Fuente del Conde: Wasserwege, Sierra und überlieferte Bräuche
Fuente del Conde ist eine der bedeutendsten Ausdrucksformen der Wasserkultur von Iznájar. Landschaft, Quellen, Ortsgeschichte und überlieferte Bräuche greifen hier auf anschauliche Weise ineinander.
Landschaft
Fuente del Conde liegt am Fuß der Sierra de Campoagro. Die Cruz de Magán ist ein Aussichtspunkt, der den Ort krönt. An dieser Stelle steht eine kleine Kapelle, die mit einem antiken iberischen Heiligtum in Verbindung gebracht wird; dieses soll sich dort einst befunden haben. In den Höhlen am Hang bei Fuente del Conde waren während der Jungsteinzeit und in späteren Epochen Menschen ansässig. Einige Steineichen gelten aufgrund ihrer Größe, Form und ihres Alters als besondere Bäume der Gemeinde.
Wasser und Ortsgeschichte
Die Fuente de la Mujea ist vom Ortskern von Fuente del Conde aus an der Kirche in südlicher Richtung über den Camino de la Mujea erreichbar, der auch Camino de la Mulata heißt. An der ersten Kreuzung mit dem carril de la Fuente del Conde geht es in westlicher Richtung weiter; nach etwa 1.300 Metern liegt die Quelle an einer großen Steineiche.
Die Fuente de la Mujea ist ein Element der traditionellen Architektur von Fuente del Conde mit ethnologischen Werten, die mit agro-pastoralen und sozialen Tätigkeiten verbunden sind. Zu den öffentlichen Brunnen des Ortes gehört außerdem die Fuente de Magán. Die Kirche von Fuente del Conde wurde etwa 1985 begonnen und im Mai 1994 fertiggestellt.
Wandern und Radfahren
Der „Sendero de Fuente del Conde“ ist von der Federación Andaluza de Montañismo homologiert. Der größte Teil der Strecke verläuft über Beton- und unbefestigte Wege. Der Weg gilt als für die ganze Familie geeignete Wanderung, führt auf die Sierra de Campo Agro hinauf und erreicht dabei bis zu 929 Meter Höhe. Außerdem handelt es sich um einen etwa 5,5 Kilometer langen Rundweg.
Die „Ruta del agua de Fuente del Conde“ verbindet die wichtigsten ethnografischen Elemente von Fuente del Conde, die mit dem Wasser verbunden sind. Sie ist etwa 9,3 Kilometer lang und eignet sich für Wanderungen und Fahrradtouren. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Aktivitätsarten können Sie für Ihre Planung miteinander vergleichen.
Weitere Orte: Cerro Muriano, Ribera Baja, Cañete De Las Torres, Monturque, El Tarajal, Huertas Bajas de Cabra, Doña Rama und Zuheros
Feste und Bräuche
Vom 1. bis 3. Mai feiert Fuente del Conde das Fest des Heiligen Kreuzes mit einer traditionellen Wallfahrt. Zu diesem Fest gehört eine Prozession, bei der die Bewohner beim Vorüberziehen des gekreuzigten Christus Bargeld auf die Trage des Prozessionsthrons legen. Der mit dem Fest verbundene Christus wird in der Einsiedelei auf dem Cerro de Magán aufbewahrt.
Das „tiro del gallo“ ist am Aschermittwoch eine überlieferte Tradition. Zu den Nachmittagsspielen gehören „porrones“ als Piñata sowie der paarweise getanzte „baile del charrasque“, bei dem einige Coplas gesungen werden.
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