Kirchheim i.Schw.: Fuggerschloss und Ortsgeschichte
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Kirchheim i.Schw. erzählt seine Geschichte über markante Bauwerke und Details aus verschiedenen Jahrhunderten. Das weithin sichtbare Fuggerschloss ist das Wahrzeichen des Ortes und wird auch „der bayerische Escorial“ genannt. Pfarrkirche, Kapellen, Rathaus und Marktplatz ergänzen dieses Bild um sakrale Kunst und Spuren der Ortsgeschichte. Wenn solche Entdeckungen Ihren Urlaub prägen sollen, können Sie Kirchheim gezielt in die Suche nach einer Ferienwohnung einbeziehen.
Fuggerschloss: Baugeschichte und Zedernsaal
Das heutige Fuggerschloss entstand an der Stelle einer mittelalterlichen Burg: Johannes Fugger ließ diese zwischen 1578 und 1587 weitgehend abbrechen und das Schloss errichten. 1601 stiftete der Sohn des Schlossbauers Marcus Fugger ein Dominikanerkloster. Schloss, Kloster und Kirche bildeten damit eine Einheit, die als „Schwäbischer Escorial“ bezeichnet wird. So lässt sich die Geschichte des Ortes nicht nur an einem einzelnen Gebäude, sondern an einem gewachsenen Zusammenspiel von Bauwerken ablesen.
Der Zedernsaal ist der repräsentativste Raum des Schlosses. Zu seinen Merkmalen zählen eine Holzdecke, überlebensgroße Terrakottafiguren, ein Kamin und mächtige Portale. Auch die Raumfolge ist ein eigener Teil der Architektur: Vom Hauptportal führt sie durch die sogenannte Toskanische Säulenhalle zum Zedernsaal. Während der Sommermonate wird die Akustik des Fuggerschlosses bei zahlreichen Konzerten erlebbar. Wenn Sie ein Konzert in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie die Termine für Ihren gewünschten Zeitraum.
Eine historische Darstellung mit anderem Schwerpunkt bietet das Landsknechtsfähnlein des TSV Kirchheim. Der Verein gründete die Gruppe 1994 zum Jubiläum „450 Jahre Marktwappen“. Landsknechte und Marketenderinnen in bunten, geschlitzten Gewändern stellen darin die frühe Renaissance um 1540 dar. Die dargestellte Epoche verbindet so die Geschichte des Schlosses mit Kleidung und Figuren ihrer Zeit.
Kirchheimer Spuren aus mehreren Jahrhunderten
In der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul befindet sich im Chorraum das Hochgrab des Schlosserbauers Hans Fugger. Es gilt als eine der schönsten Renaissanceplastiken Süddeutschlands. An der Leonhardskapelle erinnert eine Glocke an die Zeit um 1470; sie trägt die Inschrift „hilf ihs yn der er unsser lieben frawen und s. lienhardus“. Die Inschrift und die Datierung führen weit in die Geschichte der Kapelle zurück.
Eine weitere Kapellengeschichte beginnt 1605: Marie Salome, geborene Freiin zu Aulendorf-Königsegg und Gemahlin des Marcus Fugger, ließ an der Stelle einer älteren 14-Nothelfer-Kapelle eine „Kapelle zum Lob und zur Ehre der Verkündigung Mariae“ errichten. Wer sich für lokale Geschichte interessiert, findet im Heimatmuseum im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Rathauses Sammlungen zu Vor- und Frühgeschichte, Kunst, Volkskunde, Ortsgeschichte, Handwerk und Landwirtschaft.
Auch der Ortskern bewahrt Zeugnisse seiner Entwicklung. Die exakt ausgerichteten Giebelhäuser der Haselbacherstraße stehen für den geordneten Wiederaufbau nach dem Großbrand vom 20. Juni 1861, bei dem 62 Häuser zerstört wurden. Mitten auf dem Marktplatz steht ein Brunnen mit einem Denkmal des heiligen Johann Nepomuk. Auf seinem Postament mit Schweifgiebel befinden sich die Jahreszahl 1740 und die Reliefwappen von Graf Cajetan Joseph Fugger und seiner Gemahlin Anna, geborene Stein zu Rechtenstein.
Am Fuße des Schlossberges steht das 1563 errichtete fuggerische Wasserpumpwerk Brunnenhaus. Hans Fugger ließ es 1585 instand setzen; im 18. Jahrhundert wurde es umgestaltet. Seine frühere Aufgabe war es, das Schloss und dessen Brunnenanlagen mit Wasser zu versorgen. Eine weitere historische Ortsstelle ist der Platz einer mittelalterlichen Burganlage: Fürst Carl Ernst Fugger von Glött errichtete dort 1909 eine neue Schießanlage mit dem Hubertushaus.
Kirchheim und das übergeordnete Reiseziel Unterallgäu
Für die Urlaubsplanung lässt sich Kirchheim zunächst nach seinem örtlichen Schwerpunkt wählen: Schlossgeschichte, Renaissancekunst und Erinnerungen an die Entwicklung des Ortes. Wer darüber hinaus das übergeordnete Reiseziel Unterallgäu einbezieht, findet dort weitere Orientierung. Im Unterallgäu bilden die Iller im Westen und die Wertach im Osten die natürlichen Grenzen. Die Region liegt an den Autobahnen A7 und A96; ein dichtes Straßennetz, Zuganbindungen und der Allgäu Airport in Memmingerberg ergänzen die Erreichbarkeit.
Auch die Rad- und Wanderwege im gesamten Landkreis sind einheitlich beschildert; im Unterallgäu gibt es außerdem die Glückswege. Diese regionale Perspektive ergänzt die Kirchheimer Kultur- und Ortsgeschichte um Wege und Naturangebote des Landkreises. So können Sie bei der Suche nach einer Ferienwohnung entscheiden, ob Kirchheims historische Themen den gewünschten Schwerpunkt bilden oder ob Sie Ihre Reiseplanung breiter auf das Unterallgäu ausrichten möchten.
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