Caldera
Unterkünfte in Caldera
Caldera verbindet Strandorte mit einer vielschichtigen Hafen- und Regionalgeschichte. Playa Mansa, die Iglesia San Vicente de Paul und historische Gebäude stehen für unterschiedliche Seiten des Ortes. Die Ruta Histórica führt durch das historische Zentrum und umfasst die ersten Häuser des Hafens sowie markante Orte, die die Geschichte der Región de Atacama und Chiles geprägt haben. So lässt sich Caldera sowohl über seine Küste als auch über seine Geschichte entdecken.
Strand und Ortsgeschichte
Playa Mansa ist der Hauptstrand der Gemeinde Caldera und liegt 800 Meter von der Plaza de Caldera entfernt. Dort gibt es Rettungsschwimmer, öffentliche Toiletten und Duschen. Der Strand hat keinen Wellengang und eignet sich dadurch besonders für Familien und Kinder. Wer bei einer Ferienwohnung in Caldera die Lage im Ort abwägt, kann die Plaza als konkreten Bezugspunkt für Playa Mansa nutzen. Playa Brava bildet einen anderen Küstenbezug: Sie liegt an der Küste des historischen Zentrums. Von Playa Mansa aus lassen sich außerdem historische Häuser erkunden, die die Geschichte des Hafens erzählen.
Gebäude und Erinnerungsorte
Casa Tornini verbindet mehrere Stationen der Ortsgeschichte. Thomas Smith, der damalige Verwalter der Eisenbahn, erbaute das Haus 1875. Bernardo Tornini Capelli erwarb es 1907 und nutzte es als Wohnhaus sowie als Büro des italienischen Konsulats. Heute können Sie Casa Tornini nach vorheriger Reservierung besichtigen. Zu sehen sind Sammlungen zur Guerra del Pacífico, zur Revolución Constituyente von 1859 und zu den Migrationsprozessen des späten 19. Jahrhunderts. Die Themen geben dem Haus einen breiten historischen Rahmen: vom Konflikt und den politischen Umbrüchen bis zu den Migrationen jener Zeit.
Die Gruta de Lourdes wurde 1934 als Heiligtum zu Ehren der Jungfrau von Lourdes begonnen. Errichtet wurde sie vom Pfarrer Crisógono de Sierra y Velásquez, bekannt als „Padre Negro“, mit Unterstützung der Nachbarschaft. Im Volksmund heißt die Gruta deshalb auch „La Gruta del Padre Negro“. Die Iglesia San Vicente de Paul ist ein weiteres historisches und religiöses Wahrzeichen von Caldera und ein bedeutender Ort des Gottesdienstes in der Región de Atacama in Chile.
Auch die frühere Nutzung öffentlicher Gebäude erzählt von wechselnden Aufgaben. In der ehemaligen Aduana de Caldera befanden sich zuvor unter anderem das erste britische Konsulat im Norden Chiles, ein Standesamt, ein Radiosender und eine Diskothek. Heute hat dort das Centro de Desarrollo Cultural der Universidad de Atacama seinen Sitz. Die Estación Caldera wurde 1964 zum Nationaldenkmal erklärt und für die Nutzung als Kulturzentrum umgebaut.
Weitere Ziele rund um Caldera
Wer den Blick über den Ort hinaus richten möchte, findet verschiedene Ausflugsziele mit jeweils eigenem Schwerpunkt. Die Mina San José liegt 30 Kilometer von Caldera entfernt in der Región de Atacama. Sie ist mit dem Ereignis vom 5. August 2010 verbunden, bei dem 33 Bergleute mehr als 700 Meter unter Tage eingeschlossen wurden.
Der Zoológico de Piedras liegt 15 Kilometer nördlich von Caldera an der Ruta 5. Sein ausgeschilderter Rundweg lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrzeug erkunden. Das Gebiet ist außerdem ein Boulderplatz, den nationale Kletterer regelmäßig aufsuchen. Eine andere Art von Besuch bietet das paläontologische Gebiet Los Dedos: Dieses geschützte, öffentlich zugängliche Freiluftmuseum liegt 12 Kilometer von Caldera entfernt an der Ruta C-302 in Richtung Morro und ist auch mit dem Fahrrad erreichbar. Ein Rundgang führt zu mehreren Stationen mit maßstabsgetreuen Darstellungen von Arten, die einst in der Region lebten.
Das Museo Paleontológico de Caldera vermittelt das paläontologische und historische Erbe der Gemeinde Caldera und der Región de Atacama; derzeit ist es wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Als weitere Reiseziele können Sie auch Copiapó und Tierra Amarilla in Ihre Reiseplanung aufnehmen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Provincia Copiapó.