Żebbuġ: Kirchen, Salinen und Handwerk auf Gozo
Żebbuġ liegt auf einem ruhigen Hügel im Norden Gozos. Von hier reichen die Ausblicke weit über die Landschaft der Insel und bis zum Mittelmeer. Wer für seine Reise eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus auswählt, kann deshalb überlegen, ob der Schwerpunkt auf Kultur, traditionellem Handwerk, Landschaft oder den Erfahrungen an der Küste liegen soll. Żebbuġ verbindet diese Themen in einer eigenständigen, ländlich geprägten Umgebung.
Kirchen und besondere Orte im Ortsbild
Die Pfarrkirche von Iż-Żebbuġ fällt durch ihre Gestaltung mit Onyx auf. Auch der Hochaltar, der Chor und das Baptisterium sind aus diesem Stein gearbeitet. Eine weitere historische Kirche ist Santa Marija, die der Aufnahme Mariens geweiht und 1726 konsekriert wurde. Ergänzt wird das religiöse Ortsbild durch die Bildnische il-Madonna Omm tal-Ħniena, die besser unter dem Namen taċ-Ċiċri bekannt ist.
Zu den ungewöhnlichen Bauwerken gehört außerdem die Grundschule von Żebbuġ. Das modernistische Gebäude besitzt eine U-Form, lange Korridore mit Reihen von Betonsäulen sowie Treppen, die seine Architektur deutlich prägen. An der Triq Ġoma befindet sich Riħ id-Deheb, ein Museumshaus mit Sammlungen. Es soll auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Unter Riħ id-Deheb liegt eine natürliche Grotte.
Salinen, Küste und historische Spuren
Entlang der Küste von Qbajjar bis Ras ir-Reqqa liegen historische Salinen, die weiterhin Salz produzieren. In den Sommermonaten können Sie an den Salinen von Xwejni Einheimische beim Zusammenkehren des Salzes beobachten. In der näheren Umgebung liegt außerdem die Kieselbucht Xwejni. Sie wird besonders im Sommer häufig zum Schwimmen besucht und zum Tauchen aufgesucht. Diese Küstenerlebnisse setzen einen eigenen Akzent gegenüber den Kirchen, Handwerk und Landschaftsausblicken im Ort.
Die Batterija tal-Qbajjar wurde zwischen 1715 und 1716 erbaut und ist eine von zwei erhaltenen Batterien auf Gozo. Auf einem über die Triq Għajn Mhelhel erreichbaren Feld befanden sich einst in den Fels gehauene phönizische Gräber.
Landschaft und regionale Traditionen
Wied l-Infern ist von Żebbuġ aus über eine steil abfallende Straße erreichbar und verläuft zwischen den Hügeln von Żebbuġ, Ta’ Kuljat und Dabrani. Wer solche Landschaftsräume in die Reiseplanung einbezieht, kann zwischen kulturellen Besichtigungen und Ausflügen in die Umgebung wechseln. Für die Wahl einer Unterkunft ist dabei vor allem die gewünschte Tagesgestaltung entscheidend: Manche Reisende setzen den Schwerpunkt auf das Ortsbild und die Handwerkstraditionen, andere verbinden Żebbuġ mit Küsten- und Landschaftserlebnissen.
Die Einwohner von Iż-Żebbuġ sind für die hohe Qualität ihrer Spitzenarbeiten und für ihre Webarbeiten bekannt. Bekannt sind außerdem Wolldecken aus Schafwolle. Zur regionalen Esskultur gehören Gbejniet, die traditionellen kleinen Käse von Gozo. Sie werden aus der Milch der Schafe aus der umliegenden Landschaft verarbeitet. Solche Details machen Żebbuġ auch für Reisende interessant, die lokale Erzeugnisse und überlieferte Fertigkeiten kennenlernen möchten.
Weitere geschichtliche Bezüge
Ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wurde 2005 gereinigt und restauriert, damit er von der Öffentlichkeit besichtigt und gewürdigt werden konnte. Die Gründung der Pfarrei Iż-Żebbuġ wird mit besonderen Feiern begangen, die der Gemeinderat seit 1999 organisiert. Zusammen mit den Kirchen, den Salinen und den handwerklichen Traditionen entsteht so ein vielseitiges Bild des Ortes, das über einen einzelnen Ausflugsschwerpunkt hinausgeht.
Wenn Sie neben Żebbuġ weitere Ziele ansehen möchten, finden Sie hier San Lawrenz, Mosta, Marsa, Marsalforn, Iklin, Santa Venera, Żurrieq und Gzira.
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