Ferienwohnung in Renswoude: Schlosspark und Grebbelinie

File:Kasteel Renswoude Hoofdgebouw (2).jpg File:Kasteel Renswoude Hoofdgebouw (2).jpg Foto: HenkvD via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geschichte

Renswoude besitzt den offiziell ausgewiesenen Status als geschütztes Stadt- und Dorfsbild, Nummer 1428, in der Provinz Utrecht. Zum historischen Charakter des Ortes gehört auch die Grebbelinie: Das Fort aan de Buursteeg in Renswoude ist Teil dieser Kette von Forts und Liniendeichen zwischen Rhenen und Spakenburg. Angelegt wurde das Fort 1786 an der Stelle, an der sich Buursteeg und Slaperdijk kreuzten. Seit 2018 verbindet ein Tunnel für Fußgänger und Radfahrer die beiden Teile der Anlage.

Im Fort aan de Buursteeg befindet sich das Grebbelinie-Bezoekerscentrum. Dort präsentiert eine interaktive Ausstellung die historische Verteidigung der Grebbelinie. Das Besucherzentrum in Renswoude ist rollstuhlgerecht und verfügt über einen Aufzug zur Ausstellung im ersten Stock. Für Schulen, Familien und Unternehmen werden auf Anfrage Führungen über das Erdfort aan de Buursteeg organisiert. Ebenfalls am Fort liegt das Restaurant Grebbelounge.

Kultur

Auch das Umfeld von Kasteel Renswoude verbindet frei zugängliche Anlagen mit festen Öffnungsterminen. Der Park von Kasteel Renswoude ist für alle frei zugänglich. Kasteel Renswoude selbst ist jeden ersten Dienstag im Monat nach vorheriger Terminvereinbarung für die Öffentlichkeit geöffnet. Im Kasteelpark stehen alte Laubbäume mit einem Durchschnittsalter von 150 Jahren. Auf dem Waldboden wachsen viele Stinsenpflanzen, während entlang des Wassergrabens Adderwortel und wilde Schachbrettblumen zu finden sind. Der Park ist reich an Rehen und Vögeln.

In der Gestaltung des Kasteelparks sind Elemente des französischen Barocks und des englischen Landschaftsstils noch gut erkennbar. Zum historischen Gut Renswoude gehört außerdem eine 700 Meter lange Wasserallee, ein Grand Canal aus dem Jahr 1708. Die Nieuwe Buurt entstand im 18. Jahrhundert als Erweiterung von Renswoude entlang der Dorpsstraat, in der Nähe des Schlosses und der Koepelkerk von 1639.

In einer Wohnung der Nieuwe Buurt an der Dorpsstraat 38 befindet sich die Oudheidkamer der Historischen Vereinigung Oud-Renswoude. Die Oudheidkamer dokumentiert und zeigt die Geschichte des Dorfes und des Schlosses. Erinnerungsorte aus jüngerer Zeit sind ebenfalls im Ortsbild präsent: Am zentralen Kreisverkehr in Renswoude steht ein Widerstandsdenkmal, an dem jedes Jahr am 4. Mai Kränze und Blumen niedergelegt werden. Das weiße Kreuz an der Groeperkade zwischen dem Restaurant De Dennen und dem Verteidigungswerk De Engelaar steht an dem Ort, an dem am 14. November 1944 fünf Menschen erschossen wurden. Das Kriegsdenkmal von Renswoude wurde 1949 zum Gedenken an Einwohner enthüllt, die als Kriegsopfer, Untergetauchte oder Angehörige des Widerstands ums Leben kamen.

Renswoude, Scherpenzeel und Woudenberg organisieren gemeinsam den Open Monumentendag. Dieser findet jedes Jahr an einem Samstag in einer anderen Gemeinde statt.

Geschichte unterwegs

Mehrere Wege verbinden die historischen Orte mit dem Umland. Die Verkennersroute Renswoude ist ein 14 Kilometer langer historischer Wanderweg mit 40 Informationstafeln beziehungsweise Markierungspfosten. Inhaltlich reicht die Route von der späten Steinzeit und dem Goldenen Zeitalter über die landwirtschaftliche Entwicklung und die Industrialisierung im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sie kann in drei Abschnitte geteilt werden: Dorf, Umland und Schloss mit 5, 5 beziehungsweise 4 Kilometern.

Das Grebbelinie-Bezoekerscentrum ist an zahlreiche Wander- und Radwege angebunden, sodass das Fort aan de Buursteeg und die Wasserlinie aktiv erkundet werden können. Die Grebbelinie fungiert heute als ökologische Zone, in der zahlreiche Pflanzen und Tiere vorkommen. Der Breeschoterpad ist ein 6 Kilometer langer Rundwanderweg durch das Umland von Renswoude und Scherpenzeel. Er verläuft überwiegend über unbefestigte Wege, Bauernland und historische Trassen.

Beim Daatselaarsepad führen die Wege ebenfalls überwiegend über unbefestigte Untergründe; die Strecke ist nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet. Der Jufferpad beginnt am TOP Fort aan de Buursteeg, wo kostenloses Parken möglich ist. Alternativ kann die Route am Bahnhof Veenendaal-de Klomp begonnen werden. Der Leughtenpad ist etwa 1,5 Kilometer lang und zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für alle frei zugänglich.

Weitere Orte

Weitere Ortsseiten im selben Gebiet: Renswoude, Bunschoten, Veenendaal, Zeist, Rhenen, Loenen, Wijk Bij Duurstede, Soest.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Utrecht.

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