Ferienwohnung in Zeeland: Kirche, Mühlen und Wege entdecken
Zeeland verbindet sakrale Baukunst, Mühlengeschichte, Kulturwanderungen, Radwege und Natur. Der Komplex Heilige Jacobus de Meerdere umfasst ein Pfarrhaus im Stil der Neorenaissance, eine neugotische Kirche, eine neugotische Friedhofskapelle beziehungsweise ein neugotisches Leichenhaus sowie ein Heilig-Herz-Bildnis.
Kirche, Kunst und Wallfahrt
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Zeeland zu einem stark besuchten Wallfahrtsort, an dem der heilige Cornelius in der örtlichen Sint-Jacobus de Meerderekerk verehrt wurde. Die neugotische Kirche entstand zwischen 1870 und 1872 nach Plänen des Architekten Cornelis van Dijk. Ihre Ausstattung umfasst 24 figurative Buntglasfenster aus dem Atelier Frans Nicolas en Zonen in Roermond. Die Orgel wurde 1895 von Franciscus Smits aus Reek erbaut, ist seit 1992 ein Rijksmonument und kann noch heute in ihrem ursprünglichen Zustand gehört werden.
Mühlen und historische Spuren
Auch die Mühlen erzählen von Veränderungen und Wiederaufbau. Die Molen Sint Victor wurde 1938 als achteckige Holländerwindmühle mit Galerie erbaut, nachdem ein Wirbelsturm am 10. August 1925 die vorherige Mühle vollständig zerstört hatte. Die Coppensmolen Zeeland begann 1857 als hölzerne Windkornmühle. Nach ihrer vollständigen Zerstörung durch einen Blitzschlag im Jahr 1883 wurde sie durch eine steinerne Erdholländerwindmühle ersetzt. Ausführliche Führungen durch die Coppensmolen können telefonisch vereinbart werden; Gruppen sind ebenfalls willkommen.
Zu den historischen Orten gehören außerdem die Grafzerken Zeeland auf dem R.K. Friedhof. Die historischen Grabsteine werden als eine Zeitreise durch die Geschichte Zeelands vermittelt. QR-Codes an den Grabsteinen ermöglichen es, mit dem Mobiltelefon weitere Informationen zum jeweiligen Grab und zur dort bestatteten Person abzurufen. Eine Fahrradroute zur Architektur der Bossche School führt am ehemaligen Gemeindehaus der Gemeinde Landerd in der Kerkstraat 39 vorbei, das 1981 von Jan de Jong entworfen wurde.
Kulturwanderungen und Wege
Das Heemhuis De Hooge Raam ist Ausgangspunkt der Kulturwanderungen Kerkstraat Noord und Kerkstraat Midden. Unterwegs vermitteln sie Wissenswertes über Häuser, die Mühle, die Kirche und das Gemeindehaus. Für Familien oder Freundesgruppen können Gruppenführungen am Heemhuis angefragt werden. Die Kulturwanderung Oventje verbindet Ortsgeschichte, darunter die Sturmkatastrophe von 1925, mit der Mühle, dem Feldofen und der Marienkapelle sowie mit Hinweisen auf Pflanzen und Tiere.
Für längere Wanderungen steht der 12,66 Kilometer lange Trentse Bossenpad zur Verfügung. Er beginnt am Rand des Weilers ’t Oventje im Brabanter Ort Zeeland. In seinem zweiten Abschnitt folgt der Weg dem Duits Lijntje, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, die Teil der Verbindung zwischen London und Berlin war. Außerdem führt der Trentse Bossenpad an der Commandobunker 221, dem Bunker Zeeland, vorbei. Der Bunker wurde während des Kalten Krieges für den nahe gelegenen Militärflugplatz Volkel gebaut. Kürzer ist der etwa vier Kilometer lange Rundwanderweg ’t Kuierpad durch das Zentrum von Zeeland, der ungefähr eine Stunde dauert. Der Weg ist so befestigt, dass er für Rollstuhlfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist.
Familienangebote, Radfahren und Natur
Das kostenlose Kabouterpad am Melkpad verbindet eine Zwergensuche mit zwei Spielplätzen. Eine Aktivitätstasche mit Aufgaben und einer Bingokarte kann das ganze Jahr über in der Bibliothek oder am Melkpad 255 ausgeliehen werden. Für Radfahrer führt die 23 Kilometer lange Route In het spoor van de storm durch Zeeland und Langenboom; sie kann an der Kirche von Zeeland beginnen. Die Mountainbikeroute Zeeland in De Maashorst verläuft durch den Naturkern und das Beweidungsgebiet des Naturgebiets De Maashorst und ist als blaue Route mit mittlerem Schwierigkeitsgrad eingestuft.
Die Heemtuin Zeeland ergänzt die Wege um eine botanische Perspektive. Dort wachsen viele verschiedene Pflanzen und besondere Bäume, die anderswo nicht mehr zu sehen sind. Die Heemtuin ist kostenlos und für alle zugänglich; auf Anfrage werden Führungen für Gruppen angeboten. Im Zentrum befindet sich Herberg D'n Brouwer in einer charakteristischen alten Bierbrauerei und einem Denkmal; dort kann man essen, trinken und übernachten.
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