Stadtsteinach: Stadtgeschichte und Wanderwege
Unterkünfte in Stadtsteinach
In Stadtsteinach verbinden sich eindrucksvolle Bauwerke mit Wegen, die hinaus in die Landschaft führen. Die Stadtpfarrkirche St. Michael steht auf der höchsten Stelle des Stadthügels; ihr 56 Meter hoher Westturm ist weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Von hier beginnt auch der Marterlrundwanderweg. So lässt sich die Ortsgeschichte mit der Frage verbinden, welche Wanderungen Sie in Ihren Urlaub einplanen möchten.
Kirchen und Erinnerungsorte
Die Geschichte der Stadtpfarrkirche reicht über ihren heutigen Bau hinaus: Nach der Brandkatastrophe von 1903 wurde sie 1904 und 1905 vollständig neu errichtet. Am südlichen Ende des Stadthügels, unmittelbar außerhalb der Stadtmauer, liegt die Marienkapelle. Sie gilt als ältestes Gebäude Stadtsteinachs und vermutlich als eine der ältesten Kirchen in ganz Nordbayern. Beide Orte geben dem Rundgang durch die Stadt einen historischen Schwerpunkt, ohne dass dafür eine bestimmte Route vorausgesetzt werden muss.
Am Marktplatz steht der Christophorusbrunnen. Er zeigt den heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf der rechten Schulter. Ein anderer Zugang zur Stadtgeschichte ist der Heiß-Schnabrich-Gedenkweg: Er erinnert an Alfred Andreas Heiß aus Triebenreuth und an Michael Schnabrich, der in Stadtsteinach geboren wurde. Beide werden als Schicksalsfiguren der Zeit des Nationalsozialismus beschrieben; Heiß wird ausdrücklich als Opfer des Nationalsozialismus bezeichnet.
Wandern in und um Stadtsteinach
Das Rundwanderwegenetz rund um Stadtsteinach ist etwa 100 Kilometer lang und wird vom Frankenwaldverein Stadtsteinach betreut und markiert. Die Stadt ist staatlich anerkannter Erholungsort; ihr örtliches Rundwanderwegenetz ist gut markiert und gepflegt. Der Marterlrundwanderweg beginnt an der Stadtpfarrkirche St. Michael. Wer eine Ferienwohnung als Ausgangspunkt für Wanderungen sucht, kann daher überlegen, ob Ortsgeschichte und Wege in der Umgebung gleichermaßen zum geplanten Urlaub gehören sollen.
Im näheren Umfeld führt der Geo-Pfad Steinachtal zum Römersreuther Berg mit Aufschlüssen des „Thüringischen“ Devons und über die Steinachfelsen zurück zum Oberhammer. Auch die Grünbürg ist ein geschichtlicher Ort in der näheren Umgebung: Sie liegt auf einer 521 Meter hohen Bergkuppe an der Fränkischen Linie. Dort stand vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert eine Fliehburg; Ringwälle, Gräben und Tore sind unterhalb des Gipfels noch erkennbar.
Im weiteren regionalen Umfeld erschließt der Mühlenweg auf mehr als 18 Kilometern elf Mühlen, die heute nicht mehr funktionsfähig sind. Der Rundwanderweg wurde 1978 eingeweiht. Die Mühlen entstanden vermutlich im 11. und 12. Jahrhundert und dienten als Getreide- und Schneidmühlen, Hammerwerke sowie später als Papiermühlen. Solche historischen Spuren setzen einen anderen Akzent als die Stadtbauwerke und die geologischen Aufschlüsse am Geo-Pfad.
Ein Museum mit Stadt- und Naturgeschichte
Das Heimatmuseum Stadtsteinach umfasst 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche in 13 Räumen. Zu sehen sind dort Handwerksgeräte, Exponate aus Land- und Forstwirtschaft, Maschinen, Zeugnisse der Volksfrömmigkeit sowie zur Stadt-, Kirchen- und Schulgeschichte. Hinzu kommt eine naturhistorische Sammlung. Das Museum ist vorübergehend wegen der Inventarisierung seiner Exponate geschlossen; informieren Sie sich vor einem Besuch über den aktuellen Einlassstatus.
Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung kann es helfen, zuerst die gewünschten Schwerpunkte zu setzen: Sollen Kirchen und Stadtgeschichte im Mittelpunkt stehen, oder möchten Sie vor allem Wanderwege und Naturthemen erkunden? Stadtsteinach bietet dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte, vom Brunnen am Marktplatz über die Kapelle und das Museum bis zu den beschriebenen Wegen.
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