Janjina liegt im Inneren der Halbinsel Pelješac an ihrer schmalsten Stelle, etwa 2 Kilometer von beiden Küsten entfernt. Der historische Ortskern entwickelte sich im 15. Jahrhundert; zum Ortsbild gehören mehrere Kapitänshäuser aus dem 19. Jahrhundert.
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Kultur und Geschichte
Die Pfarrkirche St. Blasius wurde 1876 erbaut und am 5. Mai 1878 eröffnet. Ihr oberer, pyramidenförmiger Glockenturmteil entstand 1929 aus Stein von Korčula. Die Kirche soll nach gotischen Entwürfen errichtet worden sein.
Oberhalb von Janjina liegt Gradina, eine illyrische Höhenfestung, die von zahlreichen Tumuli umgeben ist. Die Überreste der vorromanischen Kirche St. Georg umfassen einen spätmittelalterlichen Friedhof. Von ihrer Altarschranke sind Fragmente mit Flechtbanddekor und einer Stifterinschrift erhalten, die den Namen Petar nennt.
Über dem Eingang zum ehemaligen herzoglichen Palast befindet sich ein rustikales Relief des sitzenden heiligen Blasius. Bei der Friedhofskirche St. Stephan wurden die Mauern eines römischen Landhauses sowie Stelen aus dem 1. Jahrhundert gefunden.
Landschaft
Die Landschaft im Raum Janjina wird durch Weinberge, Olivenhaine und dalmatinische Macchia charakterisiert. Im weiteren Pelješac-Gebiet ist endemische Flora dokumentiert. Rund um Janjina sind mehr als 15 Orchideenarten erfasst, überwiegend in Olivenhainen und auf trockenem, felsigem Boden.
Unterwegs
Eine instand gehaltene Uferpromenade verbindet Drače und Sreser innerhalb der Gemeinde Janjina. Die Tourismusbehörde von Janjina hat das Projekt Pelješac Outdoor mitinitiiert, das Rad- und Wanderwege auf der gesamten Halbinsel Pelješac kartiert und markiert.
Die interaktive Pelješac-Trailkarte bietet Angaben zu Wegtyp, Schwierigkeitsgrad und Höhenunterschied sowie herunterladbare GPX-Tracks, Beschreibungen, Sicherheitshinweise und Trail-Fotografien. Zusätzlich stellen die Tourismusverbände von Pelješac eine interaktive Karte für Mountainbike- und Wandertouren bereit; darauf sind fünf Rundstrecken für Mountainbikes und sechs Wanderrouten verzeichnet.
Die Gemeinde Janjina verfügt über Rad- und Wanderwege. Zu den Stränden in ihren Küstensiedlungen gehören auch Kiesstrände. Im Bereich vor Sreser werden Ausflüge mit Kajaks und kleinen Booten zu nahe gelegenen Inselchen angeboten.
Eine Radroute führt nach Janjina hinein und weiter in Richtung Sreser und Osobjava. Der Abschnitt nach Janjina bietet Natur- und Meerblicke durch Wald mit Kermeseichen, Erdbeerbäumen, Salbei, Rosmarin, Immortelle und weiteren Kräutern. Der gesamte Radabschnitt ist etwa 40 Kilometer lang, kann ohne Absteigen absolviert werden und wird für ein E-Bike empfohlen.
Lokale Erzeugnisse
Landwirtschaft, Weinbau und Olivenanbau bilden die wirtschaftliche Grundlage Janjinas. Das kleine familiengeführte Weingut Dežulović erzeugt Wein, Spirituosen und Olivenöl aus einer langen Familientradition des Wein- und Olivenanbaus. Es liegt an der Hauptstraße auf Pelješac und verfügt über Parkplätze.
Das Olivenöl Zlato Nelino wird aus den Olivensorten Oblica und Paštrica gewonnen, die von mehr als 100 Jahre alten Bäumen stammen. Entlang der Route servieren traditionelle Tavernen hausgemachte Speisen.
Weitere Ortsseiten: Popova Luka, Osobjava, Drace, Sreser.