Zum Inhalt

Ganja: Ziegelarchitektur, Parks und regionale Küche

Unterkünfte in Ganja

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Ganja verbindet historische Bauwerke und Museen mit Parkanlagen, Freizeitangeboten und einer eigenständigen Esskultur. Rote Ziegel prägen mehrere architektonische Wahrzeichen; zugleich gehören Radwege, Grünanlagen und ein monatlicher Kunsthandwerksmarkt zu den unterschiedlichen Seiten der Stadt. Für Ihre Reiseplanung können Sie deshalb abwägen, ob Kultur, Aktivitäten im Freien oder lokale Spezialitäten den Schwerpunkt bilden sollen.

File:City centre of Ganja Azerbaijan.jpg File:City centre of Ganja Azerbaijan.jpg Foto: Ilkin M-zade via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Historische Bauwerke und kulturelle Orte

Im Zentrum von Ganja steht das Chokek Hamam neben der Shah-Abbas-Moschee. Das Badehaus wurde 1606 im Auftrag des Safawidenherrschers Shah Abbas I. erbaut. Heute bietet es Ganzkörperpeelings, Massagen, Besenbehandlungen, ein Dampfbad, eine Sauna und türkische Bäder an. Die Shah-Abbas-Moschee, auch Juma-Moschee genannt, entstand ebenfalls 1606: Sie wurde nach dem Entwurf von Sheikh Baha' al-Din al-Amili aus roten Ziegeln im Stil der Aran-Architekturschule errichtet.

Eine andere Baugeschichte erzählt die Alexander-Newski-Kirche. Sie wurde 1887 auf dem Gelände eines alten Friedhofs aus Spenden für örtliche orthodoxe Christen und Muslime errichtet. Ihr rotes Ziegelmauerwerk und der byzantinische Stil prägen das Gebäude; sie gilt als eine der ältesten erhaltenen orthodoxen Kirchen Aserbaidschans. Das Javad-Khan-Mausoleum wurde 2005 über dem Grab von Javad Khan aus gebrannten roten Ziegeln im Stil der Aran-Architektur erbaut.

Auch das Bottle House ist ein markantes Ziel für Architekturinteressierte und ein beschriebenes Fotomotiv. Das ungewöhnliche zweigeschossige Gebäude wurde 1967 von Ibrahim Jafarov als Schrein für seinen im Zweiten Weltkrieg vermissten Bruder fertiggestellt. Am Nizami-Ganjavi-Mausoleum ergänzt ein Museum die kulturellen Eindrücke: Es zeigt seltene Handschriften und Miniaturen aus Nizamis Khamsa. Sein Konferenzsaal steht Besuchern mit Interesse an kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten in Ganja offen. Das Mausoleum wurde 1990–1991 restauriert und besitzt den Status eines geschützten Komplexes.

Parks, Radwege und Freizeit

Wenn Sie historische Besichtigungen mit Zeit im Grünen verbinden möchten, bieten die Parkkomplexe eine andere Perspektive auf Ganja. Der Ganjachay-Park- und Boulevardkomplex ist ein moderner innerstädtischer Ort für Erholung und verschiedene Aktivitäten; zu ihm gehört ein 1,7 Kilometer langer Radweg. Im Heydar-Aliyev-Parkkomplex gibt es Spazierwege im Grünen und einen 7 Kilometer langen Radweg. Seine Attraktionen sprechen Kinder ebenso wie Erwachsene an. Die unterschiedlichen Radweglängen können bei der Wahl einer Aktivität helfen, ohne dass daraus Angaben zu Dauer oder Streckenverlauf folgen.

Der Khan-Baghi-Park gilt als einer der ersten Parks im Kaukasus und dient den Einwohnern Ganjas als Erholungsort. Dort befindet sich auch das Freilufttheater Yashil Theatre, ein Veranstaltungsort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm gibt es außerdem den GanjLand-Komplex: Zu seinen Angeboten zählen Attraktionen aus verschiedenen Ländern, ein großes Schachbrett, 7D- und 8D-Kinos, der Reitclub Mustang sowie Fußballplätze, die den AFFA-Standards entsprechen.

Regionale Küche und Kunsthandwerk

Die Javad-Khan-Straße verbindet Geschäfte und Cafés mit Restaurants, traditionellen Teehäusern sowie Vereinigungen für Teppichweberei und Malerei. Dort können Sie traditionell zubereiteten Tee und Ganja-Pakhlava genießen. Diese Pakhlava ist heller als die Variante aus Baku und wird auf einem Kupferblech über Kohlen gebacken. Eine weitere lokale Spezialität ist Ganja-Dovga, eine joghurtbasierte Suppe mit mindestens sieben verschiedenen Kräutern.

Anzeige

Ganjasenet, eine monatliche Kunsthandwerksmesse, bietet Gelegenheit, Handarbeiten anzusehen und zu kaufen und direkt mit örtlichen Künstlern und Kunsthandwerkern zu sprechen. Sie findet am ersten Samstag jedes Monats von 11:00 bis 18:00 Uhr im Urban Centre der Ganja State Philharmonic Hall statt; der Eintritt ist frei. Daneben enthält das Mahsati-Ganjavi-Zentrum Bücher über Leben und Werk der Dichterin, elektronische Materialien zu ihrem literarischen Erbe auf Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch sowie Veröffentlichungen über nationale Musik und Volkskunst.

Anreise und Wahl des Aufenthalts

Ganja liegt an der Bahnstrecke und der Fernstraße zwischen Baku und Tiflis und verfügt über einen internationalen Flughafen. Ein Expresszug verkehrt täglich zwischen Baku und Ganja; außerdem fahren regelmäßig Busse vom Internationalen Busbahnhof in Baku in Städte und Orte der Region. Diese Verbindungen sind eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie Ihre Anreise und den Aufenthalt planen.

Bei der Wahl einer Ferienwohnung in Ganja können Sie Ihren geplanten Schwerpunkt zugrunde legen: historische Architektur und Museen, Parkbesuche und Radfahren oder Freizeitangebote und regionale Küche. Die Stadt verbindet diese Themen, ohne dass sie alle denselben Charakter haben. Für eine Vertiefung zur Stadt wählen Sie die Ortsseite Ganja.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aserbaidschan.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel: