Provincia Parinacota: Natur, Tierwelt und Andenkultur
Unterkünfte in Provincia Parinacota
Die Provincia Parinacota verbindet Landschaften des Altiplano mit Tierbeobachtungen und kulturellen Orten der Anden. Im Nationalpark Lauca gehören Präcordilleren- und Altiplano-Gebiete zusammen; der Park ist Teil des Weltnetzes der Biosphärenreservate. Für Ihre Reiseplanung können Sie abwägen, ob Sie eher kurze Wege, längere Wanderungen, Naturbeobachtung oder kulturelle Entdeckungen in den Mittelpunkt stellen möchten.
Landschaft und besondere Orte
Am Lago Chungará im Nationalpark Lauca ist die Tierwelt ein prägendes Thema: Der See ist von mehr als 130 einheimischen Arten umgeben. Dazu zählen Nandus, chilenische Flamingos, Lamas, Pumas und Füchse. Auch die Formationen des Pueblo del Diablo, auf Aymara Sajaramarka genannt, zeigen eine andere Seite der Landschaft. Sie entstanden durch die Erosion von Regen. Der Sektor liegt am Eingang von Misitune und beim Dorf Ancuta.
Ein weiterer Naturraum ist das Nationalreservat Las Vicuñas. Es umfasst 209.131 Hektar und ist Teil des Biosphärenreservats Lauca. Dort können Besucher das Territorialverhalten von Vikunjas beobachten: Dazu gehören Familienherden, Jungtiergruppen und einzelne Männchen. Wer sich besonders für diese Tiere interessiert, kann diesen Schwerpunkt bei der Auswahl seiner Reiseziele berücksichtigen.
Wege und Naturbeobachtung
Im Nationalpark Lauca unterscheiden sich zwei beschriebene Wege deutlich in ihrer Länge und Dauer. Der Sendero Chungará ist 600 m lang, leicht zu begehen und dauert insgesamt 30 Minuten. Der Sendero Parinacota ist ebenfalls leicht zu begehen, führt über 3,2 km und dauert insgesamt zwei Stunden. So können Sie Ihre Tagesplanung an der verfügbaren Zeit und der gewünschten Wegstrecke ausrichten, ohne die beiden Routen gleichzusetzen.
Am Salar de Surire stehen Tierbeobachtung und das Beachten der freigegebenen Bereiche im Vordergrund. Der Aussichtspunkt Chilcaya und die Hauptstrecke dienen der Beobachtung von Flamingos; der Weg darf dabei nicht verlassen werden. Das Naturdenkmal verfügt über keine Ausflugs- oder Umweltlehrpfade. Freigegeben sind nur die Hauptstraße und ein Campingbereich nahe den Termas de Polloquere. Dort erreicht das Wasser Temperaturen von bis zu 60 °C; außerdem gibt es einen Picknickplatz.
Anreise und Aufenthalt planen
Für das Nationalreservat Las Vicuñas führt die Zufahrt über die internationale Fernstraße 11-CH Arica–La Paz und anschließend über die Route A-235. Diese Strecke ist unregelmäßig und überwiegend unbefestigt; empfohlen werden Fahrzeuge mit großer Bodenfreiheit. Für das Naturdenkmal Salar de Surire werden die Routen A-235 oder A-31 und die internationale Fernstraße CH-11 Arica–La Paz genannt. Dorthin gibt es keinen öffentlichen Verkehr, und private Fahrzeuge müssen Allradantrieb haben. Diese unterschiedlichen Zufahrtsbedingungen sollten Sie bei der Wahl Ihrer Ziele und Ihrer Unterkunft berücksichtigen.
Für den Besuch des Nationalreservats Las Vicuñas wird empfohlen, zunächst in Putre zu bleiben, um sich zu akklimatisieren, und erst am zweiten Tag höher aufzusteigen. Außerdem sollte ausreichend Wasser getrunken werden. Wenn Sie eine Ferienwohnung in der Provincia Parinacota suchen, kann dieser empfohlene Ablauf eine hilfreiche Orientierung für die Planung Ihres Aufenthalts geben.
Kirchen, Geschichte und regionale Küche
Auch die Kirchen erzählen von der kulturellen Vielfalt der Gegend. Die Iglesia de San Francisco de Asís de Socoroma bildet das Zentrum des katholisch-andinen Zeremonialensembles im Dorf Socoroma. Dazu gehören außerdem ein freistehender Glockenturm, Posas, auf benachbarten Gipfeln gelegene Calvarios und ein Friedhof. Die Kirche von Parinacota wurde 1670 erbaut und später wiederaufgebaut; in ihrem Inneren befinden sich mehrere Gemälde, die den Andenbarock darstellen. Im Sektor El Trapiche im Nationalreservat Las Vicuñas erinnern Überreste an die Bergbautätigkeit des vergangenen Jahrhunderts.
Die Ruta de las Misiones ist eine künstlerische und kulturelle Route, die in Arica beginnt und über Codpa, Belén, Socoroma und Putre nach Visviri führt. In Putre umfasst das typische gastronomische Angebot Zubereitungen aus Kamelidenfleisch, Quinoa, Oregano mit Herkunftssiegel, Hochlandforelle und Chuño-Kartoffeln. Hinzu kommt Llaita, eine in den Bofedales wachsende Süßwasseralge.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Región De Arica Y Parinacota.