Kröning: Hügelland und Hafnertradition
Unterkünfte in Kröning
Zwischen Isartal und Vilstal liegt Kröning im niederbayerischen Hügelland. Die Landschaft ist fruchtbar und verhältnismäßig dünn besiedelt; kleine Dörfer, Weiler und Einödhöfe verteilen sich über das Gebiet. Entlang der Talränder ziehen sich schmale, langgestreckte Waldstreifen. Wer sich für ländliche Baukultur und eine gewachsene Kulturlandschaft interessiert, findet hier mehr als einen einzelnen Ort zum Entdecken: Die verstreuten Siedlungen und die Geschichte der Hafnerei prägen das Bild Krönings auf unterschiedliche Weise.
Hügelland, Waldstreifen und blaue Tonerde
Die sanften Hügel, die schmalen Wälder an den Talrändern und die verstreuten Siedlungen geben Kröning seinen ländlichen Charakter. Bei Groß- und Kleinbettenrain wird blauer Ton abgebaut. Dieser Ton bildete die Grundlage der früher berühmten Kröninger Hafnerei, eines Handwerks, das überwiegend in weit auseinanderliegenden Dörfern, Weilern und Einödhöfen ausgeübt wurde. Die Geschichte des Handwerks ist damit eng mit der örtlichen Landschaft und ihrer Siedlungsstruktur verbunden, ohne dass sich seine Spuren auf einen einzigen Mittelpunkt beschränken.
Kröninger Geschirr gehörte seit dem 15. Jahrhundert in bäuerlichen ebenso wie in bürgerlichen und kurfürstlichen Haushalten zum festen Bestand. Das macht die Hafnerei zu einem besonderen Zugang zur Ortsgeschichte: Sie erzählt von einem ländlichen Handwerk, dessen Erzeugnisse in verschiedenen gesellschaftlichen Milieus verwendet wurden. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie Kröning in den Blick nehmen, wenn Sie sich für diese Verbindung aus Hügelland, regionaler Handwerkstradition und historischen Gebäuden interessieren.
Bödldorf und die Kröninger Hafnerhäuser
In Bödldorf sind typische Kröninger Hafnerhäuser bis heute erhalten. Das denkmalgeschützte Ensemble umfasst die Häuser 1 bis 6 und bewahrt eine ungewöhnlich ungestörte Bautradition. Auffällig sind die alten Flachsatteldächer und die teilweise verputzten Obergeschosse in Blockbauweise. Diese Bauformen geben dem Ensemble ein eigenes Gepräge und lassen die örtliche Bautradition an konkreten Gebäuden nachvollziehen.
Bödldorf 4 ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Hafneranwesen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch die Weilerkapelle gehört zur Baugeschichte des Ortes: Der kleine, massive Bau besitzt ein Satteldach und einen Dachreiter und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen zeigen Ensemble, ehemaliges Anwesen und Kapelle unterschiedliche Beispiele historischer Bauformen, ohne dass sie zu einem einzigen Gebäudetyp zusammenfallen.
Historische Bauwerke in den Ortsteilen
Weitere markante Bauwerke finden sich in den Ortsteilen der Gemeinde. In Wippstetten steht ein denkmalgeschützter Traidkasten aus dem Jahr 1732. Der Blockbau mit Flachsatteldach ist ein Beispiel historischer Speicherarchitektur. Ebenfalls in Wippstetten liegt eine Wallfahrtskirche, die in der Gotik erbaut und später im Barock erweitert wurde. Zu ihrer reichen Ausstattung zählen Monstranzen und Kelche sowie ein Rokokoschrank für Weihegaben.
In Kirchberg steht die denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Florian und Wolfgang, ein Saalbau mit eingezogenem Chor und angebauten Seitenschiffen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der freistehende Kirchturm stammt wahrscheinlich von einem früheren Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert. Auch die Anfänge der Siedlung Kirchberg sollen bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen. In Dietelskirchen steht eine Jugendstilkirche. Die Bauwerke unterscheiden sich damit in ihrer Entstehungszeit und Gestaltung: von gotischen Kirchenformen und späteren barocken Erweiterungen bis zu einem Beispiel des Jugendstils.
Eine Etappe des Martinuswegs
Auch eine längere Wegstrecke gehört zu den Möglichkeiten, Kröning in eine aktive Reise einzubeziehen: Der Martinusweg umfasst die 23 km lange Etappe HW-32-02 von Kröning nach Geisenhausen. Berücksichtigen Sie die angegebene Streckenlänge bei Ihrer Tagesplanung. So lässt sich die Frage nach dem Reisetempo neben dem Interesse an Ortsgeschichte und Landschaft in die Wahl des Aufenthalts einbeziehen.
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