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Hersbruck: Stadtgeschichte, Museen und Wege an der Pegnitz

Unterkünfte in Hersbruck

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hersbruck verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte mit Museen, Wegen entlang der Pegnitz und Möglichkeiten für aktive Tage. Zwischen Wehrgang, historischen Häusern und Ausstellungen liegen unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt: Sie können sich für Kunst und Geschichte interessieren, Rad- oder Wandertouren in den Blick nehmen oder Zeit im Strudelbad verbringen.

Hersbruck - Nürnberger Tor - Detail 1 Hersbruck - Nürnberger Tor - Detail 1 Foto: Howwi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Stadtgeschichte zum Entdecken

Der Mauerweg gehört zur letzten Stadtbefestigung aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Sein überdachter Wehrgang ist begehbar, etwa 1,5 Meter stark und 5 bis 6 Meter hoch. Der Weg macht die Dimension der Befestigung anschaulich; die Höhenangabe bezieht sich auf die Mauer, nicht auf eine Wanderstrecke. Auch der Gänsturm, der Schwalbenturm genannt wird, erzählt von früherer Stadttechnik: Der Rundturm entstand im 15. Jahrhundert. Von 1537 bis 1895 sammelte er Quellwasser, das durch Holzröhren zu sechs Brunnen in der Innenstadt geleitet wurde.

Das Wassertor wurde 1601/02 neu aufgebaut und steht an einer Brücke über einen angelegten Pegnitzarm. Eine weitere historische Verbindung zur Pegnitz zeigt das Schloss: Vor dem Jahr 1000 wurde es als Burg zum Schutz der Pegnitzbrücke errichtet. In der Prager Straße begegnet Ihnen ein anderer Teil der Stadtgeschichte. Sie gehört zur „Goldenen Straße“ zwischen Nürnberg und Prag und wurde im 15. Jahrhundert in die Stadtbefestigung einbezogen. Hohe Bürgerhäuser mit Hopfentrockenböden und Aufzugsnasen prägen ihre beschriebenen baulichen Merkmale.

Auch Kirchen bieten konkrete Ziele für einen kulturgeschichtlichen Rundgang. Die Spitalkirche St. Elisabeth entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts; in ihr befindet sich ein spätgotischer Kreuzigungsaltar mit Schnitzereien aus der Veit-Stoß-Schule. Die Stadtkirche St. Maria besitzt einen bedeutenden spätgotischen Schreinaltar aus der Zeit um 1480. Wer sich besonders für sakrale Kunst interessiert, kann diese beiden Altäre als unterschiedliche Beispiele spätgotischer Schnitzkunst kennenlernen.

Museen, Kunst und besondere Sammlungen

Das Deutsche Hirtenmuseum widmet sich der Kultur der Hirten und ist Deutschlands einziges Museum zu diesem Thema. Es befindet sich in einem zweigeschossigen Bürgerhaus aus dem Jahr 1524. Sonderausstellungen greifen Themen wie Hirten, Handwerk, Alltagskultur und Kunst auf; außerdem beherbergt das Gebäude heimatkundliche Sammlungen und eine Handwerksabteilung. Interaktive Mitmach-Stationen machen das Zusammenleben von Mensch und Nutztier spielerisch erfahrbar. So lässt sich der Museumsbesuch sowohl über historische Gegenstände und Handwerk als auch über die Mitmachangebote erschließen.

Das Kunstmuseum Hersbruck zeigt zeitgenössische Kunst, Malerei sowie Skulptur- und Objektkunst. Zum Besuch gehört auch die Möglichkeit, durch den Skulpturengarten des kleinen Fachwerkhauses zu gehen. Einen anderen Blick auf Kunst aus der Umgebung bietet das K5 Regionale Kunstforum Hersbruck mit wechselnden Ausstellungen von Künstlern aus der Region. Wer sich für Technik und Fahrzeuge interessiert, findet im Dauphin Speed Event eine private Sammlung klassischer Automobile, darunter Renn- und Sportwagen sowie Motorräder. Diese unterschiedlichen Sammlungen erlauben eine Auswahl nach Interesse, ohne dass alle Ziele demselben Thema folgen.

Unterwegs an der Pegnitz und in der Umgebung

Wanderwege kreuzen Hersbruck und führen entlang der Pegnitz oder durch ihre zahlreichen Seitentäler. Fast alle Hersbrucker Rundwanderwege beginnen und enden an den beiden Hersbrucker Bahnhöfen; Wanderungen lassen sich deshalb auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln starten. Für die Tourenplanung ist diese Bahnhofsorientierung besonders hilfreich, wenn Sie eine Rundwanderung mit einer An- oder Abreise per Bahn verbinden möchten. Radwege kreuzen ebenfalls den Ort und verlaufen entlang der Pegnitz oder durch deren Seitentäler. Außerdem führt der Fünf-Flüsse-Radweg direkt durch Hersbruck und verbindet die Flusstäler von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl.

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Für Ausflüge, bei denen Stadtgeschichte im Mittelpunkt steht, werden ganzjährig abwechslungsreiche Stadtführungen durch das mittelalterliche Hersbruck angeboten. Ein eigener Traditionsakzent ist der Hirtentag im Hirtenmuseum. Das Fest erinnert an die Ursprünge der Hirten in Hersbruck; zum Programm gehören traditionelle Musik, das „Patschen“, ein kleiner Kunsthandwerkermarkt und der Besuch der Heiligen Drei Könige mit ihren Kamelen.

Auch das Hersbrucker Strudelbad bringt verschiedene Aktivitäten zusammen: Es bietet Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, eine weitläufige Liegewiese sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten für die ganze Familie. Die Pegnitz fließt zwischen den Becken und der Liegewiese hindurch. Wenn Sie beim Aufenthalt Schwimmen und weitere Unternehmungen verbinden möchten, stehen damit neben den historischen und kulturellen Zielen auch Bade-, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten zur Wahl.

Hersbruck als Ausgangspunkt

Der Pendolino verbindet Hersbruck in rund 15 Minuten mit Nürnberg. Wer neben den Hersbrucker Museen und Wegen auch Nürnberg in die Reiseplanung aufnehmen möchte, kann diese Bahnverbindung als einen Gesichtspunkt bei der Wahl des Aufenthaltsorts berücksichtigen. Hersbruck bietet dafür mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte, ohne dass sich die Auswahl auf nur eine Art von Ausflug beschränkt.

Weitere Orte zur Entdeckung: Feucht, Röthenbach An Der Pegnitz, Winkelhaid, Happurg, Alfeld, Schwarzenbruck, Henfenfeld, Velden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nürnberger Land.

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