Fuente Obejuna – Modernismus, Dehesa und historische Schauplätze
File:City Hall of Fuente Obejuna, Cordoba. Spain.jpg
Foto: Edmundo Saez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Das Palacete Modernista de Fuente Obejuna ist ein besichtigenswertes Denkmal und beherbergt ein Tourismusbüro, ein historisches Museum, einen Ausstellungsraum und einen Konferenzraum. Es gilt als herausragendes Werk des Modernismus in der Provinz Córdoba und als eines der bedeutendsten Beispiele des andalusischen Modernismus.
Kultur und Baukunst
Casa Cardona ist als Monument in das Allgemeine Verzeichnis des andalusischen historischen Kulturerbes eingetragen. Der Bau besitzt einen quadratischen Grundriss, einen Innenhof und einen an eine Ecke angebauten halbkreisförmigen Baukörper. Dieser Rotundenbau umfasst auf zwei Ebenen überdachte Aussichtspunkte mit Buntglasfenstern; zum modernistischen Entwurf gehören geschwungene Fensteröffnungen, üppige florale Dekoration, Buntglas und kunstvolle Eisenarbeiten.
Der Camarín des Hauptaltars der Iglesia del Antiguo Convento de San Francisco wurde zwischen 1765 und 1782 geschaffen und weist eine reiche Rokoko-Dekoration auf. Die Ermita de Nuestro Padre Jesús Nazareno, die frühere Kirche San Miguel, beherbergte im 15. und 16. Jahrhundert Sitzungen des Concejo. Die Ermita del Cristo de la Misericordia umfasst einen Bauteil aus dem 15. oder frühen 16. Jahrhundert.
Die Ermita de Gracia ist mit Wallfahrten und Romerías verbunden; dem Wasser ihrer Quelle werden wundersame und heilende Eigenschaften zugeschrieben.
Geschichtliche Spuren
Die wichtigsten Schauplätze der in Fuenteovejuna erinnerten Ereignisse gehören zu einem Historischen Ort. Alle zwei Jahre führen die Einwohner von Fuente Obejuna eine Aufführung von „Fuenteovejuna“ auf und stellen dabei den kollektiven Aufstand gegen Unterdrückung nach.
Die römische Stadt Mellaria wird in der Umgebung des Cerro del Masatrigo und des Stausees des Bachs Arroyo de San Pedro im Gemeindegebiet von Fuente Obejuna verortet. Bei Mellaria sind archäologische Überreste erhalten, darunter Mauerfragmente, ein repräsentatives Gebäude und ein Fragment eines Aquädukts. Unter den in diesem Gebiet lokalisierten megalithischen Gräbern gilt der Dolmen El Dorado als der derzeit am besten erhaltene.
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Weitere Orte: El Vacar, Doña Rama, Belalcázar.
Landschaft und Wege
Die Landschaft rund um Fuente Obejuna wird von der Dehesa geprägt, mit Steineichen, Korkeichen, Weideland, ländlichen Wegen und Viehhaltungen.
Der Wanderweg PR-A 424 führt durch ein abwechslungsreiches Landschaftsbild aus Feldern, Olivenhainen und Dehesa-Weiden sowie durch Buschland und mediterranes Bergland; entlang der Strecke liegen traditionelle Steinhaufen, sogenannte Majanos. Der Rundweg PR-A 424 „Circular de Ojuelo bajos y Ojuelos Altos“ beginnt in Ojuelos Altos und führt durch El Alcornocal und Los Pánchez.
Der ornithologische Rundweg „Tierras de Avutardas“ ist eine etwa 30 Kilometer lange Route für Wanderungen und Vogelbeobachtung; sie verläuft in der Nähe des Weilers El Porvenir de la Industria und ist zu Fuß mit einer geschätzten Dauer von acht Stunden angegeben. Die unterschiedlichen Angaben zu Landschaft, Streckenführung, Länge und Dauer erlauben eine sachliche Gegenüberstellung der Wege.
Die genannten Felder lassen sich an den eigenen Plänen für Kultur, Landschaft, Wandern und Vogelbeobachtung ausrichten.
Geografische Einordnung
Die N-432 verbindet Córdoba mit Badajoz und ist die wichtigste Zufahrtsstraße in der Region. Von Córdoba führt sie nach Norden durch Dehesas und Berglandschaften unter anderem nach Peñarroya-Pueblonuevo, Belmez und Fuente Obejuna.
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