Ferienwohnung in Līvānu Novads: Glasgeschichte, Brücken und Daugava

File:Ceļš Līvāni - Preiļi P63, Sutru pagasts, Līvānu novads, Latvia.jpg File:Ceļš Līvāni - Preiļi P63, Sutru pagasts, Līvānu novads, Latvia.jpg Foto: M.Strīķis via Source, CC BY-SA 3.0

Līvānu Novads führt von der Glasgeschichte Līvānis zu alten Siedlungsplätzen, orthodoxen Kirchen und Brücken an Dubna und Daugava. In der Stadt Līvāni liegen Kultur, Wasserlandschaft und regionale Wege eng beieinander, während Jersika und Znotiņi weitere historische Schauplätze ergänzen.

Kultur

Das Līvāni-Glasmuseum gilt als das einzige Museum seiner Art im Baltikum und befindet sich seit 2013 im Līvāni-Glas- und Handwerkszentrum. Dort vermittelt es die Geschichte der örtlichen Glasfabrik ab 1887 und erklärt die Technologie zur Herstellung von Glasgefäßen. Mehrere Stunden lang können Besucher sowjetische Filme über die Glasfabrik, ihre Arbeit und ihre Beschäftigten ansehen. Zum Zentrum gehören außerdem kreative Werkstätten für Keramik, Glas und Textilkunst, an denen man sich beteiligen kann.

In der Glasbläserwerkstatt lässt das Līvāni-Glas- und Handwerkszentrum eine mehr als 100 Jahre alte Glasbläsertradition wiederaufleben. Besucher können die Herstellung von Glasobjekten beobachten und unter Anleitung eines erfahrenen Glasmeisters die Geheimnisse der Glasherstellung kennenlernen. Eine weitere Facette der örtlichen Handwerksgeschichte zeigt die Ausstellung „Amatnieki Latgalē 19. – 20. gs.“. Sie vermittelt die Geschichte und Entwicklung des Handwerks in Latgale.

Geschichte

Das Oppidum von Jersika liegt am Ufer der Daugava zwischen den Schluchten zweier Bäche. Im 12. und 13. Jahrhundert war es das wirtschaftliche und politische Zentrum des alten lettgallischen Staates Jersika. Archäologische Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass dort seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. Menschen lebten. Das Oppidum befindet sich heute in Privatbesitz; Besuche müssen mit den Eigentümern vereinbart werden.

Die orthodoxe Christi-Verklärungs-Kirche von Jersika ist vor Ort als „Eiserne Kirche“ bekannt, weil ihre Außenbauteile aus Eisen oder Gusseisen bestehen. Zuvor stand sie in Daugavpils und war von Odesa aus per Bahn dorthin gebracht worden. In der Kirche besteht die Möglichkeit, mehr über die Anfänge der Orthodoxie auf dem Gebiet Lettlands zu erfahren. Das Gebetshaus der Altgläubigen in Līvāni wurde in den 1980er-Jahren wiederaufgebaut und erhielt 1998 einen Glockenturm. Die katholische Kirche von Znotiņi ist eine restaurierte rote Backsteinkirche aus dem Jahr 1926.

Vor mehr als 1.000 Jahren entstand an einem alten Wikinger-Wasserweg am Ufer der Dubna nahe ihrer Mündung in die Daugava eine Handels- und Handwerkersiedlung namens Dubna. Die Ursprünge des heutigen Līvāni werden mit dem Jahr 1533 verbunden: Damals errichtete der deutsche Baron Jurgens Līvens ein Gut und nannte es Līvenhof.

Landschaft

Das Līvāni-Glas- und Handwerkszentrum verfügt über einen Konferenzsaal mit Blick auf die Daugava. Auch die Brücken und erhöhten Aussichtspunkte machen die Gewässer der Gegend sichtbar. Von der Stadtbrücke in Līvāni bietet sich ein Blick auf Inseln in der Dubna. Die Kalvāni-Fußgängerbrücke führt über die Dubna, während die Švirkstu-Brücke als Haltepunkt mit Blick auf unberührte Naturlandschaften über der Oša dient.

Die Gemeinde führt die Besucherroute „Über sieben Brücken“. Die Fußgängerbrücke von Rožupe ist ein Ort für Spaziergänge, kreative Veranstaltungen und Aktivitäten. Am höchsten Punkt von Līvāni liegt das Freiluftwohnzimmer; von dort reicht der Blick auf das Stadtzentrum und die Bucht der Dubna.

Wasser und Bewegung

Die Fähre Līvāni–Dignāja verbindet die beiden Ufer der Daugava und dient Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern. Zugleich ermöglicht sie eine direkte Querung von Latgale in Richtung Zemgale. Im regionalen Zusammenhang steht außerdem der 173 Kilometer lange Radweg „Latgales zelta vidusceļš“. Tourismusexperten aus den Gemeinden Preiļi, Līvāni, Vārkava, Riebiņi und Aglona entwickelten ihn gemeinsam; er trägt die offizielle Routennummer 37.

Das Schwimmbad „Upe“ in Līvāni umfasst ein 11 × 25 Meter großes Sportbecken mit vier Bahnen und ein 5 × 7 Meter großes Kinderbecken. Hinzu kommt ein Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Kaltbecken. Das Gebäude, die Innenräume und das Schwimmbad „Upe“ in Līvāni sind auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet.

Weitere Ziele: Naukšēnu Novads, Carnikavas Novads, Priekuļu Novads, Garkalnes Novads, Skrundas Novads, Salaspils novads, Skrīveru Novads.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lettland.

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