Provincia Última Esperanza
Unterkünfte in Provincia Última Esperanza
Die Provincia Última Esperanza verbindet eindrucksvolle Eislandschaften mit patagonischer Steppe, Wäldern und besonderen Orten der Menschheitsgeschichte. Ob Sie Gletscher erleben, wandern oder eine archäologisch bedeutsame Höhle besuchen möchten: Die unterschiedlichen Ziele und Anreisearten geben Ihrer Reise jeweils einen eigenen Schwerpunkt.
Steppe, Wälder und Eis im Torres del Paine
Im Parque Nacional Torres del Paine treffen patagonische Steppe, dichte Lenga-Wälder und die Eismassen des Campo de Hielo Sur aufeinander. Der Park ist ein UNESCO-Biosphärenreservat. Wer Naturerlebnisse sucht, findet hier verschiedene Möglichkeiten: Zu den Ökotourismus-Aktivitäten zählen Camping, Wandern, Bergsteigen, Bootfahren, Flussabfahrten, Gletscherquerungen, Reiten und das Filmen von Dokumentarfilmen.
Ein markantes Ziel im westlichen Parkbereich ist der Glaciar Grey. Er entspringt in den Campos de Hielo Sur und bewegt sich über 28 Kilometer bis zum gleichnamigen See, wo er in blaue Eisschollen zerbricht. Seine Eisfronten erreichen eine Höhe von 30 Metern. Sie können sich ihnen per Boot nähern oder mit fachkundigen Guides auf dem Eis gehen. So stehen unterschiedliche Arten, den Gletscher zu erleben, nebeneinander – vom Wasser aus oder unmittelbar auf dem Eis.
Zum Sektor Lago Grey sind es von Puerto Natales über die internen Parkstraßen ungefähr 100 Kilometer beziehungsweise etwa zwei Stunden. Vom Hotel Lago Grey startet dort eine dreistündige Bootsfahrt zu den Eisfronten. Wenn dieses Erlebnis einen Schwerpunkt Ihrer Reise bildet, können Sie diese Fahrt und die längere Anfahrt bei Ihrer Unterkunfts- und Tagesplanung berücksichtigen.
Eine Höhle mit archäologischer Bedeutung
Das Monumento Natural Cueva del Milodón bietet einen ganz anderen Zugang zur Region. Die Höhle besitzt archäologischen Wert: Vor ungefähr 12.000 Jahren lebten dort frühe Menschen Patagoniens. Die ungefähre Zeitangabe unterstreicht die lange Besiedlungsgeschichte, ohne dass sich die Höhle allein auf ihre Vergangenheit reduzieren lässt.
Von Puerto Natales erreichen Sie das Monument über mehr als 17 Kilometer auf der Ruta 9 Norte bis zur Abzweigung Milodón-Cerro Castillo und anschließend über 8 Kilometer auf der Ruta Y-290 bis zum Parkplatz und Eingang. Vor Ort gibt es ein Umweltinformationszentrum, Toiletten, Picknickbereiche und Wege; Souvenirs und Snacks werden verkauft. Der Weg zur Cueva Grande wurde für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gestaltet.
Diese Angaben helfen, den Besuch konkret einzuordnen: Die Zufahrt umfasst zwei Straßenabschnitte, und am Monument gibt es mehrere Angebote für Besucher.
Bootsfahrten und abgelegene Schutzgebiete
Für eine ganztägige Bootsfahrt starten Sie in Puerto Natales, üblicherweise in Puerto Bories. Die Tour führt durch die Fjorde des Parque Nacional Bernardo O’Higgins zu den Gletschern Balmaceda und Serrano. Der Platz muss im Voraus auf einer Tour reserviert werden. Das ist eine andere Art von Ausflug als die Bootsfahrt am Glaciar Grey: Hier stehen eine ganztägige Fjordfahrt und zwei Gletscher auf dem Programm.
Der Parque Nacional Bernardo O’Higgins zeigt auch die Dimension der Eislandschaft. Sein größter Teil umfasst das Campo de Hielo Sur, das Campo de Hielo Dr. Juan Bruggen und das Campo de Hielo Patagónico; zusammen bedecken diese Eisfelder 1.000.500 Hektar. Ein weiteres Schutzgebiet, der Parque Nacional Kawésqar, ist ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar, unter anderem von Punta Arenas, Puerto Natales oder Puerto Montt. Besucherbetreuung und Infrastruktur zur öffentlichen Nutzung gibt es dort nicht – ein wichtiger Unterschied für die Wahl Ihrer Ausflugsziele.
Auch das geschützte Bien Nacional Protegido Archipiélago Madre de Dios ist ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar; von Puerto Natales ist eine eintägige Fahrt dorthin möglich. Das Gebiet besteht aus 54 Inseln nördlich des 50. südlichen Breitengrads und unmittelbar südlich des Trinidad-Kanals. Diese Ziele unterscheiden sich deutlich von den Straßen- und Parkzugängen rund um die Cueva del Milodón und Torres del Paine.
Puerto Natales als Anreise- und Ausgangspunkt
Der wichtigste Zugang zum Parque Nacional Torres del Paine führt über Puerto Natales. Vom Busbahnhof der Stadt fahren täglich Busse zu den Portalen Laguna Amarga, Sarmiento und Serrano; die Fahrt dauert ungefähr zwei Stunden. Puerto Natales ist außerdem mit saisonalen Direktflügen zum Aeródromo Teniente Julio Gallardo erreichbar. Von Punta Arenas führt die 250 Kilometer lange Fahrt über die Ruta 9 ungefähr drei Stunden; zusätzlich besteht eine Fährverbindung von Puerto Montt.
Puerto Natales ist auch für seine auf Lammfleisch und Königskrabben spezialisierte Gastronomie bekannt. Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie daher überlegen, ob Sie die Stadt als Ausgangspunkt für Anreise, Ausflüge und regionale Küche einplanen möchten. Für die weitere Orientierung führen auch die Seiten zu Estancia Pudeto, Torres Del Paine und Natales zu einzelnen Orten der Provinz. Weitere Provinzen auf derselben Ebene: Provinz Antártica Chilena, Provincia Magallanes, Provincia Tierra Del Fuego.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Region Magallanes Y De La Antártica Chilena.