Añora entdecken: Dehesa, Kultur und Routen

File:Camino Villaralto - Añora.jpg File:Camino Villaralto - Añora.jpg Foto: Plazadelcamino via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das Museo de Añora zeigt mehr als 740 Exponate zur Alltagsgeschichte, zu traditionellen Festen und zur archäologischen Vergangenheit von Añora. Die „fachadas de tiras“ sind ein charakteristisches Element der traditionellen Architektur von Añora und verbinden weißen Kalkanstrich mit Granitlinien, die die Struktur der Häuser nachzeichnen.

Im Herzen von Añora steht die Parroquia de San Sebastián, ein repräsentatives Bauwerk des historischen und spirituellen Erbes der Gemeinde. Die Ermita de la Virgen de la Peña befindet sich am höchsten Punkt von Añora und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ebenfalls die volkstümliche Architektur der Region Los Pedroches spiegelt die Ermita de San Pedro wider, deren Bauweise Stein und traditionelle Materialien verbindet. Die Puente de la Dehesa hat römische Ursprünge und wurde im 18. Jahrhundert wiederaufgebaut.

Feste und Küche

Der Festkalender bringt Bräuche mit eigenen Bildern und Geschmäckern zusammen. La Candelaria wird am 2. Februar mit großen Freudenfeuern gefeiert; Kinder und Jugendliche sammeln dafür über mehrere Tage Holz. Der Ostermontag, örtlich Día de los Hornazos genannt, wird mit einem Picknick im Grünen und typischem süßem Gebäck mit gekochtem Ei begangen. Am 11. November steht San Martín für ein Abendessen unter Freunden und Streiche mit gachas.

Am ersten Maiwochenende öffnet Añora seine Straßen, Innenhöfe und Wohnhäuser, um eine alte gemeinschaftliche Tradition zu zeigen. Zu ihr gehören äußere Kreuze in Straßen, auf Plätzen und in Innenhöfen sowie innere Kreuze in Häusern, die zu diesem Anlass für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Tagsüber lässt sich Añora in diesem Rahmen wie ein Freilichtmuseum erkunden; abends gibt es traditionelle Musik und gemeinsam geteilte typische Speisen.

Auch die Küche greift den lokalen Charakter auf. Im Mittelpunkt stehen Gerichte mit Erzeugnissen vom Iberischen Schwein, Produkten aus dem Familiengarten und typischem Gebäck zu den jeweiligen Festen und Feiern.

Natur

Die Dehesa-Landschaft von Añora verbindet traditionelle Viehhaltung, darunter die Zucht Iberischer Schweine, mit Steineichen, portugiesischen Eichen, Zistrosen, Ginster, Lavendel und Rosmarin. In der Natur von Añora lassen sich unter anderem Schwarzmilane, Bienenfresser, Meisen, Störche und Zwergohreulen sowie Igel, Hasen und Wildschweine beobachten.

Im nahen Umfeld von Añora liegt der Parque San Martín etwa 6 km entfernt auf dem Cerro del Cuerno auf 704 m Höhe. Er dient als natürlicher Aussichtspunkt mit Blick über große Teile der Comarca Los Pedroches. Eine jährlich stattfindende Veranstaltung in dieser Comarca sind die Jornadas Ornitológicas: Beobachtungsrouten dienen der Bestimmung verschiedener Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum, unter anderem im Parque San Martín oder in nahegelegenen ökologisch wertvollen Gebieten. Ergänzt wird das Programm durch Vorführungen wissenschaftlicher Beringung.

Routen

Mehrere Wege erschließen die Landschaft mit unterschiedlichen Distanzen und Schwierigkeitsgraden. Die Ruta de La Dehesa de la Vera ist 13,8 km lang, mittelschwer und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Sie führt durch eine Landschaft mit Steineichen, artenreicher Vogelwelt und Viehhaltungen und passiert eine alte FEVE-Eisenbahnbrücke über den Guadarramilla. Ihr Beginn liegt etwa 100 Meter von der Ermita de la Virgen de la Peña entfernt.

Die ersten Kilometer der Ruta de La Dehesa de la Vera verlaufen nach dem Abzweig auf den Camino del Molino del Cubo durch die Landschaftsbereiche Berrocoso und Cucadero. Eine Route startet am Paraje San Martín und bietet von einem Aussichtspunkt neben der Ermita de San Martín weite Ausblicke auf die Umgebung.

Für den Vergleich kürzerer Strecken stehen die Ruta de Las Encinas Centenarias mit 6,5 km, leichtem Schwierigkeitsgrad und vollständiger Befahrbarkeit mit dem Fahrrad, die Ruta del Pozo de la Torre mit 7 km, leichtem Schwierigkeitsgrad und vollständiger Befahrbarkeit mit dem Fahrrad sowie die Ruta del Tejar de Santa Cruz mit 7,7 km, mittlerem Schwierigkeitsgrad und vollständiger Befahrbarkeit mit dem Fahrrad. Die verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgrade erleichtern den Vergleich unterschiedlicher Tagespläne.

Die Ruta del Tejar de Santa Cruz führt an einer alten Ziegelei neben dem Bach vorbei. Die Ruta del Pozo de la Torre bietet Ausblicke auf das Paraje del Torrequillo; mit ihm ist das Sammeln von wildem Spargel verbunden. Die Ruta de La Losilla ist 7,7 km lang, mittelschwer und vollständig mit dem Fahrrad befahrbar. Etwa 300 Meter hinter der Kreuzung mit dem Camino de Dos Torres lässt sich über einen kurzen Abstecher zu den archäologischen Überresten von La Losilla gelangen. Die Route lädt außerdem dazu ein, den Rundgang am rehabilitierten Tejar de Abajo zu beenden.

Beim Añora Bikend treffen sich Ende Oktober oder Anfang November mehr als 200 Radfahrerpaare im Parque San Martín zu einer Radsportveranstaltung. Zur traditionellen Nutzung der Steineichen gehörte die Herstellung einer sehr feinen Holzkohle namens „picón“, die für Kohlebecken geeignet war.

Anreise

Von Córdoba aus führt die offizielle Anfahrt über die N-432 bis zur Abzweigung bei Espiel, weiter über die N-502 bis Alcaracejos und anschließend über die A-420 bis zur Abzweigung nach Añora. Den letzten Abschnitt bildet die CP-281 nach Añora.

Weitere Orte: Peñarroya-Pueblonuevo, Fuente Palmera, Montemayor, La Jara, Adamuz, Cañete De Las Torres, Lucena, Puente Genil

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cordoba.

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