Im Nordosten Sloweniens liegt Lenart als Zentrum der von Weinbergen und Obstgärten geprägten Slovenske gorice. Schloss Hrastovec ist spätestens seit 1294 belegt. Die mittelalterliche Anlage wurde in der Renaissance befestigt und zu einem Wohnsitz mit barocken Elementen umgebaut; im Schloss befindet sich eine ausgemalte barocke Kapelle.
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Geschichte und Kultur
Die Kirche St. Lenart wird erstmals im Jahr 1196 erwähnt. Aufgrund ihrer hochwertigen Architektur und ihrer Steinmetzdetails gilt sie als herausragendes Beispiel der Gotik der Slovenske gorice. Das Trški špital in Lenart war von 1626 bis 1910 in Betrieb; erhalten sind barocke Fenstergitter und ein steinernes Portal mit dem Wappen der Familie Herberstein.
Die Alte Grundschule ist ein klassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1895 im Zentrum von Lenart. In einem restaurierten Haus neben der Alten Grundschule lebte und arbeitete der Schriftsteller Ožbalt Ilaunig. Die heutige Kirche St. Rupert in Voličina stammt aus dem Jahr 1538, ihr Inneres ist mit Werken des Mariborer Bildhauers Jožef Holzinger geschmückt.
In der Štupičeva-Villa auf Zavrh befindet sich seit 2018 die Dauerausstellung „Maister po Maistru“ über Rudolf Maister. Die Stritar-Kapelle bei der Talsperre Radehova ist eine Filialkirche der Pfarrei Lenart. Das Črni križ erinnert an Agata aus Štralek, die Ehefrau von Friderik Herberstein aus Schloss Hrastovec.
„Pobeg v zgodovino čarovništva“ ist ein thematisches Tourismusangebot, das auf der Geschichte von Agata und Friderik, Schloss Hrastovec, den Hexenprozessen in den Slovenske gorice und dem literarischen Werk „Črni križ pri Hrastovcu“ beruht.
Natur
Im Gebiet der Siedlungen Hrastovec und Zgornja Voličina liegt der Landschaftspark Hrastovec. Er ist für charakteristische Pflanzenarten und litotamniischen Kalkstein im Gebiet der Strma gora bekannt und weist oberirdische und unterirdische Karsterscheinungen auf.
Die 4,2 Hektar großen Hrastovec-Teiche sind seit 1992 als Naturdenkmal geschützt und dienen bedrohten Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum. Der Komarnik-See ist eines der wichtigsten Brutgebiete für Wasservögel in Slowenien und zugleich ein wichtiges Rückzugsgebiet sowie ein bedeutender Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. In den umliegenden Fließgewässern und Teichen kommen außerdem Fischotter vor.
Um den Komarnik-See führt ein Spazierweg mit Informationstafeln und zwei Beobachtungstürmen zur Vogelbeobachtung.
Wege und Aussicht
Der jährlich stattfindende Prvomajski pohod führt von Lenart nach Zavrh und wird von kulinarischem und kulturellem Programm begleitet. Der Maister-Aussichtsturm in Zavrh ist ein 17 Meter hoher Metallturm und bietet bei klarem Wetter Ausblicke auf Pohorje, Kozjak, Boč, Donačka gora, Kroatien und die ungarische Tiefebene.
Lokales und Besichtigungen
Das Center lokalne ponudbe am Trg osvoboditve in Lenart verkauft Produkte lokaler Landwirte und Handwerker und dient als Anlaufstelle zur Förderung des Tourismus, einer nachhaltigen Wirtschaft und eines gesunden Lebensstils. Die Slovenjegoriška gibanca, auch Plehošnca genannt, gilt als symbolische lokale Spezialität von Lenart; sie wird aus regionalen Zutaten zubereitet und enthält keinen Hefezusatz.
Als Angebote für geführte Besichtigungen in Lenart gelten die ethnologische Sammlung Kranvogl, „S čebelo od cveta do medu“, „Nekoč in danes pri Šikerjevih“ und „General Maister in njegov Zavrh“.
Geografische Einordnung
Die Autobahn A5 bildet die Ost-West-Verbindung der Gemeinde Lenart und verbindet sie über zwei Anschlussstellen mit dem überregionalen Straßennetz. Sie verläuft über Maribor, Lenart, Senarska, Vučja vas, Murska Sobota, Lendava und Pince.
Weitere Ziele: Cerkvenjak, Lenart V Slov. Goricah, Gočova, Zgornja Senarska.