Amapá: Regenwald, Flüsse und Küste
Unterkünfte in Amapá
Amapá verbindet gemeinschaftlich organisierte Besuche im Amazonaswald mit Fluss- und Küstenlandschaften sowie Kultur- und Freizeitorten in Macapá. Für die Suche nach einer Ferienwohnung lohnt es sich, zuerst den gewünschten Schwerpunkt festzulegen: Soll der Aufenthalt vor allem Natur und Wasser umfassen, oder möchten Sie auch Museen und Freizeitangebote einbeziehen?
Eingang der Fortaleza de São José de Macapá in Macapá.
Foto: Alécio Cezar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Gemeinschaft und Natur im Amazonaswald
In der Floresta Nacional do Amapá organisieren Bewohner gemeinschaftsbasierten Tourismus. In ihrer Gemeinschaft übernehmen sie Transport, Verpflegung und Übernachtungen in ihren Häusern. Besucher können die beiden wichtigsten Flüsse, Araguari und Falsino, besuchen, den Wald erkunden, Tiere beobachten, in Stromschnellen baden und Waldwege begehen. Bestätigen Sie die Arrangements vor der Reise anhand der aktuellen Besuchshinweise von ICMBio.
Bei Besuchen bei Bewohnern können Sie lokale Küche, Fischgerichte und regionale Rezepte sowie verschiedene Amazonasfrüchte probieren. Die Verpflegung gehört damit ebenso zu diesem Angebot wie die Naturerlebnisse; beides ist an die Besuche in der Gemeinschaft gebunden.
Schutzgebiete und Küstenlandschaften
Der Parque Nacional Montanhas do Tumucumaque liegt in den Bundesstaaten Amapá und Pará. Wanderwege und zahlreiche Wasserfälle ermöglichen dort ein Naturerlebnis im Amazonasgebiet; für Ausflüge ist eine vorherige Genehmigung von ICMBio erforderlich. Der Park zieht Menschen an, die sich für Expeditionen im Amazonaswald, Stromschnellen und Tierbeobachtung interessieren. Zu den dort genannten Tieren gehören Jaguare, Harpyien und Klammeraffen.
Der Parque Nacional do Cabo Orange schützt 619.000 Hektar empfindlicher Küstenökosysteme und wurde 1980 geschaffen. Als kontinentaler und Meerespark umfasst er einen 200 Kilometer langen Küstenstreifen und reicht zusätzlich 10 Kilometer in die Meereszone. Zu den geschützten Lebensräumen zählen Meeresgebiete, Mangroven, Restingas, Ästuare, Seen, Lagunen, überflutete Ebenen und Wälder; in geringerem Umfang kommen Terra-Firme-Wälder und amazonische Savannen hinzu. Bei Bootsausflügen auf Flüssen und Kanälen können Besucher Mangroven, überflutete Felder und eine vielfältige Tierwelt beobachten, darunter Guaras, Reiher und weitere Küstenvögel.
In Calçoene liegt die Praia do Goiabal, Amapás einziger Salzwasserstrand. Ihr Sandstrand ist etwa 40 Kilometer lang. Damit bietet die Küste einen anderen Landschaftsschwerpunkt als die Flüsse und Waldgebiete im Landesinneren.
Kultur und Freizeit in Macapá
Die Fortaleza de São José de Macapá ist ein bedeutendes Beispiel brasilianischer Militärarchitektur des 18. Jahrhunderts und heute ein Museum. Das Museu Sacaca zeigt Nachbildungen indigener Behausungen sowie von Behausungen der Caboclos, Ribeirinhos und Castanheiros; außerdem gehört das Handelsboot „regatão“ zu seinen Exponaten. So stehen in Macapá historische Militärarchitektur und Darstellungen verschiedener Lebenswelten nebeneinander.
Der Bioparque da Amazônia umfasst Terra-Firme-Wald, Cerrado und überflutete Felder sowie mehr als 70 Baum- und Tierarten. Zu seinen Angeboten gehören zugängliche Wege, ein Sinnesgarten, Tierbeobachtung und Abenteuerparcours mit Seilrutsche und Baumklettern. Der Park verfügt außerdem über sechs ökologische Wanderwege an Land und einen Wasserweg.
Der Parque Meio do Mundo in Macapá ist eine 69.000 Quadratmeter große Freizeitanlage mit Angeboten für alle Altersgruppen. Zum Espaço Selvinha gehören ein Wasserpark mit Rutschen, Duschen und Wasserfontänen sowie Angebote zum Baumklettern und Klettern. Im überdachten Gastronomiebereich mit Tischen und Bänken gibt es acht gastronomische Betriebe: eine Eisdiele, eine Pizzeria, ein Hamburgerrestaurant, ein Café, ein Angebot gesunder Küche, ein Restaurant für zeitgenössische Küche, ein Grill- und Bierlokal sowie einen Anbieter typischer Küche. Die gastronomische Zusammensetzung kann sich ändern.
Ein weiterer Wasserbezug ist die Praia da Fazendinha: Sie ist ein Süßwasser-Badeort am Rio Amazonas in der Metropolregion Macapá, an dem Besucher auch lokale Küche genießen können. Der Kontrast zur Salzwasserküste bei Calçoene hilft dabei, die gewünschten Wassererlebnisse für die Reise genauer zu bestimmen.
Landschaft und Tradition in Mazagão
Zu den Naturlandschaften des Munizips Mazagão gehören der Wasserfall am Rio Maracá und die Landschaft am Lago do Ajuruxi. Mazagão Velho konzentriert einen umfangreichen Kalender religiöser, traditioneller und kultureller Feste. Die Festa de São Tiago findet im Juli dort statt und verbindet religiöse Rituale, eine Reiterprozession und ein Freilichttheater, das den Kampf zwischen Mauren und Christen darstellt. Wenn Sie das Fest zum Anlass Ihrer Reise nehmen, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vorab.
Anreise und Wahl des Schwerpunkts
Langstreckenreisen zwischen Amapá und dem übrigen Brasilien erfolgen überwiegend mit dem Flugzeug oder auf dem Wasserweg mit Passagierschiffen, die von Belém oder Santarém kommen und den Rio Amazonas überqueren. Der Luftverkehrszugang nach Amapá ist auf den Aeroporto Internacional de Macapá (MCP) ausgerichtet; Betrieb und Flugpläne können sich ändern. Prüfen Sie aktuelle Flug- und Schiffsverbindungen vor der Reise. Zwischen der Hauptstadt und nahe gelegenen Badeorten erfolgt der Verkehr mit dem Auto oder Bus über Staatsstraßen wie die AP-010.
Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie den gewünschten Reisecharakter und die Anreiseform gemeinsam abwägen: Macapá bietet Kultur- und Freizeitziele, während Wald, Flüsse und Küste andere Schwerpunkte setzen. So lässt sich die Suche an den Erlebnissen ausrichten, die für Ihren Aufenthalt in Amapá im Vordergrund stehen.
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