Ainzón entdecken: Kultur, Wein und Landschaft

Ainzón liegt auf einer kleinen Anhöhe über dem Huecha-Tal. Im historischen Zentrum stehen mit Familienwappen geschmückte Herrenhäuser aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. So treffen in kurzer Folge Landschaftslage und mehrere Jahrhunderte regionaler Baugeschichte aufeinander.

Kultur

Die Kirche Nuestra Señora de la Piedad in Ainzón ist barock, im Rokoko-Geschmack gestaltet und enthält bemerkenswerte gotische Schnitzwerke, insbesondere den Santo Cristo de la Capilla. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; dazu kommen ein vierjochiges Langhaus und ein blindes elliptisches Gewölbe über der Vierung. Die Kirche verbindet damit barocke und rokokozeitliche Formen, gotische Schnitzkunst und die markante Form eines lateinischen Kreuzes in einem einzigen Sakralbau.

Das Museo Parroquial de Ainzón befindet sich in der ehemaligen Sakristei der Kirche Nuestra Señora de la Piedad. Eine Marienfigur aus dem 14. Jahrhundert ist dort hervorzuheben. Ebenfalls im Museum befindet sich eine Skulpturengruppe von San Abdón und San Senén, die als Märtyrer des 3. Jahrhunderts gelten.

Der Palast der Äbte von Veruela in Ainzón umschließt eine mittelalterliche Burg. Das Wandbild „Ainzón es vendimia“ stellt die enge Verbindung des Ortes zum Wein aus einer Perspektive dar, die Tradition und Moderne verbindet. Der Dance von Ainzón reicht in seiner überlieferten Aufführungsgeschichte bis 1843 zurück; nur in wenigen Jahren wurde er nicht dargestellt.

Landschaft

Die besonders reizvolle Landschaft rund um Ainzón wird von mehreren Flüssen, Bewässerungskanälen und Schluchten geprägt. Zum Landschaftsgebiet Monte Alto y Siete Cabezos gehören Pozuelo, Fuendejalón, Ainzón, Bureta, Magallón und Alberite de San Juan.

Der Camino de Veruela 6 führt durch die Huecha-Aue bis nach Ainzón. Der Wanderweg PR-Z 167 „Entre viñedos“ verläuft zwischen Ainzón und Pozuelo de Aragón durch Parzellen mit Trockenfeldbau und Steppenhügeln, die die fruchtbaren Landschaften von Bureta und Ainzón voneinander trennen. Die beiden Wege setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Der Camino de Veruela 6 folgt der Aue, während der PR-Z 167 die Abfolge von Trockenfeldbau und Steppenhügeln zwischen Ainzón und Pozuelo de Aragón zeigt. Für die Tagesplanung stehen damit zwei klar benannte Landschaftsräume zur Auswahl.

Wein und Tradition

Die Herstellung von Cava hat in Ainzón eine langjährige Tradition. Bei der Fiesta de la Vendimia wird der Wein gefeiert; dabei werden Trauben getreten, um den ersten Most der Saison zu gewinnen. Das Fest markiert symbolisch den Beginn der Weinlese.

Auch die Weintradition erscheint in unterschiedlichen Formen: Cava steht für die langjährige Herstellung, die Fiesta für den symbolischen Beginn der Weinlese mit der Gewinnung des ersten Mosts, und die Bodegas für die Besichtigungen am Wochenende.

Die Bodegas Monasterio de Veruela bieten am Wochenende Besichtigungen zu ungefähr 11 Uhr an; dafür soll vorab telefonisch oder per E-Mail ein Termin vereinbart werden.

Weitere Orte

Weitere Orte auf derselben übergeordneten Ebene sind Tobed, Villafranca De Ebro, Fuentes De Ebro, Añón De Moncayo, Juslibol, Ejea De Los Caballeros, Nuévalos und Las Cuerlas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saragossa.

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