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Markt Indersdorf: Klostergeschichte und Wege im Glonntal

Unterkünfte in Markt Indersdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Markt Indersdorf verbindet eine vielschichtige Klostergeschichte mit Wegen durch die Hügellandschaft des Glonntals. Das Augustiner-Chorherrenstift wurde 1120 von Pfalzgraf Otto IV. von Wittelsbach gegründet. Heute gibt das Augustiner-Chorherrenmuseum Einblicke in die Geschichte der Chorherren und in die unterschiedlichen Kapitel der Klosteranlage. Dazu kommen Spazier- und Radwege sowie Märkte und Feste, die dem Besuch je nach Interessen einen anderen Schwerpunkt geben.

File:Markt Indersdorf, Bahnhof, 6.jpeg File:Markt Indersdorf, Bahnhof, 6.jpeg Foto: Renardo la vulpo via Wikimedia Commons, CC0

Klostergeschichte in Architektur und Museum

Die erste Kirche des Klosters wurde 1128 von Erzbischof Konrad von Salzburg zu Ehren der Gottesmutter und der Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht. Nach dem großen Brand von 1249 wurden Kirche und Klosteranlage neu aufgebaut. Die Kirche entstand damals als dreischiffige romanische Basilika ohne Querschiff, mit drei annähernd gleich hohen Apsiden, flacher Holzdecke und Nordturm. Ihre Grundmauern sind unter dem heutigen Rokokokleid erhalten. Unter Propst Gelasius Morhardt, dessen Amtszeit von 1748 bis 1768 reichte, erhielt die Kirche dieses Rokokokleid.

Sieben pfalzgräfliche Wittelsbacher sind im Bereich der heutigen Klostermauern bestattet. Das zählt Indersdorf neben Scheyern und Ensdorf zu den frühen Hausklöstern der Wittelsbacher. Von Indersdorf aus wurden im Rahmen der Raudnitz-Indersdorfer Klosterreform mit Unterstützung der bayerischen Herzöge mehr als 24 Klöster in Bayern und darüber hinaus reformiert. Diese Geschichte reicht damit über die örtliche Klosteranlage hinaus.

Das Augustiner-Chorherrenmuseum widmet seine Dauerausstellung speziell den Augustiner-Chorherren. Es befindet sich im früheren Mesnerhaus und im angrenzenden nördlichen Torturm. Beide Gebäude gehörten zur Klosteranlage und stehen heute unter Denkmalschutz. Das Museum behandelt auch die wechselvolle Nutzung des Klosters nach der Säkularisation im 18. Jahrhundert: darunter als Waisenhaus der Salesianerinnen und der Barmherzigen Schwestern, als Erziehungsanstalt der Nationalsozialisten und in der unmittelbaren Nachkriegszeit als internationales UNRRA-Zentrum zur Betreuung ausländischer unbegleiteter Kinder und Jugendlicher.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Markt Indersdorf für mehr als 1.000 junge Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung zu einem Ort der Zuflucht. Sie fanden dort zunächst eine geschützte Umgebung, bevor sie zurückkehrten oder auswanderten. Dieses Kapitel ergänzt die lange Klostergeschichte um eine jüngere, bewegende Geschichte des Ortes.

Wege durch das Glonntal

Markt Indersdorf liegt in der abwechslungsreichen Hügellandschaft des Glonntals. Zahlreiche Wander- und Radwege führen durch das Tal und das Hügelland. Für Ihre Tagesplanung bieten die angegebenen Streckenlängen eine konkrete Orientierung: Der Spazierweg „Blicke auf Albersbach & Westerholzhausen“ ist 8,5 Kilometer lang und beginnt und endet am Bahnhof Indersdorf. Ein 9,5 Kilometer langer Abschnitt des Oxenwegs über Langenpettenbach nach Westerholzhausen startet und endet am Marktplatz.

Als Radroute führt der 12 Kilometer lange Marterl-Radweg vom Volksfestplatz aus und wieder dorthin zurück. Wer eine längere Routenidee sucht, kann die östliche Runde des 7-Klöster-Wegs in Markt Indersdorf beginnen; hier wartet das erste Kloster der Route. Der Weg ist durchgehend mit einem Kirchenlogo ausgeschildert und mit Informationstafeln zur Geschichte ausgestattet. So unterscheiden sich die Möglichkeiten durch Streckenlänge, Start- und Endpunkt sowie ihren thematischen Bezug. Auch die Indersdorfer Rund- und Hörpfadwege in der zugehörigen Gemeinde vermitteln bei Spaziergängen Wissenswertes über kulturhistorisch, geologisch oder naturwissenschaftlich interessante Orte der Marktgemeinde.

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Markt, Feste und ein Freibad in der Gemeinde

Der Indersdorfer Wochenmarkt findet jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr im Bereich des Unteren Marktes an der Freisinger Straße statt. Als Grüner Markt bietet er Lebensmittel sowie Erzeugnisse des Obst- und Gartenbaus, der Land- und Forstwirtschaft und rohe Naturerzeugnisse an. Damit gehört neben Kultur und Bewegung auch ein regelmäßiger Marktbesuch zu den örtlichen Möglichkeiten.

Zwei Feste setzen saisonale Akzente: Der Christkindlmarkt „Advent am Kloster“ findet an jedem zweiten Adventswochenende statt. Das traditionelle Marktfest wird am ersten Augustwochenende an zwei Tagen mit einem abwechslungsreichen Programm auf dem Marktplatz veranstaltet. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können diese Termine für die Wahl des Reisezeitraums wichtig sein.

In der zugehörigen Gemeinde liegt außerdem das Freibad Ainhofen. Es verfügt über zwei beheizte Becken: Das Schwimmerbecken hat eine konstante Wassertemperatur von etwa 23 °C, das Kinderbecken von etwa 26 °C. Die unterschiedlichen Becken und Temperaturen geben Ihnen eine konkrete Orientierung, wenn ein Freibadbesuch zu Ihren Interessen gehört.

Weitere Orte entdecken

Als weiteren Ort können Sie Niederroth entdecken. Wenn Sie außerdem andere Ziele auf dieser Seitenebene erkunden möchten: Odelzhausen, Karlsfeld, Hebertshausen, Röhrmoos, Altomünster, Petershausen und Dachau.

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