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Feldafing am Starnberger See

Unterkünfte in Feldafing

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Feldafing am Starnberger See verbindet gestaltete Parklandschaft mit besonderen Orten der Geschichte und Kultur. Der Lenné-Park, der Kalvarienberg und die Roseninsel stehen für ganz unterschiedliche Entdeckungen: Spazierwege und weite Ausblicke, eine eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe und eine Insel mit einem kleinen Museum. Wer seine Urlaubstage gern mit Landschaft und konkreten historischen Orten gestaltet, findet hier verschiedene Schwerpunkte für die Reise.

File:Feldafing, HB-05.jpg File:Feldafing, HB-05.jpg Foto: Boschfoto via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lenné-Park: Landschaft mit Geschichte

Im Lenné-Park prägen malerische Baumgruppen, freie Wiesenflächen und Bachläufe den Charakter eines englischen Landschaftsparks. Die Spazierwege passen sich dem Gelände an; dazwischen eröffnen sich überraschende Durchblicke auf den Starnberger See und das Gebirge. Der Park bietet damit mehr als eine einzelne Sehenswürdigkeit: Seine unterschiedlichen Landschaftselemente laden dazu ein, beim Erkunden auf Wechsel zwischen offenen Flächen, Bäumen und Wasserläufen zu achten.

Auch die Entstehung des Parks hat mehrere markante Daten. Peter Joseph Lenné erhielt am 26. April 1854 den Auftrag zur Gestaltung. Anschließend wurde die Anlage als großer Landschaftspark im englischen Stil im süddeutschen Raum angelegt. Die praktische Ausführung übernahm Carl von Effner von 1855 bis 1863. Ein Teil des Parks wird seit 1926 als Golfplatz genutzt; dort befindet sich der Golf-Club Feldafing e.V. So gehören Parkgestaltung und eine spätere Nutzung als Golfplatz zur Geschichte dieses Ortes.

Kalvarienberg und Ausblick

Der Kalvarienberg zeigt sakrale Kunst in einer ungewöhnlichen Form: Er besteht aus 14 gusseisernen Stationshäuschen mit farbig gefassten Kalksteinreliefs hinter Glas sowie einer Kreuzigungsgruppe aus Zink- und Eisenguss. Von der Kreuzigungsgruppe reicht der Blick nach Südosten über den Starnberger See und auf das Gebirgspanorama von der Benediktenwand bis zum Wettersteinmassiv. Wer sich für Kunst und Landschaft zugleich interessiert, kann diesen Ort als eigenen Schwerpunkt neben den Spazierwegen des Parks betrachten.

Die Anlage entstand zwischen 1864 und 1892 in 25-jähriger Arbeit und wurde am 28. August 1892 eingeweiht. Ihre 14 Stationen und die Kreuzigungsgruppe machen den Kalvarienberg zu einem Ort, an dem sich die Gestaltung der einzelnen Bildhäuschen von der großen Figurengruppe unterscheidet. Der Fernblick eröffnet dazu eine zweite Perspektive auf die Umgebung.

Roseninsel: Überfahrt und Besuchsbedingungen

Zur Roseninsel kann man von Mai bis zum 15. Oktober mit einer Plette übersetzen. Die Überfahrt ist auf höchstens 30 Personen begrenzt. Kinderwagen und Rollstühle können mitgenommen werden; Hunde und Fahrräder dürfen nicht auf die Insel. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind oder eine Mobilitätshilfe nutzen, sind diese konkreten Mitnahmeregeln für die Planung des Inselbesuchs wichtig.

Auf der Roseninsel beherbergt das Gärtnerhaus heute ein kleines Museum und ein Kassengebäude. Außerdem gehören die prähistorischen Pfahlbaureste auf dem Grund des Starnberger Sees bei der Roseninsel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese beiden Aspekte geben dem Inselbesuch unterschiedliche historische Bezugspunkte: das Museum im Gärtnerhaus und die Pfahlbaureste im See. Der saisonale Zeitraum der Überfahrt ist dabei ein wesentlicher Unterschied zu den Orten in Feldafing, die nicht von dieser Überfahrt abhängen.

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Erinnerungsorte und historisches Strandbad

Auf dem jüdischen Friedhof in Feldafing sind nachweislich 112 Menschen bestattet, die zwischen Mai 1945 und Juni 1949 im DP-Lager Feldafing starben. Dieser Ort erinnert an ein konkretes Kapitel der Nachkriegszeit. Für Besucherinnen und Besucher, die sich mit Geschichte auseinandersetzen möchten, steht dieser Bezug neben den älteren Anlagen des Kalvarienbergs und des Lenné-Parks.

Das denkmalgeschützte Strandbad Feldafing befindet sich größtenteils noch im Originalzustand von 1927. Zu seinem historischen Charakter gehören 150 Kabinen und langgestreckte Holzbauten. Das Strandbad lässt sich so auch als Beispiel für historische Badearchitektur in die Erkundung Feldafings einbeziehen.

Feldafing als Urlaubsort wählen

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie Feldafing mit der S-Bahn-Linie 6 in Richtung Tutzing; steigen Sie in Feldafing aus. Wer den Inselbesuch plant, sollte zusätzlich den Zeitraum der Plette und die Mitnahmeregeln berücksichtigen. Die verschiedenen historischen Orte bieten auch bei einem Aufenthalt mit Kindern konkrete Themen, über die Sie gemeinsam sprechen und die Sie je nach Interesse auswählen können.

Weitere Ortsseiten: Krailling, Inning Am Ammersee, Weßling, Gauting, Gilching, Starnberg, Wörthsee, Berg.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Starnberg.