Bertrix: Schiefergeschichte und Wege an der Semois
Unterkünfte in Bertrix
Bertrix eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf seine Geschichte: Im Schieferbergwerk geht es um Geologie, Abbau und die Arbeit unter Tage; oberirdisch begegnen Ihnen eine Einsiedelei, eine alte Mühle und ein früherer Bahnabschnitt, der heute als Spazierweg dient. Hinzu kommt der Blick über das Tal der Semois. Für Ihre Reiseplanung können Sie überlegen, ob Bergbaugeschichte, Kulturerbe oder Landschaft den Schwerpunkt bilden soll.
Schieferbergbau auf unterschiedliche Weise erleben
Der Rundgang in der Mine Au Cœur de l'Ardoise ist fast 1 Kilometer lang. Im Mittelpunkt stehen die Geologie des Schiefers, die Abbautechniken und die Arbeitsbedingungen der Bergleute. So führt der Rundgang verschiedene Seiten des Bergbaus zusammen: die Beschaffenheit des Materials, seine Gewinnung und den Arbeitsalltag der Menschen in der Mine.
Für Besichtigungen gibt es ein selbstständiges Audioformat auf Französisch, Niederländisch und Wallonisch. Außerdem werden nach Reservierung geführte Besichtigungen der Mine mit einem ehemaligen Bergmann angeboten. Sie können damit zwischen einer selbstständigen Audiobesichtigung und einer Führung wählen. Prüfen Sie die Reservierungsdetails vor Ihrer Reise.
Eine weitere Möglichkeit in der Mine ist eine unterirdische Verkostung lokaler Biere oder handwerklich hergestellter Aperitifs. Dieses Angebot richtet sich an Gruppen von mindestens 10 Personen und ist nur nach Reservierung vorgesehen. Berücksichtigen Sie bei der Planung also sowohl die Gruppengröße als auch die Reservierung.
Grotte, Einsiedelei und Mühle in Cugnon
In Cugnon innerhalb von Bertrix besteht die Grotte Saint-Remacle aus einem Oratorium mit drei Grotten, die in eine Felswand oberhalb der Semois gehauen sind. Die Verbindung von Oratorium, Felswand und Lage über dem Fluss gibt diesem Ort einen eigenen Charakter. Die Einsiedelei Saint-Remacle gilt als Zeugnis der Evangelisierung der Region ab dem 7. Jahrhundert. Die Grotte Saint-Remacle wurde 1936 restauriert.
Ein weiterer historischer Akzent ist das Moulin de Cugnon. Es zählt zu den ältesten Gebäuden des Dorfes und wurde um 1695 errichtet. Das private Moulin aus dem 17. Jahrhundert gilt als touristisch interessantes Ziel, an dem Besucher die Brücke und die Mühle bewundern können. Vor einigen Jahren erhielt es wieder ein Wasserrad. Damit stehen in Cugnon unterschiedliche historische Themen nebeneinander: die religiöse Überlieferung rund um Saint-Remacle und die Geschichte eines alten Mühlengebäudes.
Spazierweg und Aussicht über die Semois
Auch die frühere Bahnstrecke bietet heute einen anderen Zugang zur Umgebung: Ein Abschnitt der ehemaligen Strecke von Bertrix nach Herbeumont ist der Spazierweg „Voie des Pierres qui Parlent“. Der Wechsel von Bahntrasse zu Spazierweg gibt dem Weg seinen historischen Bezug, während der Name an die heutige Nutzung erinnert.
Der Aussichtspunkt „Le point de vue du Mergyre“ bietet einen Blick über das Tal der Semois. Er ist über einen Waldweg erreichbar, der auch „sentier du facteur“ oder „sentier Chauchet“ heißt und auf etwa 200 Metern am Hügel Mergire entlangführt. Die Namen und die Wegführung helfen Ihnen, diesen Ausflugspunkt in Ihrer Planung wiederzuerkennen.
Die verschiedenen Angebote lassen sich so nach Ihren Interessen ordnen, ohne Bergbau, Kulturerbe und Landschaft zu einem einzigen Ausflugsprogramm zusammenzufassen.
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