Nandrin: Türme, Romanik und Täler
Unterkünfte in Nandrin
Nandrin lässt sich über unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen: mittelalterliche Türme und romanische Baukunst stehen neben einem Museum zum ländlichen Leben und Landschaften mit Fels, Tälern und einer vielfältigen Tierwelt. Wenn Sie mit Kindern reisen, können Bauformen, Gesteine und Lebensräume gemeinsame Gesprächsthemen sein. So lässt sich der Aufenthalt nach kulturellen und naturkundlichen Interessen gestalten, statt alle Unternehmungen auf denselben Schwerpunkt auszurichten.
Türme, Musik und Erinnerungsorte
Die Tour du donjon stammt aus dem 13. Jahrhundert und war Teil einer Burg, die vom 14. bis zum 18. Jahrhundert bestand. Ein weiterer markanter Bau ist der quadratische Tour de Nandrin: Er misst 22 Meter und umfasst fünf Stockwerke sowie einen teilweise unterirdischen Keller. Die beiden Türme vermitteln unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Ortsgeschichte – bei der Tour du donjon die Verbindung zur Burg, beim Tour de Nandrin die Maße und die vertikale Gliederung.
Auch auf der Place Ovide Musin wird Geschichte persönlich: Eine Gedenktafel am Geburtshaus erinnert an den Geiger und Komponisten Ovide Musin. Dieser Bezug zu Musik und Biografie ergänzt die baulichen Zeugnisse um einen anderen Zugang zur lokalen Kultur.
Romanische Baukunst und lokale Geschichte
Die Kirche Saints-Pierre-et-Paul gehört seit 1933 zum außergewöhnlichen unbeweglichen Kulturerbe der Wallonischen Region in der Provinz Lüttich. Sie ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, gebaut aus Pierre d’Avoine, und gilt als einziges Zeugnis des cluniazensischen Architekturstils in Belgien. Bauzeit und Material verbinden sich hier mit einer besonderen architekturgeschichtlichen Bedeutung.
Das Priorat von Saint-Séverin wurde 1091 gegründet. Die Kirche Saints-Pierre-et-Paul entstand zwischen 1136 und 1145; ihr achteckiger Turm besitzt gekuppelte Fenster in Arkaden. Gemeint sind paarweise angeordnete Fenster, die in Bogenöffnungen gefasst sind. Ein Taufbecken aus Meuse-Kalkstein stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. Löwenreliefs und vier bärtige Gesichter an den Ecken schmücken das Becken; es ruht auf einem Schaft mit zwölf Säulchen. Diese Details ergänzen den Blick auf die Architektur um ein kunsthandwerkliches Objekt.
Ein weiteres kulturelles Thema setzt das Musée de la Vie rurale Condruze. Es zeigt Gegenstände und Illustrationen, die das ländliche Leben vergangener Zeit im Lütticher Condroz veranschaulichen. Damit steht neben der kirchlichen und baulichen Geschichte auch der Alltag der Region im Mittelpunkt.
Fels, Täler und Tierwelt
La Rochette ist ein markanter Aufschluss aus Puddingstein. Dieses Sedimentgestein besteht aus Geröllen, die durch ein natürliches sandiges Bindemittel verbunden sind; zugleich dient der Aufschluss als Kletterstelle. Geologie und Aktivität treffen hier an einem konkreten Ort zusammen – ein anderes Naturthema als die Tierwelt der Täler.
Die Täler des Fond d’Oxhe und des Neufmoulin beherbergen unter anderem Eisvögel, Wasseramseln, Schwarzstörche und Schwarzspechte sowie 35 Arten tagaktiver Schmetterlinge. Die Tierarten sind keine sichere Sichtung bei jedem Besuch, geben aber einen Eindruck von der Vielfalt dieser Lebensräume. Die Promenade de la Rochette führt durch bewaldetes Gelände zum Standort Les Rochettes im malerischen Tal des Fond d’Oxhe. So kommt zu den beschriebenen Lebensräumen eine konkrete Route durch die Landschaft hinzu.
Den passenden Schwerpunkt für den Aufenthalt wählen
Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Nandrin können Sie zuerst den gewünschten Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: Soll die Ortsgeschichte mit Türmen, Kirche und Museum im Vordergrund stehen oder eher die Landschaft mit Fels, Tälern und Tierwelt? Wenn Sie mit Kindern reisen, können die verschiedenen Themen auch dabei helfen, kulturelle Entdeckungen und Naturerlebnisse in die Planung einzubeziehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Clavier, Ouffet, Pepinster, Marchin, Wanze, Grâce-Hollogne, Dalhem, Amel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lüttich.