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São Pedro de Alcântara – Geschichte und Kultur

Unterkünfte in São Pedro de Alcântara

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ein Wasserfall im Atlantischen Regenwald, ein geschützter Abschnitt des Caminho Imperial und eine Geschichte, die bis zu den deutschen Einwanderern des 19. Jahrhunderts zurückreicht: São Pedro de Alcântara vereint unterschiedliche Seiten der Gemeinde. Kultur, religiöse Erinnerungsorte und lokale Traditionen geben der Reise ebenso eigene Akzente wie die Natur rund um die Cachoeira do Salto.

Auf den Spuren der Siedlung

São Pedro de Alcântara wurde 1829 von überwiegend aus Hunsrück und Eifel stammenden deutschen Einwanderern gegründet und gilt als älteste deutsche Kolonie im Bundesstaat Santa Catarina. Die Siedlung entstand am 1. März 1829 am Caminho das Tropas. Deutsche Einwanderer nannten diesen Weg Kaiserlicherweg oder Caminho Imperial; er wird auf das Jahr 1789 datiert. Diese verschiedenen Jahreszahlen gehören zu unterschiedlichen Stationen der Ortsgeschichte: 1789 zum Weg, 1829 zur Gründung der Siedlung.

Am Gemeindesitz ist ein etwa 700 Meter langer Abschnitt des Caminho Imperial als kommunales Kulturerbe geschützt. Dort gibt es Abschnitte mit einer für die Kaiserzeit charakteristischen Pflasterung aus »Pé de moleque«, die von versklavten Menschen angelegt wurde. Die Geschichte des Weges umfasst damit nicht nur die Entstehung der Siedlung, sondern auch die Arbeit der Menschen, die an seiner Anlage beteiligt waren.

Kultur und Bauwerke

Die Casa da Cultura ist zugleich Centro de Atendimento ao Turista. Dort erhalten Sie Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Gastronomie, Unterkünften, Dienstleistungen und Routen der Gemeinde. In der Sala Alemanha stehen Geschichte, Kultur und die Beiträge der deutschen Einwanderer zur Entstehung von São Pedro de Alcântara im Mittelpunkt. Auch die Língua Hunsrük germanischen Ursprungs gehört zum historischen und kulturellen Erbe der Gemeinde.

Ein weiteres geschütztes Bauwerk befindet sich in Santa Filomena: Das Casarão Kretzer wurde 1920 im eklektischen Stil nach einem Entwurf des deutschen Architekten Oskar Von Blumenstri erbaut. Es gehört zu einem architektonischen Komplex und ist seit dem Erlass Nr. 5979 vom 5. Dezember 2002 als staatliches Kulturerbe von Santa Catarina geschützt. Zum Komplex gehört das Mosaico de Santa Filomena, das von Rodrigo de Haro und Idésio Leal geschaffen wurde und das Leben und Martyrium der heiligen Filomena darstellt.

Lokale Küche und gelebte Tradition

Recheio de São Pedro de Alcântara ist auch unter den Namen Recheio Alemão, Recheio de Galinha, Filz und Saco de Velho bekannt. Das traditionelle Gericht der ersten deutschen Kolonie von Santa Catarina wurde durch das Gesetz Nr. 704 vom 11. September 2012 zum immateriellen Kulturerbe von São Pedro de Alcântara erklärt. Es ist ein eigener Ausdruck des lokalen Erbes und ein Thema, das Sie bei der Beschäftigung mit der Geschichte und Küche des Ortes entdecken können.

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Zur religiösen Geschichte gehört das Santuário Bom Jesus da Santa Cruz. Es wurde am 13. Mai 1988 feierlich eingeweiht und geweiht, am hundertsten Jahrestag der Abschaffung der Sklaverei in Brasilien. Die sterblichen Überreste von Tio Marco wurden in ein Grab vor dem Santuário überführt. Für viele Menschen wurde das Grab zu einem Symbol der Verehrung und des Gedenkens; Tio Marco wurde nicht kanonisiert.

Die traditionelle Festa de Santo Isidoro e São Cristóvão, auch Festa do Colono e do Motorista genannt, findet seit 62 Jahren im Juli statt. Zu ihr gehören lokale Küche, ein Umzug mit Ochsenkarren und Kleintraktoren, der Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse an Besucher sowie die Segnung von Fahrzeugen. Die Festa do Padroeiro São Pedro de Alcântara findet am Sonntag statt, der dem 19. Oktober, dem Gedenktag des heiligen São Pedro de Alcântara, am nächsten liegt.

Natur und Anreise

Die Cachoeira do Salto liegt im Atlantischen Regenwald am Gemeindesitz von São Pedro de Alcântara. Ein weiterer, anders geprägter Ausflugsort ist Recanto das Pedras, ein naturnaher Freizeitbereich mit Wasserpark und Möglichkeiten zur Durchführung von Veranstaltungen. Wer den Aufenthalt eher an Kultur und Ortsgeschichte oder an Natur und Freizeit ausrichten möchte, kann diese Interessen bei der Wahl der Ferienwohnung als unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigen.

Für die Straßenanbindung nach São Pedro de Alcântara führt die SC-281; sie beginnt auf der BR-101-Seite bei der Einfahrt neben dem Continente Shopping in São José. Die Buslinie São Pedro de Alcântara–Florianópolis fährt vom zentralen Busbahnhof TICEN in Florianópolis ab. Die Fahrtdauer beträgt etwa 1 Stunde und 20 Minuten. Im Zentrum von São Pedro de Alcântara ist die Gruta Nossa Senhora de Fátima in der Rua João Pering als öffentlicher und kostenlos zugänglicher Ort angegeben.

Weitere Reiseziele entdecken: Arroio Trinta, Canelinha, Urupema, Bocaina do Sul, Turvo, Meleiro, Imaruí und Guaraciaba.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Santa Catarina.

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