Offenburg zwischen Stadtgeschichte und Natur
Unterkünfte in Offenburg
Offenburg lässt sich über sehr unterschiedliche Themen entdecken: Demokratiegeschichte, regionale Naturkunde, Stadtwald und Wasseraktivitäten am Gifizsee stehen neben Wegen durch Ried und Vorbergzone. Für die Wahl einer Ferienwohnung hilft die Frage, welche Erlebnisse Ihre Reise prägen sollen: Möchten Sie Ausstellungen und Stadtgeschichte kennenlernen oder Zeit im Grünen und am Wasser einplanen? Offenburg bietet konkrete Anknüpfungspunkte für beide Interessen.
Stadtgeschichte und Kultur entdecken
Im Museum im Ritterhaus erzählen mehr als 10.000 Objekte von Archäologie und Stadtgeschichte. Zu sehen sind archäologische Ausgrabungsstücke und stadtgeschichtliche Zeugnisse vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Abteilung „Wald-Land-Fluss“ ergänzt den Blick auf die Region mit naturkundlichen und geologischen Exponaten aus der Ortenau. Sie ist als Familienmuseum konzipiert; Kinder können aus mehr als 60 museumspädagogischen Kursen auswählen und dort ihren Geburtstag feiern. Wechselausstellungen und ein Veranstaltungsprogramm erweitern das Museumsangebot.
Der Salmen verbindet zwei wichtige Kapitel der Offenburger Geschichte. Seine Dauerausstellung erläutert die Zusammenhänge der Verkündung der „13 Forderungen des Volkes“ am 12. September 1847. Ein zweiter Ausstellungsraum im Vorderhaus erzählt von der jüdischen Gemeinde Offenburgs: von der Vorkriegszeit über Verfolgung und Vernichtung während des Zweiten Weltkriegs bis zum jüdischen Leben in Offenburg heute. Der restaurierte Salmen gilt als eine der Wiegen der deutschen Demokratie.
Auch das Kulturforum macht Offenburger Kultur sichtbar. Auf dem Platz der Verfassungsfreunde steht die 20 m hohe Aluminiumskulptur „Freiheit - Männlich/Weiblich“ des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky. Sie erinnert an die wichtige Rolle der Stadt in der deutschen Demokratiebewegung. Auf einem ehemaligen Exerziergelände befinden sich außerdem Stadtbibliothek, Musikschule, Kunstschule, Volkshochschule und Reithalle. Wer sich für die ältere Stadtgeschichte interessiert, kann sie bei einer zweistündigen Führung durch das unterirdische Offenburg anhand von vier typischen Gewölbekellern kennenlernen; die Ursprünge der Keller reichen bis ins Mittelalter zurück.
Wasser, Wald und Wege
Der 19 ha große Gifizsee umfasst das abgegrenzte Gifiz-Strandbad. Dort sind Bootsverleih, Rudern, Schwimmen, Segeln und Surfen möglich. Die Auswahl reicht damit von Aktivitäten auf dem Wasser bis zum Schwimmen. Wer einen Aufenthalt mit solchen Erlebnissen verbinden möchte, kann den Gifizsee bei der Entscheidung für den eigenen Reisestil berücksichtigen.
Für Bewegung an Land bietet der Stadtwald Wander- und Fahrradwege sowie Trimm-Dich- und Lehrpfade. Eine längere Tour ist der knapp 48 Kilometer lange Gustav-Weg: Der Rundkurs verbindet die Offenburger Kernstadt mit ihren elf Ortsteilen. Unterwegs führt er durch drei Landschaftsformen – das fruchtbare Ried, die Vorbergzone mit vielen Ausblicken und den Schwarzwald mit seinen lauschigen Pfaden. Die See-Wiesen-Ried-Tour ist leicht zu fahren, überwiegend flach und familienfreundlich. So können Sie zwischen einem Rundkurs durch verschiedene Landschaften und einer als leicht beschriebenen Tour wählen.
Auch die Waldgebiete unterscheiden sich in Lage und Ausmaß. Der Auewald liegt im Westen und Nordwesten Offenburgs und umfasst 1.569,6 ha. Der 625,7 ha große Bergwald befindet sich in der Vorbergzone des Schwarzwaldes zwischen 170 und 680 m Höhe. Wer bei der Reise vor allem Natur und Wege in den Blick nimmt, findet damit verschiedene Landschaftsräume, die sich in die Urlaubsplanung einbeziehen lassen.
Anreise und Orientierung
Offenburg liegt an der ICE-Strecke Hamburg–Basel sowie an der TGV-Strecke Offenburg–Paris. Der zentral gelegene Bahnhof macht die Innenstadt bequem zu Fuß erreichbar; gegenüber befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof mit Anschlüssen an das Stadtbus- und regionale Liniennetz. Für Gäste, die ihre Reise mit Bahn und Bus planen, sind das hilfreiche Orientierungspunkte bei der Wahl des Aufenthaltsortes.
Kostenlose Stadtführungen werden am Samstagvormittag von März bis Oktober angeboten; zusätzlich umfasst das Angebot Mittwochabende von Anfang Juni bis Anfang September. Damit lässt sich ein geführter Einblick in die Stadtgeschichte je nach Reisezeit in die Planung aufnehmen.
Weitere Orte zum Entdecken: Seelbach, Ringsheim, Kappel-Grafenhausen, Ortenberg, Ohlsbach, Seebach, Fischerbach und Hornberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ortenaukreis.