Ferienwohnung in Klundert: Festungsgeschichte und Wasserlandschaft

File:Klundert 213.JPG File:Klundert 213.JPG Foto: Arch via Wikimedia Commons, Public domain

Klundert verbindet Festungsgeschichte mit einer von Wasser geprägten Landschaft. Als Festungsstadt war der Ort während des Achtzigjährigen Krieges gegen die Spanier Teil der Stelling van Willemstad und damit auch der Zuiderwaterlinie. Meereslehm-Polder, die Überreste von Prielen und die Wasserläufe erinnern an den jahrhundertelangen Kampf gegen das Wasser. Die Polder, Priele und Wasserläufe bilden dabei keinen bloßen Hintergrund, sondern gehören zu den sichtbaren Spuren dieser langen Auseinandersetzung.

Festungsanlagen, Brücke und besondere Bauwerke

An der Nordseite Klunderts sind große Teile des Hauptwalls, des Grabens und der Kontreskarpe mit gedecktem Weg in ihrem alten Zustand wiederhergestellt. Eine präzise bauliche Einzelheit finden Sie dort, wo die Bottekreek den Wall an der Nordseite bei der Verlaatstraat durchschneidet: Hier steht eine gelbe Backsteinbrücke, deren Schlussstein das Jahr 1769 trägt.

Zu den Festungsanlagen gehören die Stenen Poppen, ein gemauerter Damm aus dem Jahr 1583. Bei den Stenen Poppen gibt es außerdem einen Picknickplatz mit Blick auf das Wasser und die Poppen.

Auch das Rathaus erzählt von Klunderts Vergangenheit. Es wurde 1621 nach einem Entwurf von Melchior van Herbach im Renaissancestil und dank eines erheblichen Beitrags von Prinz Maurits erbaut. Die Johannes de Doperkerk ist eine spätneugotische Backstein-Kreuzkirche mit einem Turm aus dem Jahr 1924. An der Blauwhoefseweg steht der Jüdische Friedhof, der im Zusammenhang mit der jüdischen Gemeinde von Klundert steht. Diese Gemeinde wurde wegen der geringen Zahl jüdischer Einwohner um 1900 wieder aufgelöst. Die Bauwerke setzen dabei unterschiedliche historische Akzente: Das Rathaus gehört zur Renaissance, die Johannes de Doperkerk zur Spätneugotik, der Friedhof zur jüdischen Gemeindegeschichte.

Einblicke in Arbeit, Handwerk und regionale Geschichte

Das Nationaal Vlasserij-Suikermuseum in Klundert befasst sich mit dem Leben und Arbeiten im Flachsanbau, im Zuckerrübenanbau und in Zuckerfabriken. Untergebracht ist das Museum in einem restaurierten Domänenbauernhof. Zwei große Ausstellungsräume tragen die Namen „Vlasserij“ und „Suiker“.

Wandern mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Auf der Zuiderwaterlinie-Wanderetappe 4 wandert man von Klundert weiter nach Zevenbergen. Eine weitere Orientierung ist die etwa 3 Kilometer lange Route durch die Festungsstadt. Das Büchlein „Kuieren door Klundert“ enthält dazu einen Stadtplan und ausführliche Hinweise zu den Sehenswürdigkeiten. Die Angabe von etwa drei Kilometern macht den Umfang dieser Route für die Tagesplanung konkret.

Vom großzügigen Parkplatz hinter dem Touristischen Informationspunkt an der Oosterstraat 20 in Klundert sind die Stenen Poppen, das alte Rathaus oder die Bottekreek in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Klundert zwischen Festung, Arbeitsgeschichte und Wasser

Ein Tagesplan in Klundert kann zwischen Festungsbau, regionaler Arbeitsgeschichte und Wasserlandschaft wechseln. Kulturinteressierte können Rathaus, Wall, Kontreskarpe, Stenen Poppen und das Nationaal Vlasserij-Suikermuseum in den Tagesplan einbeziehen. Für Bewegung stehen die Wanderetappe der Zuiderwaterlinie und die Route durch die Festungsstadt.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Oudemolen, Moerdijk, Zevenbergen, Standdaarbuiten, Willemstad, Fijnaart, Langeweg.

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