Ovara
Unterkünfte in Ovara
Ovara ist ein Ziel für Reisende, die sich für archäologische Landschaft und Kulturgeschichte interessieren. In der Quebrada de Ovara treten an beiden Seiten der Nationalstraße Ruinen, steinerne Mauerreste und Hügel auf. Diese Kombination gibt dem Ort ein klares Thema: Die historischen Spuren umfassen nicht nur einzelne Ruinen, sondern auch unterschiedliche Formen der Nutzung und Gestaltung der Landschaft.
Archäologische Spuren in Ovara
Zu den archäologischen Elementen zählen saisonale Anbauflächen, landwirtschaftliche Terrassen und verschiedene Arten von Einfriedungen. In der Quebrada de Ovara befinden sich zudem Anbauterrassen sowie Aufschüttungen aus geräumten Steinen zwischen den Terrassen. Saisonale Flächen und Terrassen weisen auf landwirtschaftliche Nutzung hin; Einfriedungen und Steinreste ergänzen dieses Bild um bauliche Strukturen. Wer sich für archäologische Landschaften interessiert, kann die Ovara betreffenden Spuren so aus mehreren Blickwinkeln betrachten.
Gemeinschaft und kulturelle Bezüge
Die Comunidad Aborigen de Ovara im Departamento Humahuaca besitzt eine staatlich anerkannte Rechtspersönlichkeit; die formelle Anerkennung ist mit 2008 datiert. Neben den archäologischen Spuren gehört damit auch die Gemeinschaft zu den kulturellen Bezügen des Ortes.
Ein weiterer, klar datierter Bezug ist das Festival de la Chicha y las Canteras: Die dritte Ausgabe fand 2017 in Ovara statt.
Unterkunft und Reiseentscheidung
Die Hostería El Valle Sagrado ist eine Unterkunft in der Gemeinde Hornaditas, Ovara. Dort können Besucher an der Zubereitung von Hausbrot in einem Lehmofen teilnehmen. Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Ovara bieten die archäologischen und kulturellen Themen des Ortes einen konkreten Anhaltspunkt für Ihre Reiseplanung.
Departamento Humahuaca im regionalen Zusammenhang
Die Quebrada de Humahuaca durchquert das Departamento Humahuaca. Insgesamt ist sie ein etwa 155 Kilometer langes, enges und trockenes Gebirgstal, das vom Río Grande durchflossen wird. Im Jahr 2003 erklärte die UNESCO die Quebrada de Humahuaca zur Kulturlandschaft und zum Welterbe. In ihren Tälern sind zahlreiche archäologische Stätten, architektonische Kulturgüter und indigene Traditionen erhalten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Entlang des Río Grande verläuft der Camino Inca, eine bedeutende Kulturroute, die in den vergangenen 10.000 Jahren nachweislich als Handelsroute genutzt wurde. Für eine Autoreise durch die Quebrada de Humahuaca wird außerdem die 150 Kilometer lange Strecke der Ruta Nacional 9 zwischen Volcán und Tres Cruces empfohlen. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Straßenverhältnisse.
Weitere Kulturstätten im Departamento Humahuaca bieten eigene architektonische und historische Themen. In Uquía reichen die ersten dokumentierten Bauphasen der Capilla de la Santa Cruz y San Francisco de Paula bis ins 17. Jahrhundert zurück; die Kirche besitzt Lehmziegelmauern und einen vergoldeten Retabel. Zu ihrem künstlerischen Erbe gehören neun Arkebusier-Engel aus dem 17. Jahrhundert aus der Cuzco-Schule. Der Hauptretabel mit drei Straßen und drei Körpern gilt als einzigartig in der Region. Die Feier zu Ehren des Santo Patrono an der Kirche findet jedes Jahr am 3. Mai statt.
In Humahuaca erinnert das Monumento a los Héroes de la Independencia an den Unabhängigkeitskampf und würdigt die anonyme Beteiligung der Bevölkerung. Eine neun Meter hohe Bronzeskulptur einer indigenen Person prägt das Denkmal; Reliefs zeigen indigene Menschen und Gauchos. In Tres Cruces ist die archäologische Fundstätte Inca Cueva für den hohen Wert ihrer Felsmalereien bekannt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Departamento Humahuaca.