Heroldsberg: Schlösser, Kunst und Waldwege
Unterkünfte in Heroldsberg
Heroldsberg verbindet eine vielschichtige Schlossgeschichte mit Kunst und Wegen durch den Wald. Das mittelalterliche Weiße Schloss zeigt auf drei Ebenen wechselnde und feste Ausstellungen mit Kunstwerken aus sieben Jahrhunderten. Dazu kommen historische Bauwerke und Wanderangebote, die unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt eröffnen. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie überlegen, ob Sie vor allem die Kulturgeschichte des Ortes entdecken oder mehr Zeit auf Waldstrecken verbringen möchten.
Vier Schlösser und ihre Geschichte
Am Oberen Markt ließ die Nürnberger Patrizierfamilie Geuder ab dem späten 15. Jahrhundert vier Schlösser erbauen. Einzelne Häuser erzählen davon auf unterschiedliche Weise: Das Rote Schloss wurde 1489 von Martin III. Geuder erbaut. Albrecht Dürer war 1510 dort zu Gast. Das Gelbe Schloss entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Herrensitz von Hieronymus Geuder auf den Fundamenten eines älteren Sitzes. Die verschiedenen Daten und Baugeschichten geben dem Schlossensemble eine lange historische Perspektive, ohne dass jedes Gebäude dieselbe Entstehungszeit hat.
Wer sich für Kunst interessiert, kann außerdem das Weiße Schloss als eigenen Schwerpunkt einplanen: Seine festen und wechselnden Ausstellungen verteilen sich auf drei Ebenen und umfassen Kunstwerke aus sieben Jahrhunderten. In der evangelischen Kirche St. Matthäus befindet sich ein Kruzifix als Frühwerk Tilman Riemenschneiders. Das Pfarrhaus gegenüber der Kirche zählt zu den ältesten in Deutschland. Der malerische Fachwerkbau wird bereits 1427 erwähnt und zuletzt 1983 renoviert. So ergänzen sich Ausstellungs- und Baugeschichte mit einem Kunstwerk in der Kirche.
Ortsgeschichte unterwegs entdecken
Der etwa 3 km lange Kulturrundweg führt zu zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden. Informationstafeln erläutern deren Geschichte und Besonderheiten. Die Strecke verbindet damit Bewegung mit historischen Einblicken, während die Tafeln einzelne Gebäude näher einordnen. Drei mittelalterliche Ziehbrunnen am Oberen Markt erinnern an eine weitere Facette der Ortsgeschichte. Sie können diesen Rundweg als Kulturangebot wählen oder die einzelnen historischen Themen unabhängig voneinander in Ihre Reiseplanung aufnehmen.
Auch außerhalb des Ortskerns finden sich geschichtliche Spuren. Im Wald südlich der Sportanlage des Tuspo Heroldsberg stehen zwei mittelalterliche Sühnekreuze aus dem Jahr 1587. Sie tragen die Initialen E.V.V.G.S. beziehungsweise S.O. und erinnern an die Ermordung Nürnberger Reiter. Der Standort im Wald macht diese Zeugnisse zu einem anderen Ziel als die Bauwerke am Oberen Markt.
Waldwege und weitere Ziele
Für Wanderungen stehen beim permanenten IVV-Wanderweg „4-Schlösser Gemeinde“ Waldwanderstrecken von 5 km, 10 km und 16 km zur Wahl. Die unterschiedlichen Streckenlängen helfen Ihnen, den Umfang Ihrer Wanderung vorab festzulegen. Ein Ziel im näheren Umfeld ist das Teufelsbrünnlein im Waldgebiet „Hermannswinkel“ zwischen Heroldsberg und Kleingeschaidt, nahe dem Reigelsberg. Vom Wanderparkplatz Johnnisthal führt der Weg etwa einen Kilometer nach Osten bis zu einem Wegweiser. Von dort sind es zehn Minuten zu Fuß zu einem großen Felsen mit einem in die Wand gemeißelten, rot übermalten Teufel.
Ein dauerhaft eingerichteter AOKparcours befindet sich am Parkplatz Johannisthal an der B2. Heroldsberg ist aus Nürnberg mit der Gräfenbergbahn gut erreichbar und verfügt über eine gute Verkehrsanbindung an die BAB A3. Damit lassen sich bei der Reiseplanung sowohl die Bahnverbindung aus Nürnberg als auch die Anbindung an die Autobahn berücksichtigen. Die historischen Stationen, die Waldwanderstrecken und das Ziel im Hermannswinkel bieten verschiedene Anlässe, Heroldsberg als Ferienort nach dem eigenen Interesse auszuwählen.
Wenn Sie weitere Orte entdecken möchten, finden Sie hier auch Weisendorf, Wachenroth, Kalchreuth, Erlangen, Höchstadt An Der Aisch, Röttenbach, Gremsdorf und Marloffstein.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erlangen-Höchstadt.