Wertach: Naturwege, Mühlen und Allgäuer Tradition
Unterkünfte in Wertach
Etwa zwei Drittel von Wertach im Allgäu stehen unter Landschafts- und Naturschutz. Dazu kommen rund 120 km ausgeschilderte Wanderwege, alte Mühlen und besondere Einblicke in die regionale Käse- und Weinkultur. Wenn Sie überlegen, ob Wertach zu Ihrem Urlaub passt, können Sie zwischen Bewegung in der Natur, gelebtem Handwerk und lokalen Traditionen wählen.
Wanderwege, Natur und Literatur
Von den etwa 120 km ausgeschilderten Wanderwegen verlaufen zwei Drittel durch Landschafts- und Naturschutzgebiete. Verschiedene Themenwege laden zum gemütlichen Wandern ein und führen von einem Ziel zum anderen. Das Wertacher Hörnle ist mit seinen Alpenrosenhängen als Naturdenkmal bekannt. Wer sich für einen Ausflug in die Umgebung interessiert, findet auch den Grüntensee als Badeziel, das von Wertach aus hervorgehoben wird.
Eine eigene Verbindung von Landschaft und Literatur bietet der Sebaldweg. Der im Sommer begehbare Weg ist 11 km lang und führt von Oberjoch nach Wertach auf den Spuren des in Wertach geborenen Schriftstellers W. G. Sebald. Unterwegs stehen sechs Stelen mit Textauszügen aus seinem Werk „Schwindel.Gefühle“ an den jeweiligen Originalschauplätzen. Die feste Streckenlänge und der literarische Bezug machen ihn zu einer besonderen Möglichkeit, Wandern und Literatur miteinander zu verbinden.
Handwerk und Geschichte in Wertach
In der etwa 400 Jahre alten Hammerschmiede, die etwa aus den Jahren 1610 bis 1620 stammt, können Sie dem Schmied bei der Arbeit zuschauen. Auch die Obere Mühle erzählt von Wertachs Vergangenheit: Ihre Geschichte reicht über 500 Jahre zurück, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1536. Seit 2018 dreht sich dort wieder ein Mühlrad; eine Besichtigung wird angeboten. Beide Orte geben der Ortsgeschichte konkrete Anknüpfungspunkte, vom Schmiedehandwerk bis zur Mühlentradition.
Zu den wiederkehrenden Bräuchen gehört der Wertacher Viehscheid mit Krämermarkt, der jedes Jahr stattfindet und als einer der ältesten Viehscheide der Region gilt. Von Pfingsten bis Ende September gibt es außerdem bei trockener Witterung wöchentlich montags Alphornblasen. Diese Traditionen können für Ihre Reiseplanung interessant sein, wenn Sie Wertach nicht nur über Landschaft und Wege, sondern auch über örtliches Brauchtum kennenlernen möchten.
Rodeln, Loipen und geführte Touren
Am Buron gibt es speziell gebaute „BERGaufRODEL“, mit denen Sie im Tallift nach oben fahren. Dazu gehört eine etwa 2 km lange Rodelabfahrt, die von den Skifahrern getrennt ist. In Wertach gibt es außerdem etwa 15 km gespurte Loipen mit Anschlussloipen nach Nesselwang und Oy-Mittelberg. Rodeln und Langlauf bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Zeit draußen zu verbringen; die genannten Streckenangaben helfen dabei, die eigenen Interessen für den Aufenthalt einzuordnen.
Wer Wertach und die Umgebung auf einer geführten Tour erleben möchte, kann eine SEGWAY-Tour in Betracht ziehen. Sie dauert etwa 1,5 Stunden und bietet Panoramablicke auf die Alpen und den Grüntensee. Als Termine sind freitags um 10.00 und 14.00 Uhr oder eine Vereinbarung nach Absprache genannt; auch der Treffpunkt wird individuell vereinbart. So lässt sich diese Tour als eigener Programmpunkt neben Wanderungen oder Besuchen im Ort betrachten.
Käse, Wein und regionale Einblicke
Die Allgäuer Gebirgskellerei in Wertach stellt Blütenwein, Beerenwein, Fruchtwein und Spezialgärungen her. Donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr können Sie die Herstellung besichtigen; in der Regel gilt dies auch an Feiertagen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig, und die Weine können probiert werden. Eine Weinwanderung in Wertach verbindet Bewegung in der Natur mit regionalem Genuss und diesen besonderen Weinen.
Auch Käse spielt bei den lokalen Angeboten eine Rolle. s’ Molkefässle bietet ein Käseseminar mit verschiedenen Käsesorten an. Für geschlossene Gruppen gibt es nach Terminabsprache, in Zusammenarbeit mit s’ Molkefässle, Käse-Wein-Proben mit ausgewählten Kombinationen. An der Schönegger Käse-Alm sind durch eine Fensterscheibe am seitlichen Eingang des Sennereigebäudes Einblicke in die Käseproduktion möglich. Damit reichen die kulinarischen Entdeckungen von einer Besichtigung über eine Probe bis zum Seminar.
Weitere Orte zum Entdecken: Oberstaufen, Buchenberg, Durach, Haldenwang, Rettenberg, Altusried, Wiggensbach und Oberstdorf.
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