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Ôlho D'água: Ortsgeschichte und Archäologie

Unterkünfte in Ôlho D'água

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ôlho D'água verbindet einen Ortsnamen mit einem ungewöhnlich konkreten archäologischen Thema: Die Ortschaft gab den Fundstätten Olho D’Água I und II ihren Namen; beide liegen in Jaguaruna. Für Sie liegt der Reiz in den unterschiedlichen Spuren dieser Fundstätten. Interpretierte Wohnflächen, Nebenstrukturen und Flusssediment führen von der Nutzung des Bodens bis zu einem außergewöhnlichen Hochwasser des Urussanga.

Zwei Fundstätten, unterschiedliche Maßreihen

Olho D’Água II hatte durchschnittliche Maße von 100 × 30 × 0,5 Metern. Dort fanden eine archäologische Untersuchung und eine Ausgrabung statt; die Fundstätte wurde zur Verdichtung von Straßen zerstört. Olho D’Água II lag vier Kilometer vom Strand entfernt. Die Maßangaben charakterisieren die Fundstätte, der Strandabstand verortet sie räumlich; beides beantwortet unterschiedliche Orientierungsfragen.

Die durchschnittlichen Maße von Olho D’Água I lauten 100 × 50 × 1 Meter. Bei beiden Fundstätten beträgt der erste Maßwert 100 Meter; die beiden folgenden Werte fallen bei Olho D’Água I größer aus. Als Durchschnittsmaße liefern die Zahlen eine Größenorientierung, aber keinen exakten Umriss.

Wohnspuren und ihre Deutung

Olho D’Água I umfasst fünf Flecken schwarzer Erde. Die wichtigste Schicht wurde als kreisförmige Wohnfläche mit einem Durchmesser von 15 Metern interpretiert; zwei weitere Flecken wurden ebenfalls als Wohnflächen gedeutet. Die 15-Meter-Angabe bezieht sich auf die wichtigste interpretierte Fläche, nicht auf die Gesamtgröße der Fundstätte. Zu den schwarzen Erdflächen gehörten außerdem zwei Nebenstrukturen. Die Oberfläche der Fundstätte wurde für den Anbau genutzt.

Die Stratigrafie, also die Abfolge archäologischer Schichten, weist auf eine plötzliche Aufgabe und eine anschließende Wiederbesiedlung hin. Damit erhält die Geschichte des Fundplatzes neben den räumlichen Deutungen der Wohnflächen auch eine zeitliche Perspektive.

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Der Urussanga als Umweltspur

Olho D’Água I liegt am linken Ufer des Flusses Urussanga. Eine bis zu zehn Zentimeter dicke Schicht aus fluvialem Sediment dokumentiert ein außergewöhnliches Hochwasser. Fluviales Sediment ist vom Fluss transportiertes oder abgelagertes Material. Die Sedimentschicht bietet damit einen anderen Blickwinkel als Wohnflächen und Nebenstrukturen: Sie bewahrt einen Hinweis auf ein Naturereignis, während die übrigen Angaben von menschlicher Nutzung handeln.

Archäologie als Reiseinteresse

Wenn Sie Ihre Reise mit einem archäologischen Schwerpunkt planen, können Sie sich an den Fragen orientieren, die Sie besonders interessieren: Wohnflächen und Besiedlungsfolge, Flussgeschichte oder der Vergleich unterschiedlicher Maße. Olho D’Água I verbindet Wohnflächen und Schichtenfolge mit dem Urussanga-Hochwasser; Olho D’Água II bietet die andere Maßreihe sowie die archäologische Untersuchung und die Zerstörung der Fundstätte. Für die Ferienwohnungssuche berücksichtigen Sie den gewünschten Aufenthaltsort. Planen Sie eine Besichtigung, klären Sie den Zugang vorab.

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