ein flaches Moor und Kalkabscheidungen. Das Quellmoor ist ein flächenhaftes Naturdenkmal und gilt als heimatkundlich und touristisch bedeutendes Geotop. Wer sich für die Entstehung und Eigenart einer Landschaft interessiert, findet hier einen anderen Zugang zu Huglfing als beim Blick auf die Dorfgeschichte oder die Kirche. Moor, Quellwasser und Kalkablagerungen stehen dabei als konkrete geologische Themen nebeneinander; zugleich prägen sanfte Hügel und weite Wiesen die Landschaft des Pfaffenwinkels.

Auch Huglfings Auszeichnung im europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe gehört zum Bild des Ortes: Die Gemeinde erhielt die Goldmedaille plus für herausragende Dorfgestaltung, Nachhaltigkeit und bürgerschaftliches Miteinander. Für die Reiseplanung eröffnet das einen weiteren Blickwinkel auf Huglfing – neben den Natur- und Kulturthemen auch den auf die Gestaltung des Dorfes und das Miteinander vor Ort.

Stein entdecken: ein Weg mit Informationen und Spielstationen

Der Stein-Erlebnisweg rund um Huglfing greift den Kies- und Tuffsteinabbau auf. An Stellen des gegenwärtigen oder früheren Abbaus bietet er Informationen und Spielstationen zum Thema Stein. So verbindet der Weg Wissenswertes mit spielerischen Elementen, ohne dass Sie sich auf nur eine Art des Entdeckens festlegen müssen. Für einen Ausflug mit Kindern sind die Spielstationen ein konkreter Anknüpfungspunkt; wer sich besonders für die Geschichte der örtlichen Steingewinnung interessiert, kann den Blick auf die Informationen entlang des Weges richten.

Der Verlauf führt in den Ortsbereich von Huglfing und über die Steinbruchstraße zurück zum Bahnhof. Diese Wegführung gibt eine klare Orientierung: Der Stein-Erlebnisweg bezieht sowohl den Ort als auch die Steinbruchstraße ein und endet wieder am Bahnhof. Wenn Sie Ihre Urlaubstage nach unterschiedlichen Interessen gestalten möchten, bietet der Weg damit einen eigenen Schwerpunkt neben einem Besuch der Kirchen oder einer Beschäftigung mit dem Quellmoor.

Kirchen mit verschiedenen Bauphasen

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Magnus steht als denkmalgeschütztes Gotteshaus unter Denkmalschutz. Ihr Turm stammt von einem romanischen Vorgängerbau aus der Zeit um 1100. Die spätere gotische Kirche entstand 1501 und wurde 1773 sowie 1843 umgebaut, verlängert und im Rokokostil umgestaltet. An St. Magnus lassen sich so mehrere historische Schichten unterscheiden: der romanische Turm, die spätere gotische Kirche und die Umgestaltungen im Rokokostil. Wenn Sie sich für Kirchenbau und Veränderungen über die Jahrhunderte interessieren, liefert die Kirche einen besonders konkreten Anhaltspunkt.

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Eine eigene Geschichte hat die Sebastianskapelle. Sie wurde zwischen 1573 und 1606 als Grabkapelle für die Edlen von Romegg angebaut. 1773 wurde sie umgestaltet, 1882 erneut umgebaut und dem heiligen Sebastian gewidmet. Von 2016 bis 2022 wurde die Kapelle umfassend renoviert. Die aufeinanderfolgenden Daten machen deutlich, dass ihre Geschichte nicht auf eine einzelne Bauphase beschränkt ist. Zusammen mit St. Magnus bietet sie einen weiteren Blick auf Huglfings religiöse Baugeschichte; die beiden Kirchen unterscheiden sich dabei in den überlieferten Entstehungs- und Veränderungsphasen.

Kunst und Kultur im alten Stellwerk

Der Kunst- und Kulturverein ausstellwerk Huglfing e.V. befindet sich im alten Stellwerk und im Lagerschuppen des Bahnhofs Huglfing. Der Verein hat Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen durchgeführt. Mit der Vortragsreihe „Bild und Wort“ begann er im Winter 2012/2013; seit der Gründung des Vereins fanden jährlich regelmäßig drei Vorträge zu unterschiedlichen Themen statt. Der Ort im alten Stellwerk und im Lagerschuppen verbindet den Vereinsnamen mit den Räumen am Bahnhof. Wenn Sie Ihre Reise eher kulturell ausrichten möchten, stehen damit neben den Kirchen auch Ausstellungen, Veranstaltungen und Vorträge als Huglfinger Themen zur Auswahl.

Weitere Orte entdecken

Für weitere Ziele können Sie auch diese Orte entdecken: Hohenpeißenberg, Raisting, Seeshaupt, Penzberg, Wielenbach, Peiting, Weilheim In Oberbayern und Oberhausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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