Dřevčice: Ferienwohnungen und Ferienhäuser
Dřevčice erschließt sich über seine Ortsgeschichte, die besondere Geländelage und archäologische Zeugnisse. Dabei liegen sakrale Baugeschichte, Spuren der früheren Festung und Einblicke in weit zurückliegende Siedlungszeiten eng beieinander.
Kultur und Geschichte
Die ursprünglich romanische Kirche St. Bartholomäus in Dřevčice stammt aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. An ihrer Südseite erhielt sie einen frühgotischen Anbau; im 18. Jahrhundert wurde ein neuer Chorraum errichtet. Der Glockenturm von Dřevčice entstand 1695 an der Stelle einer früheren Kapelle des heiligen Florian und bewahrt drei Glocken auf.
Die ursprünglich bischöfliche Festung Dřevčice entstand im 14. Jahrhundert auf einem Sporn und war durch eine Wasserbefestigung geschützt. Aus der Aufteilung des herrschaftlichen Hofes an der ursprünglichen Festung gingen Bauernhöfe hervor; ihre Einfahrten bilden die barocken Portale von Dřevčice aus dem Jahr 1776. Die erhaltenen Teile der Festung sind für die Öffentlichkeit zugänglich, dort finden verschiedene Veranstaltungen und Feiern statt.
Archäologie
Am südöstlichen Rand von Dřevčice liegt neben der Straße nach Svémyslice und dem angrenzenden Friedhof die archäologische Fundstelle Dřevčice–Na Výsluní. Dort wurden 95 archäologische Objekte mit Siedlungs- und Bestattungscharakter entdeckt und untersucht.
Bei der archäologischen Untersuchung von Dřevčice–Na Výsluní wurde außerdem ein bedeutendes Brandgräberfeld der jüngeren Bronzezeit entdeckt. Es wird der Knovízer Kultur der Urnenfelderzeit von 1350 bis 1050 v. Chr. zugeordnet. Ein weiterer Fund ist das sogenannte „Dřevčický příbor“, ein Keramikensemble, das am 24. Dezember 1932 beim Ausheben eines Grabens an der Straße von Dřevčice nach Popovice gefunden wurde. Es befindet sich heute im Nationalmuseum und gilt unter anderem als Beleg für ein mit dem Trinken von Getränken verbundenes Ritual.
Landschaft und Wege
Dřevčice liegt auf einer Geländestufe am Übergang von der Prager Hochebene zur Elbeniederung. Etwa 250 Meter nördlich der durch Dřevčice führenden Hauptstraße fällt das Gelände in das große Tal „v Chobotech“. Durch dieses Tal fließt der von Vinoř kommende Vinořský potok, der auch Valcha oder Chobot genannt wird.
Die Straße II/610 führt durch das Zentrum von Dřevčice und verbindet Prag-Vinoř mit Brandýs nad Labem. Außerdem zweigt die Pilgerwanderroute „Pražská pěší pouť do Staré Boleslavi“ bei Jenštejn in Richtung Dřevčice ab.
Weitere Orte
Weitere Ortsseiten: Velké Popovice, Křenek, Kostelní Strimelice, Modletice, Klíčany, Konojedy, Škvorec, Prusice.
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