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Lauf a.d.Pegnitz entdecken

Unterkünfte in Lauf An Der Pegnitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ein kaiserliches Schloss auf einer Pegnitzinsel, ein Marktplatz an einer historischen Handelsstraße und ein Industriemuseum in denkmalgeschützten Gebäuden: Lauf a.d.Pegnitz verbindet unterschiedliche Kapitel seiner Geschichte mit Erlebnissen für Kulturinteressierte und aktive Gäste. Für Familien gibt es im Museum Mitmachstationen und einen Audioguide, der besonders Kinder und Jugendliche anspricht. Auch wer die Stadt lieber mit dem Fahrrad entdeckt, findet dafür mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Wenzelschloss in Lauf an der Pegnitz Wenzelschloss in Lauf an der Pegnitz Foto: Krzysztof Golik via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schlossgeschichte und Altstadt

Kaiser Karl IV. ließ zwischen 1356 und 1360 auf der Pegnitzinsel das heutige Wenzelschloss errichten. Es entstand an der Stelle der zuvor zerstörten Reichsburg und diente dem Kaiser vorwiegend als Rastplatz auf dem Weg zu seiner Residenz in Prag. Diese Funktion gibt dem Bauwerk eine besondere Rolle: Es war nicht die Prager Residenz selbst, sondern ein Halt auf der Reise dorthin. Wer sich für die Geschichte des Schlosses und weitere historische Orte interessiert, kann den kostenlosen Audioguide „Was machte Kaiser Karl IV. in Lauf?“ nutzen. Zwölf Hörstationen bieten Erläuterungen zu historischen Plätzen und Bauwerken; der Guide richtet sich besonders an Familien, Kinder und Jugendliche.

Auch der Marktplatz erzählt von Laufs Lage an früheren Handelswegen. Er wurde im 13. Jahrhundert an der „Goldenen Straße“ zwischen Nürnberg und Prag angelegt. In seiner Mitte steht frei das Alte Rathaus; zwei Stadttore fassen den Platz ein. Rund um den historischen Marktplatz laden Geschäfte und Restaurants zum Einkaufen und Einkehren ein. So lässt sich ein Blick auf die Stadtgeschichte mit einem Aufenthalt im Altstadtbereich verbinden, statt den Marktplatz nur als einzelne Sehenswürdigkeit wahrzunehmen.

Wer weitere historische Räume kennenlernen möchte, kann den Wappensaal sowie die Ausstellungen der Stadt Lauf im Kaisersaal und in der Herrenstube über den Verein Stadtführer Lauf e.V. und die Altstadtfreunde Lauf e.V. besichtigen. Eine vorab buchbare Bierführung führt durch die historische Altstadt und endet mit einer Bierverkostung im Museum. Damit stehen für einen Kulturaufenthalt verschiedene Schwerpunkte zur Wahl: Baugeschichte, Stadtgeschichte oder eine Führung, die mit einer Verkostung ausklingt.

Industriegeschichte zum Anschauen und Mitmachen

Das Industriemuseum Lauf präsentiert auf 4.000 m² in 14 denkmalgeschützten Gebäuden mehr als 120 Jahre Industriegeschichte. Seine Mitmachstationen vermitteln technische Zusammenhänge durch Experiment und Spiel. Dazu gehören ein Dampfmaschinenmodell, das in Betrieb gesetzt wird, und Züge, die mit Muskelkraft bewegt werden. Diese Elemente geben dem Museumsbesuch neben den historischen Gebäuden auch eine praktische Seite, die besonders für Familien mit Kindern interessant sein kann.

Zu den Anlagen, deren Funktion vorgeführt wird, gehört die wasserbetriebene Roggenmühle. Sie wird bei Vorführungen und alljährlich am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag in Betrieb gesetzt. Auch die Reichl’sche Schleifermühle und die Hammermühle im Industriemuseum werden noch betrieben, um Besuchern ihre Funktionsweise zu zeigen. Das Hammerwerk Engelhardt zählt zu den letzten erhaltenen Anlagen seiner Art in Bayern. Zusammen machen diese Orte unterschiedliche Aspekte handwerklicher und industrieller Arbeit in Lauf anschaulich.

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Mit dem Rad durch die Pegnitzstadt

Der Laufer Radrundweg ist 35,6 Kilometer lang und lädt dazu ein, die Pegnitzstadt und ihre Ortsteile mit dem Fahrrad zu entdecken. Daneben verbindet das Radwegenetz der Stadt Lauf mit dem Radweg Industriekultur, dem Fünf-Flüsse-Radweg und dem Paneuropa-Radweg Paris–Lauf–Prag. Der Fünf-Flüsse-Radweg führt am Industriemuseum vorbei; außerdem ist das Museum Station der Radtour Industriegeschichte. Wer eine Radtour mit einem Museumsbesuch verbinden möchte, kann diese konkreten Routenbezüge bei der Tagesplanung berücksichtigen.

Eine andere Perspektive bietet der Sinnesradweg, der nach Tauchersreuth führt. Tauchersreuth gilt als höchster Punkt Laufs und bietet einen Aussichtspunkt. Damit stehen neben dem Stadtrundweg auch Radwege mit eigenen Schwerpunkten zur Verfügung: vom Entdecken der Ortsteile über Industriekultur bis zu einem Aussichtspunkt am höchsten Punkt Laufs.

Den passenden Schwerpunkt für den Aufenthalt wählen

Schloss- und Stadtgeschichte, das Industriemuseum mit seinen betriebenen Anlagen oder eine Fahrradtour setzen unterschiedliche Akzente. Für einen Familienausflug bieten der Audioguide und die spielerischen Mitmachstationen konkrete Anregungen; Radfahrende können zwischen dem 35,6 Kilometer langen Radrundweg und den genannten überregionalen Verbindungen wählen. Die Auswahl des Tagesprogramms hilft Ihnen so, den Schwerpunkt Ihrer Reise festzulegen, ohne dass dafür ein einziges Erlebnis den Aufenthalt bestimmen muss.

Weitere Orte zur Entdeckung: Henfenfeld, Reichenschwand, Happurg, Schwaig Bei Nürnberg, Burgthann, Schwarzenbruck, Simmelsdorf und Feucht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nürnberger Land.

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