Palpalá: Yungas, Wanderwege und Kultur
Unterkünfte in Palpalá
Palpalá bietet Anlass, die Reise ganz unterschiedlich auszurichten: auf Wanderungen in den Serranías del Zapla, auf die Landschaft der Yungas oder auf die religiöse und lokale Geschichte im näheren Umfeld. Die Wege unterscheiden sich deutlich in Länge und Schwierigkeit; dazu kommen kulturelle Orte und Einblicke in die lokale Herstellungsgeschichte.
Yungas und Landschaft der Serranías
Das Ökologische Schutzgebiet Serranías del Zapla erstreckt sich nördlich des Río Grande über das gesamte Departamento de Palpalá. Im Yungas-Ökosystem schützt es höher gelegene Bereiche des Bergregenwalds und des montanen Waldes. Wer sich besonders für Waldlandschaften interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei einem Besuch, der vor allem den religiösen Traditionen oder der Geschichte von Río Blanco gilt.
Auch Tierbeobachtungen sind Teil des Naturthemas, sollten aber nicht als sichere Sichtung eingeplant werden: Im Schutzgebiet kommt der Overo in den Yungas vor; in der Nähe von Wasserläufen können gelegentlich seine Spuren sichtbar sein. Das beschreibt eine mögliche Entdeckung am Weg, nicht eine garantierte Begegnung mit dem Tier.
Wanderungen mit unterschiedlichen Anforderungen
In der Villa Turística Serranías del Zapla stehen drei für Besucher freigegebene, selbst geführte Wanderwege zur Wahl. Der Sendero Los Monos ist ein leichter, 20-minütiger Weg hinter dem Petit Hotel. Gelegentlich lassen sich dort Affen und Nasenbären beobachten. Für einen kurzen Spaziergang ist diese Strecke eine andere Option als der mittelschwere Sendero Los Patos, der drei Stunden dauert.
Der Sendero Los Patos beginnt fünf Kilometer vor dem Zugang zur Villa Turística. Zu seinen Landschaftsmerkmalen zählen sich regenerierender Bergregenwald und die Ausbreitung heimischer Baumarten im Eukalyptuswald. Diese Angaben geben dem Weg ein eigenes Naturthema, während die Gehzeit und der Schwierigkeitsgrad bei der Tagesplanung helfen, die Wanderung einzuschätzen.
Die Wanderung zum Gipfel des Cerro Zapla ist eine sechs Stunden dauernde Rundtour mit hohem Schwierigkeitsgrad. Sie ist damit eine anspruchsvollere Wahl als der leichte Sendero Los Monos oder der mittelschwere Sendero Los Patos.
Die Villa Turística Serranías del Zapla
Die Villa Turística liegt auf 1.450 Metern Höhe an der Flanke der Serranías de Zapla. Von der Provinzstraße 56 aus führt ein acht Kilometer langer, ansteigender Schotterweg dorthin. Der Mirador Norte bietet einen Blick auf Palpalá und die Hügel der Serranías. An diesem Ort gibt es Unterkünfte, Campingbereiche und Asadores. Außerdem können Besucher geführtes Mountainbiking bei spezialisierten Guides buchen.
Die Zufahrt über den ansteigenden Schotterweg, die Höhenlage und das Angebot geführter Touren sind konkrete Punkte, die Sie bei der Wahl Ihres Ausflugsziels beachten können.
Religiöse Tradition und Geschichte in Río Blanco
Im näheren Umfeld von Palpalá liegt Río Blanco, wo das Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz als lebendiges Kulturerbe der Provinz Jujuy anerkannt ist. Es gilt als eine der repräsentativsten religiösen Ausdrucksformen der Provinz. An jedem Sonntag im Oktober empfängt Río Blanco Pilger, die die Schutzpatronin der Provinz ehren. Wer sich für religiöse Traditionen interessiert, kann diesen wiederkehrenden Oktobertermin bei der Reiseplanung berücksichtigen.
Auch die Bau- und Ortsgeschichte lässt sich dort aufgreifen: Die Kapelle und die Sakristei des Heiligtums Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von Río Blanco und Paypaya sind wegen ihres historischen, religiösen und symbolischen Werts als historisch-kulturelles Erbe der Provinz Jujuy geschützt. Die Calle San Juan folgt einem alten Königsweg; ihre historischen Häuser wurden sämtlich vor dem Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.
Río Blanco ist außerdem mit der Geschichte der Zuckerherstellung verbunden. Um 1650 wurde dort erstmals in der Provinz Jujuy Zucker hergestellt. Eine alte hölzerne Zuckermühle befindet sich in der Sammlung der Familie Cazón. Für Besucher, die neben Landschaft und Bewegung auch lokale Geschichte erkunden möchten, ergänzt dieser konkrete Einblick die religiösen Orte und historischen Häuser.
Weitere Entdeckungen und regionale Orientierung
Die Bergbau-Rundgänge in der Mina 9 de Octubre führen durch Stollen. Dabei können Besucher Bergbauwerkzeuge, ein Tunnellabyrinth und das unterirdische Mikroklima sehen und wahrnehmen. Einen anderen Zugang zur jüngeren Geschichte bietet das Museum „Héroes de Malvinas“ im näheren Umfeld: Dort vermitteln Zeitzeugenberichte von Veteranen die jüngere Geschichte.
Für eine Pause mit regionalem Bezug gibt es beim Patio Criollo del Arrabio am Parque de las Aguas Danzantes am Eingang von Palpalá gastronomische Produkte und Waren örtlicher Unternehmer. Das Städtische Bade- und Freizeitbad „23 de Agosto“ verfügt über Asadores, Erholungsbereiche sowie Basketball- und Fußballplätze. Palpalá ist über die Nationalstraße 66 und die Provinzstraßen 1 und 56 erreichbar.
Weitere Zielseiten: Departamento Humahuaca, Yavi, Departamento Ledesma, Palpalá, Departamento El Carmen, Departamento Valle Grande, Departamento Doctor Manuel Belgrano, Departamento Tumbaya.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jujuy.